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Motorsport

Horror-Unfall überschattet Mercedes-Dreikampf

SID
Schrecksekunde in Adria. Alexandre Premat kommt auf die Wiese, hebt ab und dreht sich heftig
© xpb

Im Titelrennen hält Bruno Spengler alle Trümpfe in der Hand. Der Kanadier belegte beim turbulenten Rennen in Adria den dritten Platz und übernahm dadurch vor dem großen Saisonfinale am 28. November in Shanghai wieder die Führung in der Gesamtwertung. Überschattet wurde das Rennen vom schweren Unfall von Premat.

Seinen ersten Sieg in diesem Jahr feierte Audi-Pilot Timo Scheider (Braubach), der nach zwei Titelgewinnen in Serie in jedem Fall als Meister entthront wird - und das vom 15. Startplatz aus. Zweiter wurde Mercedes-Pilot Gary Paffett (Großbritannien), der damit im Titelrennen bleibt. Der bisheriger Spitzenreiter Paul di Resta (Großbritannien) belegte nach zuletzt drei Siegen in Folge im Nieselregen von Adria nur den neunten Rang und ging damit leer aus.

In der DTM-Wertung führt Spengler nun mit 66 Punkten und damit drei Zählern Vorsprung vor di Resta. Paffett ist mit 57 Punkten Gesamtdritter, doch der Brite braucht schon ein Wunder, wenn er seine Titelträume noch realisieren will.

Spengler: "Ich fahre auf Sieg"

"Auch wenn ich nicht gewonnen habe, bin ich doch sehr glücklich über dieses Ergebnis", sagte Spengler, der in Shanghai nicht taktieren will: "Ich fahre auf Sieg, denn diese Strecke ist ja für alle Neuland." Damit steht Spengler nach zwei Vize-Meisterschaften 2006 und 2007 vor seinem größten Erfolg in der DTM.

Norbert Haug war mit dem Ausgang des Rennens zufrieden, schließlich können seine drei Fahrer alle noch Meister werden. "Bei uns gibt es keine Teamorder, wir wollen fairen und spannenden Motorsport bieten", sagte der Mercedes-Sportchef und wies Spekulationen zurück, dass der interne Liebling Spengler bevorzugt werden könnte. Haugs erste Gedanken galten allerdings dem verunglückten Premat: "Das sah sehr, sehr schlimm aus. Wir alle sind froh, dass Alexandre nichts passiert ist."

Pechvogel des Rennens war di Resta, der auf dem Adria-Kurs bei Venedig eigentlich seinen ersten Matchball im Titelrennen hatte. Erst warf ihn eine Kollision mit Audi-Pilot Mike Rockenfeller (Neuwied) ans Ende des Feldes zurück, dann kostete ihn eine weitere Karambolage mit Miguel Molina (Audi/Spanien) schon sicher geglaubte Punkte.

Di Resta: "Ich kämpfe bis zur letzten Runde"

"Ich wusste, dass es ein hartes Rennen werden würde, aber dass es so hart wird, damit habe ich nicht gerechnet", sagte di Resta, der sich aber nicht entmutigen lässt: "In Shanghai greife ich wieder an, ich kämpfe bis zur letzten Runde." Die Titelrechnung ist denkbar einfach: Wird Spengler in der chinesischen Metropole nur Zweiter, ist er am Ziel seiner Träume und erstmals DTM-Champion.

Alexandre Premat hat mit einem Horror-Crashzuvor für eine Rennpause gesorgt. Der Franzose überschlug sich zu Beginn der zweiten Runde mit seinem Wagen viermal. Das Auto landete mit dem Dach auf der Leitplanke. Premat konnte das Fahrzeug eigenständig verlassen und blieb offensichtlich unverletzt. Das Rennauto wurde dagegen völlig zerstört.

"Dass er unverletzt ist, ist die beste Nachricht des Wochenendes"

"Das war eine ganz schlimme Situation", erklärte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich in der "ARD". Es zeige aber auch, dass die Wagen absolut sicher seien.

Dazu meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: "Dass er unverletzt ist, ist die beste Nachricht des Wochenendes. Endgültige Sicherheit gibt es nie, aber wir haben gesehen, wie wichtig es ist, dass die DTM das Thema Sicherheit immer sehr ernst genommen hat."

Das Rennen wurde um 14.27 Uhr nach einer 24-minütigen Unterbrechung wieder neu gestartet. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Alexandre Premat im Medical Center an der Rennstrecke und wurde untersucht. Er war ansprechbar und hat nach ersten Eindrücken keine Verletzungen erlitten.

Paffett vor Spengler in der ersten Reihe

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