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Olympia

Bach fordert internationales Kontrollsystem

SID
DOSB-Präsident Thomas Bach sieht durch die Causa Hoffenheim positive Effekte
© Getty

IOC-Vizepräsident Thomas Bach hat entscheidende Veränderungen im Dopingkontrollsystem gefordert, um die internationale Chancengleichheit zu erhöhen.

"Langfristig wäre meine Vision ein rein internationales Kontrollsystem mit gleichen Bedingungen für alle", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Interview mit der "Sport Bild".

Derzeit gibt es noch zahlreiche Länder ohne Nationale Anti-Doping-Agenturen (NADA) wie Jamaika, die Heimat des dreifachen Sprint-Olympiasiegers Usain Bolt.

NADA unterstützt Bach

In Nationen wie China oder Russland werden Sportler oftmals gewarnt, wenn internationale Kontrolleure einreisen.

Unterstützung findet Bachs Idee bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) in Bonn: "Wir begrüßen, dass alles gemacht wird, was zur internationalen Chancengleichheit führt", erklärte Sprecherin Ulrike Spitz auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid): "Es braucht im Anti-Doping-Kampf das Zusammenspiel von allen Organisationen."

Bach kündigte darüber hinaus Sanktionen für Nationale Olympische Komitees (NOK) an, die bei künftigen Olympischen Spielen ihre Athleten nicht regelmäßig im Dopingkontroll-System an- und abmelden.

Dies hatte bei den Sommerspielen in Peking zu erheblichen Problemen geführt. "Auf meine Initiative hin wird es dazu logistische Hilfe für die Nationalen Olympischen Komitees und die Athleten ebenso geben wie Sanktionen bei Verstößen, auch finanzieller Art", sagte der ehemalige Fechter, der 1976 Mannschafts-Olympiasieger auf Florett geworden war.

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