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Olympia

Ecker verlor "Schnäppchen-Jagd" um Bronze

SID
Ecker, Olympia, Leichtathletik, Stabhochsprung
© Getty

Peking - Die Bronzemedaille im Stabhochsprung gab es 2008 bei den Olympischen Spielen im "Sonderangebot". "Als ich realisiert habe, dass man mit 5,70 Meter Bronze hätte gewinnen können, habe ich mich geärgert", sagte der einstige Sechs-Meter-Springer Danny Ecker.

Er verlor im Finale als Sechster die "Schnäppchen-Jagd". Für den 18-jährigen Raphael Holzdeppe war der achte Rang bei seiner Olympia-Premiere ein Achtungserfolg.

"Mit dem Platz bin ich zufrieden, mit der Höhe nicht", sagte der Abiturient aus Zweibrücken, für den bei 5,60 Meter Ende war.

"Sand im Getriebe" bei Ecker

Olympiasieger wurde der Australier Steve Hooker, der 5,96 Meter übersprang. Silber holte sich der Russe Jewgeni Lukjanenko (5,85) und Denis Jurtschenko (Ukraine).

Er überquerte die 5,70 Meter im ersten Versuch - Ecker gelang dies erst im dritten. "Das ganze Jahr war Sand im Getriebe", klagte der 31 Jahre alte WM-Dritte aus Leverkusen.

Seit Juni laborierte er an einer Achillessehnenverletzung. "Schmerzen hatte ich nicht, aber ich habe hier meinen Rhythmus nicht gefunden und Probleme mit der Koordination gehabt."

Zu wenig Wettkämpfe

Nur bei einem Meeting war er nach den deutschen Meisterschaften am Start gewesen. "Ich habe zu wenige Wettkämpfe gehabt, um die Bewegungen zu automatisieren", sagte der Sohn von Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl.

Schon in der Qualifikation war die Luft schnell dünn geworden: Erst im dritten Versuch meisterte er die notwendigen 5,70 Meter nur um Haaresbreite.

Raphael gar nicht "Deppe"

Mehr begeistert war Danny Ecker von seinem deutschen Mitstreiter. "Der Raphael war eine Sensation. Für mich ist er der Leichtathlet des Jahres", meinte er.

Holzdeppe selbst empfand das im Endkampf nicht so. "Irgendwie hatte ich kein Gefühl für den Wettkampf, mir hat die Höhe gefehlt", meinte der Youngster mit der großen Stabhochsprung-Zukunft selbstkritisch.

Erst Ende Juni hatte Holzdeppe, der von einem Ehepaar in Zweibrücken adoptiert wurde, mit seiner Bestleistung von 5,80 Meter an die Tür zur Weltspitze geklopft.

Lobinger schon in Quali raus

Ausdauervermögen mussten die "Stabis" zwei Tage zuvor im vierstündigen Qualifikations-"Marathon" beweisen. Dabei blieb Routinier Tim Lobinger erstmals seit der EM 1994 in Helsinki bei einer Ausscheidung vorzeitig auf der Strecke.

Mit überquerten 5,55 Meter kann man bei Olympia nichts reißen. "Ich halte dennoch an meinem Ziel fest, bis zu den Olympischen Spielen 2012 weiterzumachen", erklärte der 35 Jahre alte EM-Zweite aus München.

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