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Tennis

US Open - Heftige Kritik an "Albtraum" in der Blase: Mladenovic fühlt sich wie eine "Kriminelle"

SID
Krsitina Mladenovic schied in der zweiten Runde der US Open aus.

Kristina Mladenovic hat heftige Kritik am Sicherheitskonzept der US Open geübt. "Ich war noch nie in einem solchen Zustand. Ich bin völlig am Ende meiner Kräfte. Es ist ein Albtraum, was wir hier durchmachen", klagte die 27-Jährige nach ihrer Zweitrundenniederlage gegen die Russin Warwara Gratschewa in Tränen aufgelöst.

Mladenovic gehört zu den Kontaktpersonen ihres positiv auf das Coronavirus getesteten Landsmannes Benoit Paire, weshalb ihr vom US-Tennisverband USTA besonders strenge Sicherheitsmaßnahmen auferlegt wurden. Sie darf im Hotel ihr Zimmer nicht verlassen und nur für Trainings und Matches auf das Turniergelände, sich dort aber auch nicht frei bewegen.

"Alles, was ich will, ist, wieder frei zu sein", sagte Mladenovic weiter: "Wir müssen für unsere Freiheit kämpfen. Ich würde so gerne eine Menge darüber erzählen, was hier vor sich geht. Es ist absolut abscheulich, wie sie uns behandeln. Aber ich möchte nicht, dass es eine Entschuldigung für meine Niederlage ist."

Mladenovic hatte gegen Gratschewa im zweiten Satz beim Stand von 5:1 schon wie die sichere Siegerin ausgesehen, brach dann aber völlig ein und verlor trotz vier Matchbällen noch 6:1, 6:7 (2:7), 0:6. Mit der Ungarin Timea Babos startet Mladenovic am Donnerstag noch in der Doppelkonkurrenz, das Duo hatte im Januar die Australian Open gewonnen.

Es sei "nicht akzeptabel", was sie und andere Kontaktpersonen durchmachten, führte Mladenovic aus: "Wir haben keine Bewegungsfreiheit, keine Identität, nichts. Ich habe den Eindruck, dass wir Gefangene oder Kriminelle sind. Für die geringste Bewegung müssen wir um Erlaubnis bitten, ob wir das Recht dazu haben, obwohl wir jeden Tag getestet werden und 30 negative Tests hatten."

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