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Wintersport

Ski alpin WM: Riesenslalom der Herren im Liveticker zum Nachlesen

Von SPOX
Alexander Schmid

Der Franzose Mathieu Faivre hat den WM-Riesenslalom der Herren in Cortina d'Ampezzo gewonnen. Silber hat sich Luca De Aliprandini geholt. Bronze geht an Marco Schwarz. Hier könnt Ihr das Rennen im Liveticker nachlesen.

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Ski alpin WM: Riesenslalom der Herren im Liveticker zum Nachlesen

Die Medaillen-Gewinner:

RangNameGesamtDiff.
1.Mathieu Faivre2:37.25
2.Luca De Aliprandini2:37.88+ 0.63
3.Marco Schwarz2:38.12+ 0.87

DSV:

Keinen Grund zum Jubeln hat dagegen der DSV - und das, obwohl Alexander Schmid nach seinem bärenstarken ersten Lauf so aussichtsreich im Rennen um die Medaillen lag! Am Ende ist es nur ein Patzer, der die Träume des DSV zum platzen bringt, darüber tröstet auch Luitz' Steigerung auf Platz 7 nicht hinweg.

ÖSV feiert Schwarz:

Nicht weniger verdient natürlich die Bronze-Medaille von Marco Schwarz. Mit nun sieben Medaillen (4x Gold, 3x Bronze) zählt der ÖSV bislang zu großen Gewinnern dieser Weltmeisterschaft. Damit lässt sich auch der Ausfall von Stefan Brennsteiner verschmerzen, Roland Leitinger wird guter Zehnter

Italien jubelt über Silber:

Nicht nur Faivre strahlt über beide Backen über seinen Triumph, auch das Gastgeberland jubelt. Nach Gold für Marta Bassino beim Parallel-Riesenslalom der Damen holt Luca Aliprandini die nächste Medaille nach Italien, vor allem sein mutiger, fast schon waghalsiger Ritt im oberen Teil des zweiten Durchgangs wird sicher noch länger in Erinnerung bleiben - und wer sein Herz derart in die Hand nimmt, der hat sich Silber auch redlich verdient.

Faivre holt Gold:

Damit hat die WM in Cortina d'Ampezzo die nächste Sensation, nach der durchaus überraschenden Gold-Medaille von Lara Gut gestern beim Riesenslalom der Damen setzt sich bei den Herren Mathieu Faivre gegen die Konkurrenz durch und jubelt über Gold. Im Zielhang kann es der Franzose noch gar nicht fassen, ungläubig schlägt er die Hände über den Kopf zusammen, während Luca de Aliprandini (Silber) und Marco Schwarz (Bronze) zum Gratulieren kommen.

Alexis Pinturault (FRA):

Und nun geht es um Gold, Top-Favorit Alexis Pinturault greift an - und was ist das?! Wahnsinn! Der Franzose rutscht nach sechs Toren auf dem Innenski weg und fliegt ab. Unfassbar!

Luca De Aliprandini (ITA):

Faivre hat seine Medaille damit schon einmal sicher, doch welches Edelmetall holt der Franzose? Luca De Aliprandini ist bekannt für seinen mutigen Fahrstil, aber oben ist das ein wenig zu wild, zwei, drei kleine Patzer kosten schon über eine halbe Sekunde, kann er das unten noch wegzaubern? Nein, die Bestzeit attackiert er nicht, er kämpft gegen Schwarz um den Platz am Podest - und schiebt sich knapp vor den Österreicher!

Alexander Schmid (GER):

Was macht Schmidi? Auch er attackiert oben, kurzer Wackler, aber nur drei Hundertstel verloren, da muss er jetzt auf Zug bleiben - aber Nein! Dem DSV-Ass reißt es den Außenski weg, was für ein bitterer Ausfall für Alexander Schmid.

Mathieu Faivre (FRA):

Und jetzt zählts, wer holt sich die Plaketten? Faivre beginnt auf Zug, riskiert schon oben, dosiert aber clever bei den Schwüngen. Über die Traverse kommt er kurz von der Linie ab, das kostet zwei, drei Zentel. Aber unten gibt er den Ski wieder frei, das sieht klasse aus! Und seine 2:37.25 gilt es jetzt erst einmal zu schlagen für die drei Athleten, die nun noch oben stehen.

Loic Meillard (SUI):

Der Schweizer kann seine Medaillenhoffnungen schon früh begraben, gleich oben im Steilhang verliert er ein paar Mal die Kontrolle und damit viel Zeit. Ein durchwachsener Tag für das Swiss-Team - auch Meillard hat auf Platz drei keine Podesthoffnungen mehr.

Marco Schwarz (AUT):

Und der hat im Riesenslalom eigentlich gar keinen Druck: nicht seine Lieblingsdisziplin, außerdem hat er bereits die Goldmedaille in der Kombination gewonnen. "Blacky" fährt befreit auf und baut seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als eine Sekunde aus. Im Ziel sind es noch sieben Zehntel, für was reicht diese Fahrt?

Stefan Brennsteiner (AUT):

Zwei Eisen im Feuer haben die Österreicher noch, beide starten nun direkt hintereinander. Für den ersten von ihnen ist das Rennen aber schnell beendet: Bei einer Rechtskurve sieht man deutlich, dass er mit dem Rippen auf der Piste zu kämpfen hat und die Kontrolle verliert. Brennsteiner verhindert den Sturz, aber scheidet aus, jetzt liegt es an Marco Schwarz für den ÖSV!

Zan Kranjec (SLO):

Die Top 8! Der Slowene Kranjec kann auf jeden Fall noch besser fahren als im ersten Durchgang. Und das zeigt er, indem er wenig Rutschphasen hat und den Ski größtenteils auf Zug hält. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Führung - mit dem glücklichen Ende für Zubcic!

River Radamus (USA):

Der in Führung liegende Kroate ist also nach Zampa der nächste Technik-Spezialist, der einige Plätze gutmachen könnte. River Radamus kann seine gute Leistung aus dem ersten Lauf nicht wiederholen und fährt mit eine der schwächsten Laufzeiten des zweiteN Durchgangs auf Platz sechs.

Stefan Luitz (GER):

Und so muss Luitz die Bestzeit von Zubcic statt die von Zampa angreifen. Oben ist sein Lauf solide, wenngleich er ein paar Hundertstel bei kleinen technischen Fehlern verliert. Bei einem Übergang baut er dann einen weiteren Fehler ein und landet so vier Zehntel hinter dem Kroaten.

Filip Zubcic (CRO):

Es kann weitergehen! Für die Athleten, die oben stehen, ist das eine komplizierte Situation, wenn der Vorläufer stürzt. Zubcic beginnt dennoch mit voller Attacke und kann, obwohl er im Steilhang kurz wegrutscht, seine Führung im Laufe des Rennens ausbauen. Im Flachen unten verliert der Kroate zwar noch ein paar Zehntel, doch diese Fahrt reicht locker für die Führung.

Kurze Unterbrechung:

Zunächst muss Favrot aus dem Fangnetz befreit werden, zudem müssen die Fangnetze wieder aufgebaut werden - es gibt also eine kleine Pause.

Roland Leitinger (AUT):

Leitinger möchte angreifen und baut zur ersten Zwischenzeit seinen Vorsprung aus. Er macht sich in den Kurven immer sehr klein, baut sehr viel Hoch- und Tiefbewegung in seine Bewegungen ein. Zu viel? Ja, er wird unruhig und bleibt hinter Kristoffersen und Zampa zurück.

Riccardo Tonetti (ITA):

Vor allem den Steilhang war der führende Slowake super gefahren. Bei der Heim-WM verpasst Tonetti es, einen großen Sprung nach vorne zu machen und reiht sich auf Platz drei ein.

Henrik Kristoffersen (NOR):

Es bestätigt sich also: Nach zuvor drei ausgeschiedenen Läufern hat Torsti keine Chance auf die Führung, Zampa hat eine richtig gute Fahrt hingelegt, die jetzt aber auf Herz und Nieren geprüft wird. Denn der Titelverteidiger Kristoffersen macht sich mit acht Zehntel auf den Weg. Selbst der Norweger kann Zampa seine Führung nicht streitig machen, fünf Hundertstel fehlen dem Norweger, der im Riesenslalom diese Saison enttäuscht.

Samu Torsti (FIN):

Der Überraschungsmann des ersten Durchgangs war Samu Torsti, der phänomenal auf Platz 16 vorfuhr. Zwar ist der Finne der Erste seit Adam Zampa, der auch im Ziel ankommt, die Führung angreifen kann er aber nicht. Die nächste starke Fahrt bleibt aus.

Mattias Rönngren (SWE):

Solheim war der erste von nun vier in Folge kommenden Skandinaviern, der Nächste: Mattias Rönngren. Gut ist der Schwede unterwegs, bevor er als dritter Sportler in Folge wegrutscht. Und wie könnte es anders sein: Mit zu viel Innenlage verliert er den Druck auf dem Außenski und damit die Kontrolle und verpasst das nächste Tor.

Fabian Wilkens Solheim (NOR):

Dem Italiener ist bei dem Sturz übrigens nichts Schwerwiegendes passiert. Nach einer kurzen Unterbrechung geht es mit Solheim weiter, doch auch er legt sich zu weit nach innen und rutscht weg. Der nächste Athlet scheidet aus.

Giovanni Borsotti (ITA):

Im Steilhang rutscht der Norweger über den Innenski weg und kann sich nicht mehr halten. So sieht man erstmal, wie steil es dort wirklich ist. Erst im Fangnetz wird Borsotti aufgehalten.

Adam Zampa (SVK):

Noch keine Aufholjagd angezettelt, macht Zampa das besser? Ja, der zweite der slowakischen Geschwister fährt sehr stark. Zeitgleich mit dem führenden Franzosen hatte er sich aus dem Starthäuschen katapultiert, er baut einen Vorsprung von mehr als einer Sekunde aus - sehr gut!

Victor Muffat Jeandet (FRA):

Noch bleiben die starken Läufe aus, noch kein Fahrer konnte hier auf ganzer Linie überzeugen. So sind große Aufholjagden momentan noch nicht zu erwarten. Muffat Jeandet - der erste etwas größere Name schafft es zwar, die Führung zu übernehmen, aber ist nicht zufrieden.

Krystof Kryzl (CZE):

Kryzl ist im Slalom stärker einzuschätzen, zeigte heute aber auch gute Leistungen im ersten Lauf. Der Tscheche wird nach einem schwachen Lauf auf Platz fünf durchgereicht.

Giovanni Franzoni (ITA):

Denn Hadalins Fahrt war nicht fehlerfrei. Hier ist also noch weit mehr drin als die bisherigen Bestzeiten. Selbst Franzoni scheint im Zielraum nicht zufrieden zu sein, obwohl er die Führung übernimmt. Von seinem Vorsprung hat er knapp vier Zehntel ins Ziel retten können.

Leif Kristian Nestvold-Haugen (NOR):

Die Laufzeiten sind übrigens bei allen Fahrern bislang schneller als im ersten Durchgang. Das hat zwei Gründe. Erstens ist der Lauf rhythmischer und schneller gesetzt, zweitens sind die Bedingungen jetzt tatsächlich etwas besser. Der Norweger Nestvold-Haugen enttäuschte im ersten Lauf auf ganzer Linie und auch der zweite Lauf ist nicht optimal. Die eine Sekunde Vorsprung verliert er genau und ist so zeitgleich im Ziel mit Hadalin.

Andreas Zampa (SVK):

Lange duelliert sich Zampa mit der Bestzeit von Hadalin, doch kurz vor der Einfahrt ins untere Flachstück macht er einen groben Fehler, der es ihm nicht mehr ermöglicht, die Führung anzugreifen.

Seigo Kato (JPN):

Hadalin muss das erste Mal um seine Führung bangen, der Japaner Kato macht seine Aufgabe richtig gut. Es wird ganz knapp, als er über die Ziellinie fährt - zwei Sekunden bleibt der Japaner aber hinter dem Slowenen.

Albert Ortega (ESP):

Die Zeiten kommen dichter an Hadalin heran: Den Spanier Ortega aus den Pyrenäen trennen etwa zwei Sekunden von dem führenden Slowenen.

Tiziano Gravier (ARG):

Gerade mal 18 Jahre alt ist der Argentinier und überraschte hier auf der ganz großen Bühne. Sein zweiter Lauf ist ebenfalls sehr ordentlich, wenngleich er drei Sekunden Rückstand auf Hadalin hat.

Stefan Hadalin (SLO):

Wenn hier alles normal zugeht, dann wird Hadalin sich jetzt mit recht großem Abstand nach vorne setzen. Denn Drukaraov gehört nicht zu den Topfahrern. Der Slowene bringt mit einer nicht einwandfreien Fahrt mehr als vier Sekunden Vorsprung mit in den Zielraum.

Andrej Drukaraov (LTU):

Es geht los mit einem litauischen Athleten: Andrej Drukaraov. Bei etwas wärmeren Temperaturen in der Mittagssonne werden die eisigen Abschnitten wohl etwas griffiger als im ersten Lauf. Drukaraov setzt die erste Richtzeit.

Wer kommt mit den Bedingungen zurecht?:

Gesetzt hat den zweiten Lauf ein Schweizer Trainer. Bei einem recht steilen Hang (bis zu 55% Gefälle) wird es vor allem wichtig sein, die Bodenwellen flüssig zu fahren und sich auf die unterschiedlichen Bedingungen einzustellen. Denn das war vor allem im ersten Lauf aufgefallen: Zwischen Eisplatten und Frühlingsschnee ist von oben bis unten alles dabei.

Alle Athleten dürfen starten:

Gestartet wird in umgekehrter Reihenfolge, also von Platz 30 absteigend zu Platz eins. Obwohl nach dem zweiten Lauf von Pinturault der Sieger feststehen dürfte, geht es anders als im Weltcup weiter: Auch die Athleten, die nicht in die Top 30 fuhren, dürfen im zweiten Durchgang starten und werden den Kampf um die hohen Plätze weiter austragen.

Zweiter Durchgang wird von Litauen eröffnet:

Der litauische Andrej Drukaraov wird in zehn Minuten den zweiten Durchgang starten. Dann beginnt die Medaillenjagd, vorne mit dabei: der Deutsche Alex Schmid!

Arif Mohd Khan (IND):

Der 100. Läufer ist im Ziel, damit der erste Durchgang beendet. Es gab keine Überraschung mehr, die größte wohl noch der Spanier Albert Ortega, der auf Platz 27 vorfuhr und der Argentinier Tiziano Gravier, der mit Startnummer 65 auf Platz 28 fuhr. Um 13:30 Uhr geht es mit dem zweiten Durchgang weiter, bis dann!

Alexandru Stefanescu (ROU):

Zur Orientierung: Mit Startnummer 83 kommt Stefanescu im Ziel an, er hat fast 14 Sekunden länger gebraucht als Pinturault. Gleich nach ihm starten der Kolumbianer Michael Poettoz und der Nordmazedonier Viktor Petkov - Nationenvielfalt beim heutigen WM-Wettbewerb!

Kann einer Pinturault die Stirn bieten?:

Darauf kommt es an im zweiten Durchgang. Einer, der dazu in der Lage gewesen wäre, war der Startläufer Marco Odermatt, der jedoch ausschied. Filip Zubcic, Zan Kranjec oder Henrik Kristoffersen enttäuschten ebenfalls. So müssen es andere versuchen, allen voran der Zweite De Alpirandini. Der Italiener blieb nur vier Zehntel von dem führenden Franzosen entfernt. Was bietet der zweite Durchgang noch?

Alex Schmid mit Medaillenhoffnungen:

Wartet für den DSV bereits das fünfte Edelmetall der Titelkämpfe? Momentan ist Schmid nach einer vor allem im Steilen starken Fahrttatsächlich auf Medaillenkurs, auf dem dritten Rang muss er aber ebenso gut den zweiten Lauf bewältigen. Ein Vorteil für ihn: Der Vorsprung nach hinten ist komfortabel, Faivre als Vierter ist sehr dicht an ihm dran, doch dahinter offenbart sich eine große Lücke. Eine Medaille im Riesenslalom wäre für den DSV die nächste Überraschung! Stefan Luitz ist von dem Kampf um die Medaillen noch recht weit entfernt: Auf Platz zehn hat er etwas mehr als zwei Sekunden Rückstand auf Pinturault.

Schwarz und Brennsteiner in Lauerstellung:

Etwas zufriedener dürften die ÖSV-Trainer sein. Zwar ist kein Österreicher in naher Schlagdistanz, Schwarz und Brennsteiner lauern aber immerhin auf Platz sechs und sieben. Roland Leitinger verweilt ein paar weitere Zehntel hinter ihnen auf dem zwölften Rang. Sehr wild unterwegs Manuel Feller - typisch für ihn. Heute war das nicht das richtige Rezept, er schied aus.

Meillard stark bei drei Schweizer Ausfällen:

Während momentan viele Athleten ausscheiden (unter ihnen z.B. der Kanadier James Crawford), ziehen wir schon einmal ein Fazit für das Swiss-Team. Und das fällt negativ aus, denn die Eidgenossen hatten sich den WM-Riesenslalom gewiss anders vorgestellt. In einem eigentlich sehr starken Team schieden gleich drei der vier Athleten aus: Odermatt und Caviezel hatten zu viel Innenlage, Murisier zeigte schon vor dem Ausscheiden eine komplett verkorkste Fahrt. Nur Meillard hält die Schweizer Flagge weiterhin hoch und ist als Fünfter immerhin vorne mit dabei, auch wenn sein Rückstand auf die Medaillenränge sehr groß ist.

Mit Andreas Zampa besten 30 im Ziel:

Wie gewohnt bleiben wir am Geschehen und melden uns, sobald es Überraschungen wie die gute Fahrt von Torsti oder andere spannenden Entwicklungen gibt. 100 Fahrer aus aller Herren Länder sind heute von der Partie, unter anderem sind Athleten aus Israel, Marokko und dem Iran am Start - ungewöhnlich im Wintersport.

Samu Torsti (FIN):

Eine überraschend gute Fahrt legt der Finne hier aufs Parkett, nur ein paar Hundertstel ist er von dem großen Namen Kristoffersen entfernt.

Alexis Pinturault wird Gejagter sein:

Im zweiten Durchgang ist der Top-Favorit aus Frankreich der zu jagende Athlet. Seine Bestzeit wirkte zunächst wie aus einer anderen Welt, denn einige Riesenslalom-Spezialisten aus dem Favoritenkreis blieben zwei Sekunden hinter seiner Bestzeit zurück. So mussten es andere richten: Faivre, De Alpirandini und - aus deutscher Sicht erfreulich - auch Alex Schmid sind Pinturaults ärgste Verfolger, vier bis sechs Zehntel Rückstand müssen sie im zweiten Durchgang aufholen. Danach eine große Lücke: Das Trio hinter Pinturault hat ein ordentliches Polster, der Fünftplatzierte Meillard hat schon mehr als sechs Zehntel Rückstand auf sie - und ganze 1,25 Sekunden auf den führenden Franzosen.

Andreas Zampa (SVK):

Der Zweite der Zampa-Brüder ist unterwegs und kann ähnlich wie sein etwas stärkerer Bruder nicht überzeugen. Nur den Slowenen Hadalin lässt er im Tableau hinter sich.

Mattias Rönngren (SWE):

Der Schwede ist für seine Verhältnisse durchschnittlich unterwegs und reiht sich auf dem 16. Platz ein.

Stefan Hadalin (SLO):

Ein Fehler auf einer Eisplatte bringt viel Rückstand mit sich. Schade, denn sonst wäre das keine so schlechte Fahrt des Slowenen gewesen.

Aleksander Andrienko (RUS):

Andrienko scheidet im Mittelteil aus.

River Radamus (USA):

Auch das US-Team hat mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen: Radamus kann diese aber gut begleichen und kann immerhin Platz neun erreichen.

Fabian Wilkens Solheim (NOR):

Das norwegische Team leidet unter den Verletzungen der Favoriten Braathen und Kilde. So müssen andere in die Bresche springen, Solheim hat auf jeden Fall das Zeig dazu, das hat er schon gezeigt. Heute ist jedoch nur Platz 15 drin - direkt hinter seinem Landsmann Kristoffersen.

Riccardo Tonetti (ITA):

Etwas mehr als zwei Sekunden trennen Tonetti von der Führung, eine dennoch fehlerfreie Fahrt bringt er ins Ziel.

Trevor Philp (CAN):

Wird das eine Fahrt in die Top Ten für Philp? Lange ist er gut unterwegs, doch dann ergeht es ihm wie seinem Landsmann Erik Read: Er scheidet aus. In Rücklage hebt es ihn aus einer Bodenwelle, er fängt sich, kann aber das nächste Tor nicht mehr erreichen.

Stefan Brennsteiner (AUT):

Ähnlich wie Stefan Luitz holt der ÖSV-Athlet erst unten auf und reiht sich so knapp hinter seinem Teamkollegen Schwarz ein - zufriedenstellend für Brennsteiner!

Giovanni Borsotti (ITA):

Keine gute Vorstellung des Italieners - Platz 13 im Ziel!

Stefan Luitz (GER):

Nun zählt es für den zweiten Deutschen. Luitz kann nach der Bronzemedaille im Teamwettbewerb mit breiter Brust antreten. Aus einer Verletzung kommend ist er am Start. Im Steilhang fährt er zu hart und lässt den Ski nicht wirklich laufen. Den großen Rückstand schon bei der zweiten Zwischenzeit kann er im Flachen unten etwa beibehalten - ihn trennen etwa zwei Sekunden von Pinturault!

Adam Zampa (SVK):

Ausgefahrener wird die Piste mittlerweile, mehr Spurrillen sind zu erkennen. Zampa kommt damit vor allem im Steilhang nicht gut zurecht und fällt weit zurück.

Thibaut Favrot (FRA):

Das französische Team kann bislang überzeugen, zieht Favrot nach? Naja, sein Rückstand im Ziel ist mit zwei Sekunden schon recht groß, zeitgleich mit Leitinger rangiert er Stand jetzt auf Platz neun.

Manuel Feller (AUT):

Typisch Feller! Der Österreicher ist wie so oft am Limit unterwegs, das muss er in seiner schwächeren Technik-Disziplin auch sein. Heute wird es ihm nach soliden Zwischenzeiten zum Verhängnis: Er verpasst einen Linksschwung und scheidet aus.

Marco Schwarz (AUT):

Zudem ist die Strecke des heutigen Riesenslaloms recht lang, es kann sich also recht viel Rückstand aufbauen. Marco Schwarz ist der große Favorit für den Slalom am Sonntag, im Riesenslalom ist "Blacky" nicht so stark. Mit 1,56 Sekunden Rückstand darf er aber vollkommen zufrieden sein.

Erik Read (CAN):

Das gleiche Schicksal erwischt den Kanadier: Read scheidet im eisigen Mittelteil aus. Das ist eine große Schwierigkeit des heutigen Wettbewerbs, sehr unterschiedlich sind die Passagen - auch die Schneebedingungen sind oben ganz anders als unten.

Gino Caviezel (SUI):

Der dritte Schweizer scheidet aus! Bei den Eidgenossen ist der Wurm drin: Nach Odermatt und Murisier wird auch Caviezel nicht den zweiten Durchgang bestreiten dürfen. Im etwas eisigeren Mittelteil macht er einen ähnlichen Fehler wie sein Teamkollege Odermatt - zu viel Druck auf dem Innenski, sodass er wegrutscht. Nur noch Meillard ist für das Swiss-Team am Start.

Roland Leitinger (AUT):

Der erste Österreicher schickt sich an, den Führenden zu attackieren. Doch Leitinger kann sich dieses Vorhaben sehr früh abschminken, durchwachsen ist seine Vorstellung und bringt ihn auf den achten Platz.

Luca De Aliprandini (ITA):

Hier ist doch noch was möglich! Das müssen aber die nicht ganz so favorisierten Läufer zeigen. Erst Favire, dann Schmid und nun De Aliprandini schaffen es, Pinturault auf die Pelle zu rücken. Der Italiener fährt noch besser als seine Vorgänger und schiebt sich vor beide auf Platz zwei.

Justin Murisier (SUI):

Ein Horror-Tag für die Swiss-Boys bislang! Odermatt schied als Startläufer aus, Murisier macht es ihm mit Startnummer elf nach. Oben katapultiert er sich mit einem groben Fehler schon aus dem Top-Feld, später scheidet er dann aus.

Alexander Schmid (GER):

Schmid greift volle Kanne an, das sieht man bereits bei den ersten Schwüngen. Auf Angriff fährt er im Steilhang und es läuft richtig gut. Das merkt er wohl und pusht ihn noch weiter, im Mittelteil verliert er kaum Zeit. Eine sehr starke Fahrt bringt Schmid auf Platz zwei!

Mathieu Faivre (FRA):

Doppelführung für Frankreich! Faivre ist sehr stark unterwegs und kann sich ab dem Mittelteil sogar noch steigern. Unten verliert er keine Zeit mehr auf Pinturault und reiht sich "nur" sechs Zehntel hinter dem Führenden ein.

Victor Muffat Jeandet (FRA):

Sein Trainer hat den Lauf gesetzt, kann er das ausnutzen? Nein, oben will der Franzose zu viel und ist sehr unruhig im Oberkörper, unten baut sich noch mehr Rückstand auf.

Loic Meillard (SUI):

Mit 1,25 Sekunden Rückstand kommt der Schweizer noch am nächsten an den führenden Franzosen heran. Richtig gut ist der Schweizer unterwegs und baut kaum Fehler ein, die Bestzeit von Pinturault ist kaum zu erreichen.

Leif Kristian Nestvold-Haugen (NOR):

Mehr als vier Sekunden Rückstand im Ziel bei den favorisierten Läufern - das gibt es ganz selten. Nestvold-Haugen baut ein paar Fehler ein, die ihm diesen großen Rückstand einhandeln.

Zan Kranjec (SLO):

Kopfschüttelnd kommt der Slowene in den Zielraum, doch so schlecht war seine Fahrt gar nicht. Kranjec sieht aber zunächst den Rückstand im Ziel von fast zwei Sekunden - da ist man natürlich nicht zufrieden. Eine solide Fahrt ohne Fehler - das bedeutet Platz zwei!

Alexis Pinturault (FRA):

Wahnsinn! Pinturault scheint schon im ersten Durchgang kaum zu besiegen sein. Mehr als zwei Sekunden Vorsprung leuchten im Ziel auf - und das auf zwei Spitzenathleten wie Kristoffersen und Zubcic! Im Steilhang ist der Franzose nah an den Toren und fährt nicht nur eine gute Linie, sondern auch technisch stark. Nur im Flachstück ganz unten verliert er ein wenig Zeit, doch das ist zu vernachlässigen. Unglaublich!

Henrik Kristoffersen (NOR):

So ist es! Kristoffersen ist diese Stelle besser gefahren, doch ist in den anderen Abschnitten langsamer unterwegs als der Kroate. So kann er mit zwei Zehntel Rückstand nicht die Führung übernehmen.

Filip Zubcic (CRO):

Besser als sein favorisierter Konkurrent möchte es der Kroate machen. Im Steilhang ist er gut unterwegs, bei der gleichen Stelle wie Odermatt hat er seine Probleme. Sonst war das eine solide Fahrt von Zubcic, doch der Fehler im Mittelteil könnte ihm etwas gekostet haben.

Marco Odermatt (SUI):

Der erst 23-Jährige gilt als große Zukunftshoffnung der Schweizer. Er beginnt stark, ist im Steilen gut im Rhythmus und bleibt trotz der Steilheit gut auf Zug. Eine Bodenwelle weiter unten erwischt er nicht gut, und rutscht in Innenlage aus. Noch kann er korrigieren, doch das zweite Tor danach verpasst er - ein großer Favorit scheidet bereits aus!

Start:

Mit ordentlich Feuer geht es direkt los: Marco Odermatt eröffnet die Medaillenjagd, auf geht's!

Vor Beginn:

Als Weltcupführender im Riesenslalom geht der Franzose als Favorit in das heutige WM-Rennen. In der alpinen Kombination wurde er seiner absoluten Favoritenrolle nicht gerecht, nur vier Hundertstel fehlten ihm auf den Sieger Marco Schwarz. Heute ist die Konkurrenz näher an ihm dran, ein Sieg also für ihn noch schwieriger! Sein Ziel sollte also heute die Goldmedaille sein. Der Kroate Filip Zubcic ist ebenfalls ein heißer Podestkandidat. Weitere Favoriten sind leider verletzungsbedingt heute nicht dabei: Tommy Ford, Lucas Braathen und Aleksander Aamodt Kilde fallen alle aus.

Vor Beginn:

Eine starke WM zeigt auch das deutsche Team bislang. Das von einigen als zu ambitioniert verschriene Ziel von zwei Medaillen wurde schon in den ersten Tagen überschritten, bei den Speed-Spezialisten liefen die Wettbewerbe optimal. Nach den drei Speed-Silbermedaillen waren die Hoffnungen in der alpinen Kombination und den Parallel-Wettbewerben nicht ganz so groß. Alex Schmid verpasste die vierte Medaille beim Parallel-Wettbewerb der Männer knapp, in der Teamwertung konnte er mit seinen Kollegen den unglücklichen vierten Platz aber verhindern, im kleinen Finale waren die DSV-Athleten überraschend besser als die Schweizer Favoriten. Mit einer Bronzemedaille im Gepäck können Luitz, der aus einer Verletzungspause zurückkam, und Schmid also befreit auffahren. Eine Medaille wäre eine Überraschung.

Vor Beginn:

Die stärkste Nation der bisherigen WM ist die Schweiz, obwohl sie aufgrund weniger Goldmedaillen im Medaillenspiegel noch hinter dem ÖSV liegen. Mit insgesamt neun Medaillen - davon drei goldene, eine silberne und fünf bronzene - dominiert das Swiss-Team bislang die Weltmeisterschaft. Und auch heute malen sie sich beste Chancen auf das nächste Edelmetall aus: Mit Marco Odermatt und Loic Meillard gehören zwei Eidgenossen zu den Top-Favoriten, auch Justin Murisier und Gino Caviezel fahren eine solide Saison. Alle vier Schweizer sind in der Weltcup-Disziplinenwertung momentan vor dem stärksten ÖSV-Athleten zu finden - allein das sagt schon einiges aus über die Stärke des Schweizer Teams. Gibt es heute die nächste Medaille und wenn ja, welche?

Vor Beginn:

Den ersten Platz im Medaillenspiegel könnten die Österreicher heute an die Schweizer verlieren, mit vier Goldmedaillen steht der ÖSV noch an der Spitze der Nationenwertung. Dass heute eine weitere Medaille in gold dazu kommt, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Keiner der Favoriten startet unter der rot-weiß-roten Flagge. Das ÖSV-Team hat nur Außenseiter-Chancen: Roland Leitinger und Stefan Brennsteiner gehören zur erweiterten Weltspitze. Manuel Feller und Marco Schwarz sind Slalom-Spezialisten und gehören zu den Favoriten am Sonntag, im Riesenslalom sind sie nicht ganz so stark. Es bräuchte für alle vier einen überdurchschnittlich starken Auftritt. Erleben wir eine ÖSV-Überraschung heute?

Vor Beginn:

Für die Herren ist es zudem das vorletzte Rennen bei der WM. Am Sonntag ist nach dem Slalom der Medaillenkampf dann offiziell zu Ende.

Vor Beginn:

Die DSV-Damen und -Herren konnten bei der WM bislang vier Medaillen sammeln. Goldenes Edelmetall fehlt jedoch noch. Ist es heute soweit? Im Parallel-Riesenslalom war Alexander Schmid zumindest schon mal knapp am Podest dran.

Vor Beginn:

Los geht es mit dem ersten Durchlauf um 10 Uhr. Der zweite Durchgang soll dann um 13.30 Uhr über die Bühne gehen.

Vor Beginn:

Hallo und herzlich willkommen zum Riesenslalom der Herren in Cortina d'Ampezzo.

Ski alpin WM: Riesenslalom der Herren heute im TV und Livestream

Die Übertragung des Riesenslaloms übernimmt heute das ZDF. Um 9.50 Uhr geht der öffentlich-rechtliche Sender mit der Moderatorin Katja Streso, dem Kommentator Michael Pfeffer und Experten Marco Büchel auf Sendung. Um 13 Uhr meldet sich das ZDF dann für den 2. Durchgang zurück. Auch im kostenlosen Livestream seht Ihr die Läufe.

Zudem bietet DAZN das Rennen im Eurosport-Player an. Da die beiden Sportsender eine Kooperation eingegangen sind, können die Eurosportkanäle täglich bei DAZN abgerufen werden.

Der Streamingdienst hat neben der Ski WM zahlreiche andere Sportarten im Angebot. Darunter Fußball, US-Sport (NHL, NBA, MLB, NFL), Biathlon, Rennrodeln, Skispringen, Motorsport, Radsport, Kampfsport, Rugby, Tennis, Handball und Darts.

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Ski alpin WM: Der Medaillenspiegel im Überblick

PlatzLandGoldSilberBronzeGesamt
1Österreich4-15
2Schweiz3159
3Frankreich1124
4Vereinigte Staaten1113
5Italien1--1
Norwegen1--1
7Deutschland-314
8Kroatien-1-1
Slowakei-1-1
Schweden-1-1

 

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