Schwimmen

Koch siegt trotz Erkrankung

SID
Marco Koch enttäuschte bei Olympia in Rio

Trotz einer Erkrankung hat Weltmeister Marco Koch beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin seine Paradestrecke gewonnen. Der 26-Jährige aus Darmstadt siegte zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung über 200 m Brust mit der Weltjahresbestzeit von 2:01,92 Minuten.

"Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut geht. Gestern war ich noch im Krankenhaus zur Untersuchung", sagte Koch, der durch einen Virus geschwächt an den Start gegangen war und dennoch nur knapp anderthalb Sekunden über seinen eigenen deutschen Rekord geblieben war. Als Frustbewältigung für den enttäuschenden siebten Platz bei Olympia in Rio de Janeiro vor drei Wochen taugte der Sieg auf der 25-m-Bahn gegen schwache Konkurrenz dennoch nicht.

"Es hätte geholfen, wenn ich gesund und sehr gut in Form wäre. So ist es schwierig", sagte Koch. Über seine verpasste Medaille-Chance in Rio wollte er gar nicht mehr nachdenken. Das sei "abgehakt, ich kann es nicht mehr ändern", sagte Deutschlands Vorschwimmer: "Ich habe alles gegeben - so ist das Leben."

Genervt reagierte Koch auf die Kritik an seinem nicht gänzlich austrainiert wirkenden Körper. "Immer wenn ich langsam schwimme, liegt es an meiner Figur. Wenn ich schnell schwimme, ist alles okay, obwohl ich genauso aussehe. Mittlerweile geht mir das am Arsch vorbei", sagte Koch.

Wladimir Morosow hat dagegen für den ersten Weltrekord gesorgt. Der 24-Jährige schlug bei seinem Sieg über 100 m Lagen nach 50,30 Sekunden an und blieb damit um drei Zehntelsekunden unter seiner eigenen, erst vor vier Tagen im französischen Chartres aufgestellten Bestmarke. Der Heidelberger Philip Heintz wurde Dritter (51,81).

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