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Olympia

IOC eröffnet Disziplinarverfahren gegen Belarus

SID
Thomas Bach ist der Präsident des IOC.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat ein Disziplinarverfahren gegen das NOK aus Belarus eingeleitet. Das erklärte Sprecher Mark Adams am Mittwoch. Das Verfahren folgt auf die "formelle Untersuchung", die das IOC am Tag zuvor angekündigt hatte. Befragt werden sollen Leichtathletik-Coach Juri Moisewitsch und Funktionär Artur Schumak zum Fall der Sprinterin Kristina Timanowskaja.

Die 24-Jährige hatte ihrer Delegation einen Entführungsversuch vorgeworfen. Sie sollte gegen ihren Willen zur Rückreise nach Belarus gezwungen werden, nachdem sie das Trainerteam öffentlich kritisiert hatte. Aus Angst vor Sanktionen in ihrer Heimat wandte sie sich an die Polizei und das IOC und bekam Hilfe von der polnischen Botschaft in Tokio. Mittlerweile befindet sie sich auf dem Weg nach Europa, am Mittwoch flog sie von Tokio aus zunächst nach Wien.

"Das polnische Außenministerium hat schon Kontakt mit mir aufgenommen, und auch der Leichtathletik-Verband hat mir Unterstützung zugesagt. Ich hoffe sehr, dass ich in Polen in Sicherheit sein werde", sagte Timanowskaja der Bild. Ihr Fall hatte einen politischen Skandal ausgelöst. Welche Konsequenzen dem Nationalen Olympischen Komitee aus Belarus drohen, ist noch ungewiss. Athletenverbände hatten den sofortigen Ausschluss noch während der Spiele in Tokio gefordert.

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