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Olympia

Bach bestätigt: Peng verlässt die Olympia-Blase

SID

Der viel beachtete Auftritt der Chinesin Peng Shuai bei den Winterspielen in Peking ist nach wenigen Tagen schon wieder vorbei.

Die New York Times zitierte am Dienstag beim Big-Air-Wettbewerb IOC-Präsident Thomas Bach: "Ich habe sie gesehen, und wir hatten die Gelegenheit zu reden. Jetzt muss sie in Quarantäne, hat sie mir gesagt, weil sie den Closed Loop verlässt." Nach einem Aufenthalt in der Olympia-Blase müssen Chinesen für drei Wochen in Isolation.

Peng hatte am Samstag mit Bach zu Abend gegessen und unter stark kritisierten Umständen der französischen Sportzeitung L'Equipe ein Interview gegeben. Obwohl sie darin die Aufregung um ihre Missbrauchsvorwürfe erneut als ein "großes Missverständnis" darstellte, blieben Zweifel an der Freiheit ihrer Aussagen. Die Tennisspielerinnen-Vereinigung WTA, teilte mit, das Interview der früheren Nummer eins der Doppelweltrangliste "lindert nicht unsere Bedenken".

Es sei zwar "immer schön, sie zu sehen, sei es in einem Interview oder als Zuschauerin bei den Olympischen Spielen", sagte der WTA-Vorsitzende Steve Simon. "Doch, um unsere Ansicht zu wiederholen: Peng Shuai hat einen mutigen Schritt gemacht, indem sie mit dem Vorwurf an die Öffentlichkeit ging, von einem führenden Mitglied der chinesischen Regierung sexuell missbraucht worden zu sein." Die WTA fordert weiter eine Untersuchung der Vorwürfe.

Peng (36) war nach ihrem Weibo-Post vom 2. November, den sie angeblich selbst nach kurzer Zeit löschte, für drei Wochen verschwunden. Später war sie auf inszeniert wirkenden Fotos und Videos zu sehen. Öffentlichkeitswirksam besuchte sie bei den Winterspielen eine Curling-Partie und sah am Dienstag den Sieg der 18-jährigen Eileen Gu (Ski Freestyle), die das dritte Gold in Peking für Gastgeber China gewann.

 

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