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Olympia

Hambüchen heiß auf Peking

SID
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© Getty

Tokio/Berlin - Die Stimmung ist glänzend, das Trainingscamp der Superlative in Tokio sorgte für den letzten Adrenalin-Stoß: Fabian Hambüchen ist "heiß" auf Peking.

"Es wird Zeit, dass es endlich losgeht", meinte der Reck-Weltmeister, der sich seit Monaten mit einem Intensiv-Training von 32 Stunden wöchentlich auf die Olympischen Spiele in Peking und das "Unternehmen Gold" am Reck vorbereitet.

Beeindruckt waren Hambüchen und seine Team-Gefährten, die gemeinsam ein neues "Wunder" mit dem Gewinn der Bronzemedaille in der Team-Konkurrenz anstreben, vom National Trainings Camp (NTC) der Japaner inmitten der Hauptstadt. "Das erst im Januar eingeweihte NTC ist eine Trainingsstätte der Superlative", bringt es Cheftrainer Andreas Hirsch auf den Punkt.

Über mehrere Etagen sind zwölf Indoor-Sportarten untergebracht. Bei den Bau- und Investitionskosten von mehreren hundert Millionen US-Dollar seien offensichtlich sämtliche Neuerungen und Wünsche von Experten eingeflossen, meinte Hirsch.

Auf zu neuen Glanztaten im Team

Seine Männer beflügeln diese erstklassigen Bedingungen zu neuen Glanztaten, die gegen die Übermacht aus Asien auch nötig sein werden, um in Peking bestehen zu können.

"Wir sind alle topfit und gut vorbereitet. Aber alles wird viel schwerer als bei der WM in Stuttgart, als wir Bronze gewannen. Wie schwer eine Finalteilnahme wird, zeigt die Tatsache, dass wir an jedem Gerät mit sechs starken Asiaten rechnen müssen - da bleiben also nur noch zwei Plätze für Europäer und Amerikaner. Das wird eine ganz heiße Kiste", schildert Fabian Hambüchen die Ausgangssituation.

Das Gesicht der Spiele

Der 20-jährige "Sportler des Jahres", der am Freitag mit dem kompletten Turn-Team Deutschland nach Peking abhebt, kann in China zum "Gesicht der Spiele" werden. Das zumindest sagt sein Manager Klaus Kärcher.

"Und ich beziehe das nicht nur auf Deutschland, Fabian hat das Zeug, ein internationaler Topstar zu werden", bekräftigte Kärcher. In Peking könnte der nur 1,63 Meter große Hesse am "Königsgerät" nicht nur die seit Andreas Weckers Reck-Sieg in Atlanta anhaltende zwölfjährige Medaillenflaute deutscher Turner bei Olympia beenden, sondern im Mehrkampf sogar Sportgeschichte schreiben: Seit dem Sieg von Alfred Schwarzmann 1936 in Berlin hat 72 Jahre lang kein Deutscher mehr eine Olympia-Medaille im Sechskampf gewonnen.

Gemeinsames Training mit Japanern

Für Fabian und seinen Vater Wolfgang Hambüchen war der Aufenthalt in Japan kein Novum, mehrmals im Jahr nutzen sie die guten Kontakte zu Trainern und Sportler aus dem Land des Team-Olympiasiegers.

"Besonders gefreut haben sich aber alle, als ein guter Bekannter im Hotel Brot und Wurst vorbeibrachte, und sie mal nach heimischer Sitte essen konnten", berichtete Mutter Beate Hambüchen. Aber auch das gemeinsame Training mit den Nippon-Cracks um Ex-Weltmeister Hiroyuki Tomita verschaffte den deutschen Turnern zusätzliche Motivationen.

So war Fabian Hambüchen auch überglücklich, dass der letzte Olympia-Test im NTC erfolgreich über die Bühne ging. "Wichtig war, dass ich auf dem Seitpferd drauf geblieben bin", meinte er mit einem Schmunzeln, nachdem ihn sein "Zittergerät" noch beim Länderkampf in Dessau abgeworfen hatte.

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