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Olympia

Miryam Roper und Christopher Völk scheiden aus

SID
Miryam Roper (r.) unterlag der WM-Zweiten Rafaela Silva
© Getty

Weil auch Miryam Roper und Christopher Völk gleich ihren ersten Kampf im olympischen Turnier verloren, nimmt die Pleitenserie der deutschen Judoka ihren Lauf. Alle fünf bislang eingesetzten Kämpfer schieden frühzeitig aus. Nun soll am Dienstag Peking-Olympiasieger Ole Bischof im Mittelgewicht für die Wende sorgen.

"Ich habe zum fünften Mal gegen Silva gekämpft und zum fünften Mal verloren. Die Auslosung war schon echt hart", sagte Roper. Die Leichtgewichtlerin aus Leverkusen stand gegen die körperlich klar überlegene Vizeweltmeisterin Rafaela Silva (Brasilien) in der 57-Kilo-Klasse von Beginn an auf verlorenem Posten, kassierte zunächst eine Verwarnungsstrafe und später noch einen Yuko (großer technischer Vorteil), als Silva einen Technik-Ansatz von Roper konterte.

"Ich musste nach der Bestrafung einfach mehr riskieren. Da passiert das schon mal. Ich bin super enttäuscht, aber es ist großartig, bei den Olympischen Spielen gekämpft zu haben", erklärte Roper.

Völk unterliegt Sainjargal

Christopher Völk zog nach einem Freilos zwar in die zweite Runde der 73-Kilo-Klasse ein, geriet dort aber ähnlich wie seine Teamgefährtin in Nyam-Ochir Sainjargal (Mongolei) an einen Angstgegner.

"Vierter Kampf, vierte Niederlage. Ich wusste, dass ich den Mongolen nicht werfen kann und habe versucht, ihn durch das Provozieren von Strafen in Zugzwang zu bringen", erzählte der Abensberger. Die Taktik klappte zunächst gut.

Der Mongole wurde zweimal bestraft (unsaubere Aktion und Passivität), Völk aber konnte den Vorteil nicht nutzen. "Ich konnte die Konzentration nicht halten, war zu statisch. Darauf hat er nur gewartet."

Bischof als Rettung

Das bislang traurige Bild der deutschen Weißkittel, die in London noch keinen einzigen Kampf durch eigene Würfe und Wertungen zu ihren Gunsten entscheiden konnten, soll nun Ole Bischof korrigieren.

"Er ist in der Lage, Großes zu leisten und auch bereit dazu, seine zweiten Olympischen Spiele erfolgreich abzuschließen. Er gehört nicht nur in seiner Gewichtsklasse zu den besten Judoka der Welt", sagte Olympiasieger Frank Wieneke, der Bischof vor vier Jahren als Trainer zur Goldmedaille geführt hatte.

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