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Olympia

Steffen holt zweites Gold

SID
Olympia, Peking, Schwimmen, Gold, Steffen
© DPA

Peking - Goldfisch Britta Steffen riss sich die Badekappe vom blonden Schopf und grüßte als Doppel-Olympiasiegerin die Welt. Für die Berlinerin war es einfach "der Hammer". 

1/100 Sekunde Vorsprung zum Gold mit Europarekord über 50 Meter Freistil - 11.000 Fans im Wasserwürfel von Peking waren total aus dem Häuschen. Franziska van Almsick freute sich am Beckenrand mit: "Gigantisch, unglaublich." Britta Steffen hatte nur noch eines im Kopf: "Nach Hause und dann in den Urlaub."

Britta Steffen hat die Schwimmwelt in 24,06 Sekunden auf den Kopf gestellt. Und dachte nach zweimal Gold in drei Tagen an Rücktritt. "Ich weiß noch nicht, ob dass das Ende ist", sagte sie.

"Sie ist so clever und abgezockt" 

Cheftrainer Örjan Madsen: "Sie ist so clever und abgezockt geschwommen, das war atemberaubend. Das ist nicht zu toppen." Chef de Mission Michael Vesper war "hin und weg.

Das ist eine fantastische Leistung." Zu mehreren deutschen Goldmedaillen war zuletzt Kristin Otto mit sechsmal Gold 1988 in Seoul geschwommen.

Als Zweite gewann die 41 Jahre alte Amerikanerin Dara Torres in 24,07 Sekunden ihre insgesamt elfte olympische Medaille. Bronze sicherte sich Cate Campbell aus Australien in 24,17 Sekunden.

Stress nach dem Rennen 

Für Steffen ("Es war auch schön, aber es war nicht so schön wie bei den 100 Metern") ging der Stress erst nach dem Rennen richtig los. "Ich muss leider zur Siegerehrung", stellte sie fest. Dopingprobe, Pressekonferenzen, sie war schwer beschäftigt.

Jetzt ist erstmal Urlaub angesagt. Wohin es geht, weiß sie nicht. "Das hat mein Freund gebucht. Ich werde überrascht." Und: "Ich will so bald wie möglich meine Liebsten um mich haben."

Geburtstage stehen an. Doch da ist noch die reizvolle Aufgabe der Fahnenträgerin bei der Schlussfeier zu vergeben: "Das wäre noch etwas."

"Kinderkriegen ist schwerer als Kraul schwimmen" 

Bewunderung empfand Siegerin Steffen für Dara Torres. "Das ist Wahnsinn, wie man in dem Alter so aussehen und so fit sein kann", sagte sie. Ob sie mit 41 auch noch schwimmen will?

 "Nee." Vor dem Finale hatten sie rumgealbert. "Kinderkriegen ist schwerer als 200 Meter Kraul schwimmen", habe ihr Mutter Torres verraten.

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