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Wintersport

Skispringen: Karl Geiger gewinnt abschließendes Skifliegen in Planica und siegt auch mit DSV-Team

Von SPOX
Karl Geiger sicherte sich die kleine Kristall-Kugel im Skiflug-Weltcup.

Skiflug-Weltmeister Karl Geiger ist beim Weltcup-Finale in Planica mit einem Doppelsieg ein herausragender Saisonabschluss gelungen. Der Oberstdorfer gewann nicht nur das Einzelspringen, sondern triumphierte auf der Letalnica auch mit dem Team.

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Der Oberstdorfer war am Sonntag im letzten Wettbewerb des Winters mit Weiten von 231,0 und 232,5 m nicht zu schlagen und holte damit die kleine Kristallkugel im Skiflug-Weltcup. Bereits am Freitag hatte er das Einzelspringen auf der "Letalnica" gewonnen.

"Es war generell eine super Saison, und wir sind sehr glücklich", sagte Geiger im ZDF. Markus Eisenbichler (447,9 Punkte), der mit einem Anriss des Innenbands leicht gehandicapt sprang, durfte sich als Dritter ebenfalls über einen weiteren Podestplatz freuen. "Ich bin einfach froh, dass es vorbei ist und es so gut gegangen ist", sagte der Bayer: "Es war echt eine bärenstarke Saison von mir, ich bin rundum zufrieden."

Pius Paschke (Kiefersfelden) hatte im ersten Durchgang seine persönliche Bestweite auf 230,0 m verbessert und wurde Elfter, Severin Freund (Rastbüchl) landete auf Rang 25. Constantin Schmid (Oberaudorf) als 27. und Martin Hamann (Aue) direkt dahinter zeigten beim letzten Wettbewerb der Top 30 im Gesamtweltcup eine solide Leistung.

Der Norweger Halvor Egner Granerud, der bereits vor dem Finale in Slowenien als Gesamtweltcupsieger feststand, erlebte im zweiten Durchgang eine Schrecksekunde in der Luft und belegte Rang 16.

Skifliegen: Geiger gewinnt mit DSV-Adlern auch verkürzten Teamwettbewerb

Wenige Stunden zuvor hatte Geiger mit Markus Eisenbichler, Constantin Schmid und Pius Paschke den verkürzten Team-Wettbewerb gewonnen. Die DSV-Adler setzten sich nach einem gewerteten Durchgang mit 819,5 Punkten vor Japan (810,0) und Österreich (788,9) durch und feierten den ersten Sieg in einem Teamfliegen seit 21 Jahren.

Skiflug-Weltmeister Geiger mit einem Flug auf 220,5 m und Eisenbichler bei verkürztem Anlauf mit einer Weite von 235,5 m überzeugten im deutschen Team. Schmid (212,0 m) und Paschke (218,0 m) zeigten solide Sprünge.

Eisenbichler griff sich jedoch bei der Landung an sein lädiertes Knie und schüttelte den Kopf, der Bayer war bereits das ganze Wochenende über mit einem Anriss des Innenbands auf der "Letalnica" gesprungen. Kurz darauf gab der 29-Jährige Entwarnung: "Ich habe den Stich im Knie gemerkt, aber nach den ersten fünf bis zehn Minuten mit Bewegung habe ich gemerkt, dass es gleichbleibend ist wie vorher. Es hindert mich nicht am Springen", sagte Eisenbichler.

Das Teamfliegen war am Samstag nach 21 von 36 Athleten im ersten Durchgang wegen zu starken Windes abgebrochen worden und wurde am Sonntagvormittag nachgeholt. Die DSV-Adler waren zuletzt bei der Heim-WM in Oberstdorf Team-Weltmeister geworden. Den bislang letzten deutschen Erfolg in einem Teamfliegen hatten Sven Hannawald, Martin Schmitt, Michael Uhrmann und Hansjörg Jäkle am 18. März 2000 ebenfalls im slowenischen Planica gefeiert.

Skispringen: 3. Skifliegen in Planica: Der Liveticker zum Nachlesen

Skispringen - 3. Skifliegen: Der aktuelle Stand im 2. Durchgang

RangNameWeite Sprung 1Weite Sprung 2Punkte gesamt
1.Karl Geiger231.0 m232.5 m459.3
2.Ryoyu Kobayashi242.0 m217.0 m452.4
3.Markus Eisenbichler221.0 m230.0 m447.9
4.Domen Prevc233.0 m233.0 m442.5
5.Daniel Huber237.0 m226.0 m438.2

Ryoyu Kobayashi (JPN):

Was für eine Überraschung! Ryoyu Kobayashi war im ersten Durchgang richtig weit hinuntergesegelt, jetzt aber ist er am Absprung viel zu früh dran, lässt früh die Meter liegen und muss bei 217 Metern landen. Die Noten sind solide, aber nicht durchgehend im 19er-Bereich. Kobayashi landet mit 6,9 Punkte Rückstand hinter Geiger auf der zweiten Position!

Karl Geiger (GER):

Markus Eisenbichler steht schon auf dem Podest, kann auch Karl Geiger dort heute Platz nehmen? Ja! Geiger wirft in Richtung Kobayashi noch einmal den Fehdehandschuh aus, brennt die 232,5 Meter in den Hang und nimmt tolle Noten mit. Er ist derzeit Führender und wird jetzt gespannt warten, was Kobayashi noch hinstellt.

Bor Pavlovcic (SLO):

Und auch Bor Pavlovcic wackelt! Nachdem er vorhin richtig weit hinuntergegangen war, muss er nun bei 218 Metern landen und fällt auf Platz fünf zurück. Gut ist die Laune beim slowenischen Team dennoch und zur Belohnung gibt es von den Teamkollegen sogar ein Eis gereicht.

Daniel Huber (AUT):

Daniel Huber schafft es auch nicht, die Spitze hier noch einmal zu gefährden. Nach 237 Metern hat er jetzt in der Luft mehr zu tun und muss seinen Flug bei 226 Metern beenden. Eisenbichler bleibt vor ihm und auch Domen Prevc zieht an ihm vorbei.

Halvor Egner Granerud (NOR):

Halvor Egner Granerud schreit den Frust frei heraus und ärgert sich schon im Flug über seinen Sprung. Ab den ersten Meter hat er zu kämpfen, versucht aber trotzdem voll draufzubleiben. Bei 204 Metern aber bleibt ihm aber nichts anders übrig, als zur Landung zu kommen. Es geht nach hinten zurück. Der Gewinn des Gesamtweltcups dürfte ihn aber darüber hinwegtrösten.

Markus Eisenbichler (GER):

Der deutsche Cheftrainer geht aus Vorsicht für Markus Eisenbichler wieder ein Gate unten. Heißt 228 Meter bräuchte er, damit ihm diese Punkte auch gutgeschrieben werden. Und Eisenbichler bringt die! Der Flug ist von oben bis unten schön anzusehen und nach 230 Metern zieht der DSV-Springer um 5,4 Punkte an Prevc vorbei.

Michael Hayböck (AUT):

Michael Hayböck schlägt den Kopf in Nacken! Der Österreicher hatte sich für den letzten Flug der Saison viel erhofft, vergibt aber einige Meter auf den ersten Metern, als er den Sprung zu steil anstellt. Mit 224 Metern kann er in der Summe dennoch zufrieden sein. Das hätte nach dem Fehler auch noch deutlich früher zur Erde gehen können.

Domen Prevc (SLO):

Das Timing am Absprung passt nicht ganz, danach aber macht Domen Prevc kaum einer etwas vor! Der 21-Jährige legt sich ganz tief zwischen seine Skier, macht eine breite Fläche und lässt sich trotz des Fehlers noch bis auf 233 Meter tragen. Für den perfekt gesetzten Telemark gibt es dreimal die 19.5, womit er souverän die Führung übernimmt.

Robert Johansson (NOR):

Robert Johansson müsste jetzt 229 Meter zeigen, wenn er sich vor Sato halten möchte. Gelingen aber tut dem Wikinger das nicht. Mit 222 Metern geht es für ihn im Finale noch einmal ein paar Plätze nach hinten.

Yukiya Sato (JPN):

Der Spannungsbogen steigt langsam an und nur noch zehn Athleten stehen oben. Aus dieser Gruppe macht Yukiya Sato den Auftakt, der in der Saison ebenfalls noch einmal einen Schritt nach vorne machen konnte. Bei leichtem Rückenwind legt er noch einmal alles rein und stellt die 229 Meter in den Hang hinein. Es geht locker an Forfang vorbei, womit er seinen Platz in den Top Ten halten wird.

Ziga Jelar (SLO):

Ziga Jelar war in seinem ersten Sprung auch richtig weit hinuntergesegelt. Jetzt aber muss auch er schon ein paar Meter früher seinen Flug beenden. 220 Meter werden es für Jelar, für die Haltung nimmt er dreimal die 18.5 mit. Er kommt hinter Paschke auf Platz drei raus.

Pius Paschke (GER):

Die 230 Meter kann Pius Paschke dieses Mal nicht hinbringen, mit 225,5 Metern aber fällt der Saisonausstieg für den 30-Jährigen aber keinesfalls übel aus. Er wird sich mit einem guten Gefühl in die Sommerpause verabschieden könnten.

Johann Andre Forfang (NOR):

Ganz anders fällt die Stimmung bei Johann Andre Forfang aus! Am Absprung kommt er gut weg, danach muss er die beste Position etwas suchen, im Mittelteil aber kommt er gut ins Fliegen und kann noch die 234,5 Meter hinstellen. Forfang übernimmt mit einem souveränen Vorsprung die Führung vor Zyla.

Peter Prevc (SLO)

Frust bei Peter Prevc! Der Routinier im Team der Slowenen hatte sich viel vorgenommen für das Finale in Planica, rausgekommen ist im letzten Sprung aber nur ein Versuch auf 196,5 Meter. Er wird weit zurückgereicht und verlässt mit gesenktem Kopf den Auslauf.

Anze Lanisek (SLO):

Anze Lanisek kann den Angriff in Richtung des Polen nicht setzen. Er kommt zwar pünktlich vom Schanzentisch weg, danach aber hat er noch ein paar Reserven. Nach 223,5 Metern rettet er sich durch einige Pluspunkte für den Wind und eine gute Haltung, Zyla bleibt aber um 0,9 Zähler vorne.

Piotr Zyla (POL):

Piotr Zyla kommt im Auslauf noch einmal zum jubeln! Er legt alles in seinen Sprung hinein, bleibt voll auf den Latten und legt sich mit einer stabilen Haltung auf das Luftpolster. Mit 230,5 Metern bringt er den bisher weitesten Flug in diesem Durchgang runter und übernimmt den Platz in der Leadersbox.

Stefan Kraft (AUT):

218,5 Meter bräuchte Stefan Kraft, um sich jetzt die Spitze im Klassement zu sichern. Gelingen aber tut ihm das knapp nicht. Er bleibt 1,5 Meter unter dieser Marke und kann auch über die Haltung nicht die dicken Punkte herausholen, um sich Stekala zu holen. 3,3 Punkte sind es, die ihm zu Platz eins fehlten.

Dawid Kubacki (POL):

Dawid Kubacki kann seinem jüngeren Teamkollegen nicht von der Spitze verdrängen. Mit 219 und 216 Metern fehlen ihm letztendlich 5,6 Punkte zu Stekala.

Andrzej Stekala (POL):

Erst ist Andrzej Stekala alles andere als glücklich, als es bei 222 Metern schon zur Landung geht. Als die Eins aufleuchtet, ist ihm aber dennoch ein Lachen zu entlocken. In der Summe kann Stekala mit seiner Saison voll und ganz zufrieden sein. Es gab viele gute Wettkämpfe, die der Youngster abliefern konnte.

Kamil Stoch (POL):

Kamil Stoch eröffnet die zweite Gruppe im Finale. Vorhin war es auf 216,5 Meter gegangen, was ist jetzt für den Routinier drin? Nicht viel. Bei leichtem Rückenwind tut sich Stoch schwer seinen Flug nach kleinen Fehlern runterzubringen und landet schon bei 206,5 Metern. Kein Wunder, dass da die Laune alles andere als gut ist.

Philipp Aschenwald (AUT):

Philipp Aschenwald wird seine Saison auch nicht mit einem guten Ergebnis beenden können. Mit 208,5 Metern kann er seine gute Ausgangsposition nicht nutzen und bleibt hinter Nazarov zurück.

Gregor Deschwanden (SUI):

Schade! Gregor Deschwanden hatte die Chance auf die Top 20, mit diesem Sprung aber wird das nicht. Nachdem das Timing am Schanzentisch nicht passt, kann er das in seinem Sprung nicht mehr ausgleichen und muss bei 205,5 Metern zur Landung kommen. Nazarov geht vorbei und auch Sato bleibt vor ihm.

Mikhail Nazarov (RUS):

Mikhail Nazarov indes, darf noch einmal jubeln! Der 26-Jährige kann sich nach 218 Metern in seinem ersten Versuch noch einmal steigern und stellt erst nach 220,5 Metern den Telemark in den Schnee. Um 14 Punkte geht es an Sato vorbei.

Martin Hamann (GER):

So hat sich Martin Hamann den letzten Sprung nicht vorgestellt. Am Schanzentisch ist er viel zu spät an der Reihe und braucht dann lange, bis er die richtiger Flugposition finden kann. Mit 200 Metern büßt der Youngster im DSV-Team noch einmal richtig Punkte ein und fällt auf die vorletzte Position zurück.

Severin Freund (GER):

Severin Freund wird Sato auch nicht von seiner Spitzenposition verdrängen können. Der Sprung ist zwar sauber gesetzt, es fehlt aber noch ein bisschen am Selbstvertrauen, um noch weiter runterzugehen. Freund verabschiedet sich mit 213 Metern und aktuell Platz zwei von der Saison.

Jakub Wolny (POL):

Jakub Wolny kommt oben gut vom Schanzentisch weg, im unteren Teil aber will er zu viel, abreitet gegen die Skier und muss schließlich mit rudernden Armen den Flug abrechnen. Die 216,5 Metern bringt er aber sicher hin, wenn es auch viele Abzüge gibt.

Constantin Schmid (GER):

Constantin Schmid ist leider dann der erste Athlet, der von Keiichi Sato geschnappt wird. Der 21-Jährige springt in etwa in den Bereich, den er auch im ersten Sprung geliefert hatte und das reicht dann am Ende nicht, um sich an Sato vorbeizuschieben. Elf Punkte hat er zum Konkurrent eingebüßt.

Keiichi Sato (JPN):

Keiichi Sato kann diese Marke deutlich überfliegen und nach einem Flug auf 210 Metern im ersten Durchgang, geht es für den 23-Jährigen jetzt bis auf 219 Meter hinunter. Für die Noten nimmt er dreimal die 18.0 mit. Er übernimmt mit großem Vorsprung die Führung und wird jetzt warten müssen, wie viele Plätze es noch vorgeht.

Klemens Muranka (POL):

Die letzte Durchgang in diesem Winter steht an. Den Anfang macht Klemens Muranka aus Luke zwölf mit leichtem Aufwind. Nutzen kann er das aber nicht und mit 189 Metern bleiben ihm die 200 Meter im finalen Flug seiner Saison verwehrt.

Finale ab 11:22 Uhr

Nach einer kleinen Pause in Planica geht es um 11:22 Uhr in den großen Showdown des Winters 2020/2021.

Deschwanden von Platz 22:

Der einzige Schweizer im heutigen Wettkampf wird seinerseits mit Platz 22 ins Finale gehen. Eventuell sind da ja noch die Top 20 möglich?

Huber lauert auf das Podest:

Im österreichischen Team ist ein Podest zum Saisonabschluss auch noch möglich. Daniel Huber lauert auf der vierten Position auf Pavlovcic. Michael Hayböck ist guter Siebter. Stefan Kraft wird den finalen Sprung der Saison 2021 von Rang 17 angehen. Philipp Aschenwald liegt auf Platz 21.

Eisenbichler auf der Sechs:

Aus dem deutschen Team liegt auch Markus Eisenbichler noch in einer guten Ausgangslage für das Finale. Mit 7,3 Punkten Rückstand ist das Podest durchaus noch in Reichweite. Pius Paschke findet sich auf Platz zwölf wieder. Martin Hamann (24.), Severin Freund (25.) und Constantin Schmid (27.) werden im Finale schon früh an der Reihe sein.

Kobayashi mit souveräner Führung:

Bei stabilen Bedingungen ging es für die Athleten heute in Planica über die Schanze und da die Jury vergleichsweise viel Anlauf gab, gab es richtig weite Flüge zu bestaunen. Von allen absetzen konnte sich Ryoyu Kobayashi. Mit 242 Metern nahm er Karl Geiger 10,2 Punkte ab. Dritter ist Bor Pavlovcic, der mit zwei Gates mehr auf 249,5 Meter geflogen war.

Ryoyu Kobayashi (JPN):

Ryoyu Kobayashi aber legt nach! Auch der lässt sich hier nicht lumpen und knallt noch einmal einen richtig weiten Flug in den Schnee von Planica. Das Timing am Tisch passt perfekt und auch in der Luft gibt es keinerlei Bewegungen vom Japanern. Obendrauf dann der perfekte Telemark bei 242 Metern. 10,2 Punkte liegt er von Geiger.

Karl Geiger (GER):

Karl Geiger möchte es noch einmal wissen! Er lässt sich aus dem geringen Gate die Freude am Gate nicht nehmen und es geht bis auf 231 Meter hinunter! Es gibt die souveräne Führung. 8,7 Punkte hatte er Pavlovcic abgenommen.

Markus Eisenbichler (GER):

Die Jury entscheidet sich dazu, jetzt gleich einmal drei Luken weniger Anlauf zu geben. Markus Eisenbichler müsste entsprechend nur 220 Meter runterziehen, damit es für die Führung reicht. Und die bringt er! Mit 221 Metern übernimmt Eisenbichler die Eins im Klassement.

Domen Prevc (SLO):

Domen Prevc möchte ebenfalls zu viel und nimmt sich dadurch auf den ersten, so wichtigen, Metern nach dem Schanzentisch die Geschwindigkeit. Entsprechend groß ist das der Ärger im Auslauf. Er rettet sich immerhin noch auf 233 Meter und hält sich durch guter Noten im Rennen.

Robert Johansson (NOR):

Robert Johansson verhaut seinen Sprung auf den ersten Metern und kann den Fehlern auch durch sein gutes Fluggefühl kaum kompensieren. Nach 232,5 Metern und nur 6,2 Punkten Rückstand ist momentan für das Finale aber noch nichts verloren. Da geht durchaus noch was im Finale.

Daniel Huber (AUT):

Daniel Huber sorgt jetzt dafür, dass die Führung von Granerud dahin ist! Der 28-Jährige brennt die 237 Meter hin und nimmt dreimal die 19.0 für die blitzsaubere Haltung mit. In der Summe macht das 227,5 Punkte, womit er sich 2,7 Zähler vor Granerud setzt.

Yukiya Sato (JPN):

Für Yukiya Sato geht es nach diesem weiten Satz erst einmal ein Gate nach unten. Daraus bleibt er weitenmäßig mit 233 Metern zwar unter Granerud und Hayböck, kann sich durch die Pluspunkte für das Gate aber Platz drei mit nur 4,6 Punkten Rückstand ergattern.

Michael Hayböck (AUT):

Die ersten Tage in Planica begannen gut für Michael Hayböck. Vorhin im Team konnte er sein Potential nicht ganz ausschöpfen. Wie weit zieht er seinen Flug jetzt hinunter? Das Timing am Absprung ist sauber und auch in der Luft mach Hayböck viel richtig! Erst bei 245 Metern kommt die Landung. Die kann er nicht sauber hinstellen, weil er aus einem hohen Luftstand zur Landung kommt, und es gibt einige Abzüge. So bleibt Granerud dann in Führung.

Piotr Zyla (POL):

Zehn Starter stehen im ersten Durchgang noch oben. Den Anfang aus dieser Gruppe macht Piotr Zyla aus Polen. Mit dem ersten Flug am heutigen Tag vorhin im Team war er nicht ganz glücklich. Jetzt wird er ebenfalls nicht ganz zufrieden auf den Versuch schauen. Mit 226,5 Metern kommt er nicht in den Bereich hinein, den er in Planica schon gezeigt hatte.

Jakub Wolny (POL):

Da wird sich Wolny ärgern! Auf den ersten Metern gibt der Pole alles verloren mit einigen Fehlern im Flugsystem. Er steht zu steil über den Latten und das kostet ihm dann richtig Weite. Mit 212 Metern muss er sich vorerst mit Platz 16 abspeisen lassen.

Johann Andre Forfang (NOR):

Johann Andre Forfang kommt auch noch einmal ins Fliegen und kann den derzeit leichten Aufwind dazu nutzen, um einen stabilen und weiten Sprung in den Hang zu stellen. Mit 231 Metern schiebt er sich knapp hinter Paschke auf die vierte Position.

Peter Prevc (SLO):

Vorhin war bei Peter Prevc im Team nicht viel drin, jetzt aber liefert auch er für seine Nation wieder ab und beweist, dass die Slowenen eine Fliegernation sind! Mit 231,5 Metern und guten Noten setzt sich Prevc auf die vierte Position hinter Paschke. In diesem Bereich geht es momentan richtig eng zu.

Ziga Jelar (SLO):

Ziga Jelar kommt aus dem Feiern ebenfalls nicht mehr heraus. Im Auslauf hängt er einen weiteren kleinen Sprung heraus, als er die 234,5 Meter in den Hang stellen kann. Den zweiten Platz ist Paschke damit schon wieder los. Führender bleibt aber Granerud.

Pius Paschke (GER):

Pius Paschke ballt die Faust bei der Ausfahrt und freut sich über eine neue persönliche Bestmarke! Beim 30-Jährigen passte vom Absprung an alles zusammen. Er legt sich auf das Luftpolster und segelt bis auf 230 Meter hinunter. Das reicht aktuell für Platz zwei in der Zwischenwertung. Klasse!

Mikhail Nazarov (RUS):

An Granerud kommt Mikhail Nazarov nicht heran, für ihn persönlich war das aber wieder ein richtig guter Flug, der weiteres Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben geben dürfte. Mit 218 Metern und guten Noten findet er sich in einem Bereich wieder, in dem es im Finaldurchgang noch einmal spannende werden könnte.

Constantin Schmid (GER):

Constantin Schmid konnte den Tag mit dem Sieg im Mannschaftswettkampf beginnen. Jetzt muss er kleinere Brötchen backen. Nach 210,5 Metern ist er alles andere als glücklich und schüttelt frustriert den Kopf. Das kann er eigentlich besser.

Dawid Kubacki (POL):

Dawid Kubacki bleibt das Erfolgserlebnis zum Saisonende derweil verwehrt. Im oberen Teil kämpft er darum, die Drehung hinzubekommen und kommt nicht wirklich in die passende Flugposition hinein. Mit 219 Metern bleibt er am Ende weit hinter dem derzeit Führenden zurück.

Halvor Egner Granerud (NOR):

Halvor Egner Granerud ist noch einmal heiß auf den Sieg! Im Teamwettkampf hatte er den besten Einzelsprung geliefert und auch jetzt geht es für den 24-Jährigen dahin. Bei 239 Metern setzt Graderud den Telemark butterweich hin und nimmt richtig hohe Noten mit. Um 19,4 Punkte zieht er an Lanisek vorbei.

Andrzej Stekala (POL):

Andrzej Stekala blickt auf eine richtig gute Saison zurück und konnte sich im polnischen Team etablieren. Zum Finale geht ihm ein wenig die Luft aus und nicht jeder Sprung geht in einen hohen Weitenbereich hinein. Auch jetzt geht der Sprung nicht richtig auf, wenn er mit 219 Metern dennoch gut dasteht.

Stefan Kraft (AUT):

Stefan Kraft kann sich zum Flug im Teamwettkampf noch einmal steigen, wenn das System in der Summe auch ein wenig verkrampft wirkt. Nach 220,5 Metern aber kann er zufrieden auf Flug Nummer eins blicken. Nur um 4,6 Punkte muss er Lanisek vorbeilassen.

Anze Lanisek (SLO):

Vorhin im Team musste Anze Lanisek zusehen. Jetzt springt er mit Frust im Bauch und zeigt den Trainern, dass er seinen Platz verdient hätte. Obwohl auch er leichten Rückenwind hat, setzt er den Sprung gut an und bringt die 224 Meter hinunter. Mit 8,7 Punkten Vorsprung ist er der neue Führende.

Severin Freund (GER):

Severin Freund wird nach seinem ersten Flug am heutigen Tag indes nicht ganz glücklich sein. Er haut sich im Auslauf mit den Handflächen gegen den Kopf und fällt nach 213 Metern hinter den Teamkollegen zurück.

Kamil Stoch (POL):

Kamil Stoch hatte bisher in Planica kein Erfolgserlebnis und ist entsprechend früh im letzten Wettkampf der Saison an der Reihe. Optimal geht sein Flug auch jetzt nicht durch und insbesondere auf den ersten Metern hat der Routinier noch Reserven. Nach 216,5 Metern gibt es durch gute Noten und leichten Pluspunkten für Rückenwind für den Moment aber zumindest die Führung.

Keiichi Sato (JPN):

Da Marius Lindvik auslässt, ist jetzt Keiichi Sato an der Reihe. Der aber kann nicht ganz vorne eindringen. Mit 210 Metern bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich hinter Hamann auf der vierten Position einzurangieren.

Philipp Aschenwald (AUT):

Was kann Philipp Aschenwald im vorletzten Sprung seiner Saison noch runterbringen. Zuletzt war ja nicht jeder Sprung hier von einer hohen Güte. Jetzt läuft es besser und er kann sich schön auf das Luftpolster legen. 221 Punkte bringen ihm die hauchdünne Führung ein.

Martin Hamann (GER):

Mit Martin Hamann ist der erste deutsche Athlet an der Reihe und auch bei ihm läuft es gar nicht übel! Mit 216,5 Metern geht es auch bei dem 23-Jährigen auf eine ansehnliche Weite, wenn auch er hinter Deschwanden bleibt.

Gregor Deschwanden (SUI):

Gregor Deschwanden zeigt kurz darauf, was wirklich möglich ist! Für ihn geht es zum Abschluss noch einmal auf eine richtig tolle Weite. Bis auf 220 Meter segelt Deschwanden hinunter. Für die Haltung nimmt er gute 18er-Werte mit. Um 27,8 Punkte geht es an Muranka vorbei.

Klemens Muranka (POL):

Es ist angerichtet für den letzten Wettkampf in dieser Saison! Den Anfang macht im Starterfeld der 30 Athleten der Pole Klemens Muranka. Bislang verlief es für ihn in Planica nicht so recht nach Wunsch. Kann er zum Saisonende noch einmal einen schönen Flug auspacken? Nicht ganz. Mit 200,5 Metern geht es nicht in den Bereich, den es braucht, um sich hier weit vorne zu rangieren.

Eisenbichler möchte starten:

Markus Eisenbichler seinerseits hat gerade bekanntgegeben, dass er starten möchte. Das Stechen im Knie sei zwar nach der Landung groß gewesen, hätte dann aber schnell wieder abgenommen und sich auf einem Niveau wie vorher bewegt.

Wer sind die Favoriten?

Die Rolle der großen Favoriten ist auch heute wieder an Ryoyu Kobayashi und Karl Geiger vergeben. Auch Bor Pavlovcic heißt es zu beachten. Vorhin im Team gehörte er zu denen, die einen richtig weiten Sprung hinunterbringen konnten. Auch Halvor Egner Granerud findet sich langsam immer besser auf der Schanze in Planica zurecht.

Deschwanden für die Schweiz:

Für die Schweiz hält beim großen Finale Gregor Deschwanden die Fahne hoch. Der 30-Jährige schloss den Weltcup in dieser Saison als 24. ab.

Viermal Österreich:

Das Team der Österreicher darf den finalen Wettkampf mit vier Startern angehen. Nachdem Aschenwald im Mannschaftswettkampf zusehen musste, darf der ÖSV-Mann durch seine Position im Gesamtweltcup nun wieder ins Geschehen eingreifen. Neben ihm haben Stefan Kraft, Daniel Huber und Michael Hayböck die Starterlaubnis.

Alle DSV-Springer dabei:

Aus dem deutschen Team sind heute alle sechs Starter durch ihre Positionen im Gesamtweltcup startberechtigt. Die größten Möglichkeiten haben zweifelsohne Karl Geiger und Markus Eisenbichler. Für Pius Paschke wäre ein Abschluss unter den Top Ten ein schönes Erlebnis und auch Constantin Schmid, Severin Freund und Martin Hamann wollen sich sicherlich mit guten Sprüngen verabschieden. Ob Eisenbichler nach dem Einzel allerdings auch starten wird, ist fraglich. Der 29-Jährige fasste sich nach einem weiten Sprung im Teamwettkampf direkt ans Knie und schien große Schmerzen zu haben.

Worum geht es noch?

Der Gesamtweltcup ist an Halvor Egner Granerud vergeben und auch Markus Eisenbichler muss um seinen zweiten Platz nicht mehr zittern. Um Platz drei ist das Rennen noch ein wenig offen. Dort könnte Robert Johansson noch an Kamil Stoch vorbeiziehen. Die Chance ist aber relativ klein, denn dafür bräuchte der Norweger einen Sieg und Stoch müsste weit hinten landen. Noch offen ist die kleine Kristallkugel für die Skiflugwertung. Nach zwei Wettkämpfen liegt dort Ryoyu Kobayashi hauchdünn vor Geiger und Eisenbichler. Auch Pavlovcic und Domen Prevc hätten noch theoretische Chancen, dafür müsste aber einiges zusammenpassen. Auch die Spezialwertung Planica 7 für die es ein Extrapreisgeld gibt, ist noch nicht vergeben. Dort führt Geiger vor Kobayashi.

Um 10.30 startet das Einzelspringen

Es dauert nicht lange, dann folgt der letzte Einzelwettkampf der Saison. Um 10:30 Uhr geht der erste Starter darin über die Schanze. Wir sind auch dann live dabei. Bis dann!

Skispringen: Teamwettbewerb im Liveticker zum Nachlesen

Skispringen: Der Endstand im Teambewerb

RangNationPunkte
1.Deutschland613.9
2.Japan595.5
3.Österreich589.5
4.Polen585.3
5.Norwegen575.9
6.Slowenien572.4
7.Russland526.7
8.Finnland495.5
9.Schweiz437.5

Schweiz auf dem letzten Platz:

Die Schweiz dürfte enttäuscht sein. Für die vier Starter war heute nicht viel mehr drin als der letzte Platz und das mit einem deutlichen Rückstand zu der Konkurrenz aus Russland und Finnland. So hat man sich das Saisonfinale sicher nicht vorgestellt. Gleich im Einzel darf dann nur noch Deschwanden starten, da alle anderen im Gesamtweltcup nicht unter den Top 30 liegen.

Österreich auf Platz drei:

Den Tag mit einem Podestplatz beginnt auch die österreichische Mannschaft. Daniel Huber, Markus Schiffner, Stefan Kraft und Michael Hayböck konnten sich um 3,4 Punkte gegenüber den Slowenen durchsetzen und wurden Dritte hinter Deutschland und Japan.

Deutschland segelt zum Sieg

Das deutsche Team beginnt den letzten Tag der Saison mit einem Sieg. Pius Paschke, Constantin Schmid, Markus Eisenbichler und Karl Geiger sammelt gemeinsam 819,5 Punkte in den vier Sprüngen und landen damit 9,5 Zähler vor der japanischen Mannschaft. Ein Fragezeichen steht hinter Eisenbichler. Er fasste sich direkt nach dem Sprung an das verletzte Knie. Hoffentlich hat sich da nicht die Verletzung noch verschlimmert!

Deutschland:

Karl Geiger müsste gerade einmal 215 Meter hinbringen, damit es für den deutschen Sieg reicht. Und diese Marke kann er um 5,5 Meter überfliegen. Deutschland steht mit einem Vorsprung von 9,5 Punkten als Sieger des Teamwettkampfes fest.

Japan:

Ryoyu Kobayashi ist für die Japaner unterwegs. Auf den ersten Metern läuft es solide und auch in der Luft liegt er ordentlich über den Skiern. Nach 226,5 Metern können die Japaner im Auslauf jubeln. Sie stehen auf dem Podest und holen mindestens Platz zwei.

Österreich:

214 Meter müsste Michael Hayböck hinstellen, damit es für die ÖSV-Springer für das Podest reicht. Die bringt er, zufrieden ist Hayböck aber trotzdem nicht, denn er weiß, dass es nach 218,5 Metern schwierig ist, noch einmal den Sieg anzugreifen.

Polen:

Für die Polen wird es heute auch nichts mit dem Podest! Dawid Kubacki kommt nicht ganz in seinen Flug hinein und schafft es gerade einmal, die 200-Meter-Marke geradeso zu überfliegen. Das polnische Team sortiert sich hinter Norwegen auf Platz drei ein. Drei Mannschaften stehen noch oben.

Norwegen:

Norwegen schließt den Teamwettkampf für die Norweger ab. Er kommt ebenfalls locker in einen hohen Weitenbereich, Prevc aber kann er nach 221 Metern nicht unter Druck setzen! Die Norweger müssen sich mit 6,3 Punkten knapp dahinter einrangieren.

Slowenien:

Was können die Slowenen auf der heimischen Schanze im letzten Sprung noch richten? Domen Prevc liefert einen stabilen Flug ab, segelt bis auf 228,5 Meter hinunter und nimmt auch für die Haltung Topwerte mit. Aber reicht das auch, um hier noch einmal die anderen Nationen abzufangen? Das wird sich bei den nächsten Athleten zeigen.

Russland:

Evgeniy Klimov macht sich für die Russen auf. Einige weite Flüge hat er in Planica schon hinstellen können. Wie weit geht es heute für ihn? Er liegt hoch in der Luft, unten geht ihm dann aber die Luft aus und nach 214 Metern wird er nicht ganz glücklich sein. Platz sieben aber hat Russland problemlos gesichert.

Finnland:

Eetu Nousiainen bräuchte jetzt nur 163 Meter, damit sein Team vor den Schweizern bleibt. Die gelingen ihm mit 179 Metern locker, wenn auch er nicht ganz glücklich mit seinem letzten Sprung in dieser Saison geben wird.

Schweiz:

In der letzten Gruppe geht es in der umgekehrten Reihenfolge des aktuellen Klassements von der Schanze. Entsprechend muss Gregor Deschwanden für die Schweiz den Anfang machen. Mit 208,5 Metern geht es für das kleine Team noch einmal über die 200er-Marke, wenn es auch nicht reichen wird, um am letzten Platz noch irgendwas zu ändern.

Norwegen:

Bei Johann Andre Forfang überwiegt nach der Landung ebenfalls der Frust. Nach 212 Metern kann er seine Mannschaft nicht zurück ins Geschäft bringen und es geht mit einen relativ großen Rückstand von 38 Punkten in die letzte Gruppe. Zur Erinnerung: Heute wird es nur einen Durchgang geben. Heißt, die nächste Gruppe bringt bereits die Entscheidung!

Polen:

Jakub Wolny ist als nächster Starter in der Spur, lässt aber für seine Mannschaft nach 214 Metern deutlich liegen. Das Podest aber ist noch möglich, denn um Platz drei sind die Abstände eng.

Deutschland:

Der deutsche Trainer entscheidet sich dafür, Markus Eisenbichler mit einem Gate weniger Anlauf runterzuschicken. Für Eisenbichler geht es dennoch bis auf 235,5 Meter hinunter. Nach der Landung aber geht die Hand direkt ans Knie und das verheißt nichts gutes. Er laboriert ja mit einem Innenband-Anriss und hatte lange überlegt, ob er überhaupt nach Planica reisen soll.

Österreich:

Und auch Stefan Kraft hat Probleme, sein Team vor den Japanern zu halten! Er kommt sehr flach vom Schanzentisch weg, schlecht über den Hang und muss nach 208,5 Metern landen. Bei der Landung gibt es dreimal die 18.0. Wo kommt das ÖSV-Team damit raus? Platz zwei. Sechs Punkte beträgt der Rückstand.

Slowenien:

Ziga Jelar hat es von den Bedingungen ein bisschen besser, kann aber nicht mitgehen und muss schon bei 204,5 Metern seinen Telemark hinstellen. Der fällt ein wenig wackelig aus und so gibt es auch über die Haltung nicht die besten Werte. Slowenien fällt doch deutlich hinter Japan zurück!

Japan:

Yukiya Sato macht am Schanzentisch wieder volle Attacke und zieht seinen Versuch bis auf 229,5 Meter hinunter. Bei der Landung aber hat er Schwierigkeiten und kommt ein wenig in Vorlage. Er rettet es, muss aber ein paar Abzüge hinnehmen. Nun wird Japan gespannt warten, was von den anderen Konkurrenten kommt.

Schweiz:

Simon Ammann hätte sicherlich nichts dagegen, wenn es im letzten Flug der Saison noch einmal weit geht. Denn auch er wird später im Einzelwettkampf nicht mehr starten dürfen. Mit 192,5 Metern ist ihm das allerdings nicht vergönnt und es wird wohl nicht mehr als den letzten Platz für die Schweizer geben.

Russland:

Mikhail Nazarov gehört sicherlich zu den Neuentdeckungen in dieser Saison und hat in dieser Saison schon das eine oder andere gute Ergebnis mitnehmen können. Auch heute macht er seine Sache wieder richtig gut! Mit 217 Metern legt er den Grundstein für den siebten Platz der Russen und baut den Vorsprung zu Finnland auf 31 Punkte aus.

Finnland:

Die dritte Gruppe steht an und eröffnet wird diese einmal mehr von Finnland, für die nun Antti Aalto an der Reihe ist. Er hat einen leichten Aufwind, mit dem er es dann immerhin knapp über die 200 Meter schafft.

Norwegen:

Marius Lindvik hat in Planica seit seinem ersten Flug richtige Schwierigkeiten. Dafür läuft es heute ordentlich. Am Schanzentisch passt das Timing zwar nicht ganz, dafür kommt er aber stabil und symmetrisch durch die erste Flugphase. Nach 198,5 Metern ist aber die Führung dennoch dahin. Norwegen fällt um 18,5 Punkte zurück und liegt in diesem engen Wettkampf nun auf Platz sechs.

Polen:

Andrzej Stekala kommt am Schanzentisch pünktlich weg, dann muss er kurz korrigieren, danach aber läuft der Flug des polnischen Shootingstars richtig gut durch und er lässt sich mit einem schönen V bis auf 222 Meter tragen. Die Noten sind auch gut und er bringt damit auch Polen näher heran.

Deutschland:

Was kann Constantin Schmid jetzt dagegensetzen? Auf den ersten Metern kommt er nicht ganz sauber in seine Flugposition und es wäre noch was mehr dringewesen. Mit 212 Metern aber lässt er keinesfalls aus und bringt Deutschland wieder näher heran. 13 Zähler fehlen zu Österreich. Im Skifliegen ist das Nichts!

Österreich:

Auch die Österreicher haben mit Markus Schiffner einen ihrer schwächeren Athleten in die zweite Gruppe gesetzt. Mit 213 Metern aber zeigt Schiffner, dass er zurecht für das Team nominiert wurde und liefert einen tollen Versuch ab, der reicht, um das Team an der Spitze zu halten. 8,2 Punkte liegt das ÖSV-Quartett aktuell für Slowenien.

Slowenien:

Peter Prevc müsste nach dem starken Sprung des ersten Slowenen jetzt nur 197 Meter bringen, damit es bei der Führung bleibt. Gelingen tut ihm das, aber nach seinem 205 Metern ist dennoch klar, dass Japan in diesem Durchgang einige Punkte aufholen wird.

Japan:

Gestern war Junshiro Kobayashi einer der großen Verlierer, heute läuft es bei stabilen Bedingungen wieder deutlich besser für den älteren der beiden Kobayashi-Brüder. Nach 214 Metern hat das Team weiterhin alle Möglichkeiten, heute auf dem Podium zu landen.

Schweiz:

Auch für Dominik Peter ist es jetzt schon der letzte Sprung in diesem Winter. Dem ist noch anzusehen, dass er so oft noch nicht auf der Flugschanze unterwegs ist. Alles wirkt noch sehr passiv und er kommt nicht viel weiter als 182,5 Meter. Dadurch, dass er den Sprung abrudern musste, gibt es auch in der Haltung einige Abzüge.

Russland:

Denis Kornilov kam bisher nicht Planica auch noch nicht so zurecht. Zu seinem Saisonabschluss aber kann der Russe noch einmal über die magische 200er-Marke segeln und sorgt dafür, dass Russland an Finnland vorbeizieht.

Finnland:

Niko Kytösaho eröffnet die zweite Gruppe, die aus Startgate 13 starten wird. In der Summe sind hier eher schwächere Athleten dabei, weshalb die Jury mehr Anlauf geben möchte. Mit 185 Metern aber lässt er zum Teamkollegen doch deutlich liegen.

Norwegen:

Halvor Egner Granerud macht für die Norweger den Abschluss. Er hat relativ viel Rückenwind, dafür aber macht er seine Sache richtig gut! Am Schanzentisch passt es für ihn viel besser zusammen als noch in den letzten Tagen, wo die Hand immer rausging. Dieses Mal bleibt sie am Körper und so passt die Symmetrie. Mit 229,5 Metern, dreimal der 19.0 und ein paar Pluspunkten für Rückenwind, gehen die Norweger um 0,3 Punkte an Österreich vorbei.

Polen:

Piotr Zyla ist als nächster Starter schon in der Luft und der zeigt, dass der Sprung von Paschke doch gar nicht so übel war. Zyla kommt auch nicht in den Bereich der Besten hinein und nach 213 Metern ordnen sich die polnischen Springer hinter Japan auf der fünften Position ein.

Deutschland:

Anders als Slowenien und Österreich setzt das deutsche Team in der ersten Gruppe nicht seinen Topspringer ein. So wird es spannend, was Pius Paschke nun gegen die Konkurrenz ausrichten kann. Er liegt ein wenig zu steil über den Skiern und kommt nicht in den ganz hohen Weitenbereich. Mit 17,4 Punkten Rückstand ist nach 218 Metern aber noch alles möglich.

Österreich:

Klasse! Daniel Huber geht mit einer Luke weniger Anlauf in seinen Sprung hinein und so ist dann auch der Sprung auf 233,5 Meter richtig viel wert. Es gibt hohe Noten und Österreich kann sich mit einem knappen Vorsprung an die erste Position setzen.

Slowenien:

Slowenien aber zieht so was von nach! Bor Pavlovcic hat schon gezeigt, dass er fliegen kann und auch heute macht dem Youngster niemand etwas vor. Der Absprung ist sauber hingebracht, er geht mit viel Selbstvertrauen raus und knallt die 243 Meter in den Schnee. Und trotz der hohen Weite schiebt er problemlos den Telemark hin.

Japan:

Naoki Nakamura nimmt viele gute Erfahrungen mit auf Planica, auf die er dann in der Vorbereitung auf die nächste Saison aufbauen kann. Der Absprung passt und auch in der Flugphase ist der Mann aus Japan richtig top. Nach 225,5 Metern geht es erst zu Landung. Die Noten sind auch hoch, womit Japan erst einmal in Führung geht.

Schweiz:

Auch für Sandro Hauswirth ist es jetzt schon der erste Flug. Kann er darin noch einmal einen richtig weiten Flug ausklinken? Leider nicht! Nachdem er Mittwoch so weit geflogen war, passt es nicht mehr so ganz zusammen. Nach einem späten Absprung bleibt da gute Fluggefühl aus und er muss bei 179 Metern seine Landung hinstellen.

Russland:

Roman Sergeevich Trofimov kommt in diesen Bereich nicht hinein und für den ersten Starter der Russen heißt es heute schon bei 193,5 Metern die Landung hinbringen. Auch über die Haltung kann er kaum was mitnehmen und so fehlen schon 15,3 Punkte zu Finnland.

Finnland:

Es ist angerichtet und bei einem leichten Aufwind begibt sich Jarkko Määttä in die Anlaufspur. In den letzten Tagen hatte er gute Flüge gezeigt und auch heute läuft es für ihn ordentlich. In die Weiten der Topstarter fliegt er nicht herein, mit 204,5 Metern und einem stabilen System kann er aber voll und ganz zufrieden sein. Da er nicht in den Top 30 des Weltcups ist, war es für ihn gleichzeitig auch der letzte Flug der Saison.

Kuriosität: Stoch als Vorspringer

Im Mannschaftsspringen könnte es übrigens den einen oder anderen bekannten Vorspringer geben. Da direkt nach dem Teamwettkampf der Einzel folgt, hat die FIS den Athleten, die dort starten, aber nicht für das Team nominiert wurden, die Möglichkeit gegeben, jetzt als Vorspringer zu fungieren. So kommen sie nach einem Tag Pause vor dem Einzelwettkampf noch zu einem Testsprung. Genutzt wird das unter anderem von Polens Superstar Kamil Stoch.

Das DSV-Team:

Im deutschen Team wird Pius Paschke heute den Auftakt in den Teamwettkampf geben. Ihm folgt dann an zweiter Stelle Constantin Schmid. Markus Eisenbichler und Karl Geiger folgen dann in der dritten und vierten Gruppe. Beide konnten in Planica schon richtig weite Flüge runterbringen und vielleicht heute noch was rausholen im Kampf um den Sieg.

Die Bedingungen:

Die Sonne scheint heute in Planica nicht. Das werden die Athleten aber wohl verschmerzen können, denn dafür sind die Windbedingungen stabil und es weht aktuell nur ein leichter Wind hinein.

Vor Beginn:

Natürlich ist der schwere Sturz von Daniel-Andre Tarde auch immer noch in den Köpfen aller Springer. Die Sicherheit aller Beteiligten sollte daher besonders groß geschrieben werden.

Vor Beginn:

Hoffen wir, dass das Wetter heute besser mitspielt und alle Springer schnell und sicher von der Schanze gehen können. Das deutsche Team zeigte sich gestern nicht wirklich zufrieden mit dem FIS-Management.

Vor Beginn

In Planica gibt es am letzten Tag der Saison noch einmal volles Programm für die Skispringer. Zunächst wird um 9:00 Uhr der gestern abgesagte Teamwettkampf in einem Durchgang nachgeholt, ehe später dann noch das finale Einzelspringen folgen soll.

Skispringen: Teamwettbewerb und 3. Skifliegen in Planica heute im TV und Livestream

Das ZDF zeigt die heutigen Wettbewerbe live und in voller Länge. Der öffentlich-rechtliche Sender bietet auch einen kostenlosen Livestream seiner Übertragung an.

Auch Eurosport zeigt das heutige Skifliegen live. Der Livestream des Sportsenders ist allerdings kostenpflichtig.

Eine weitere Option bietet Euch DAZN: Über den Eurosport-Channel könnt Ihr den heutigen Wintersport-Wettkampf auch live bei dem Streamingdienst sehen.

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Skispringen: Der Weltcup-Gesamtstand im Überblick

PlatzSpringerNationPunkte
1Halvor Egner GranerudNorwegen1557
2Markus EisenbichlerDeutschland1130
3Kamil StochPolen944
4Robert JohanssonNorwegen855
5Ryoyu KobayashiJapan839
6Piotr ZylaPolen805
7Dawid KubackiPolen773
8Anze LanisekSlowenien757
9Karl GeigerDeutschland726
10Marius LindvikNorwegen612
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