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Motorsport

Auto rast in Menge - Zuschauerin stirbt

SID
2009 gewannen Giniel de Viliers und Dirk von Zitzewitz die Rallye Dakar
© Getty

Joan Roma hat bei der Rallye Dakar die erste Etappe für sich entschieden. Vorjahressieger Giniel de Viliers mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz belegte Rang fünf. Überschattet wurde die Etappe von einem schweren Unfall.

Der Auftakt der Rallye Dakar ist von einem tragischen Unglück überschattet worden. Ein Notarzt bestätigte, dass bei einem Unfall auf der ersten Etappe zwischen Colon und Cordoba eine Zuschauerin getötet wurde.

Darüber hinaus gab es etliche Verletzte. "Eine 28-jährige Frau ist tot. Sie erlitt ein schweres Schädeltrauma sowie Verletzungen am Bauch und am Becken", sagte Norberto Brusa, Notarzt im Krankhaus von Cordoba: "Während des Transports hat sie zwei Herzstillstände erlitten. Trotz der ärztlichen Maßnahmen ist sie wenig später verstorben."

Rennwagen rast in Menge

Nach Angaben der Organisatoren waren der deutsche Pilot Mirco Schultis und sein Schweizer Beifahrer Ulrich Leardi mit ihrem Fahrzeug auf dem 684 km langen ersten Teilabschnitt von der Strecke abgekommen und in eine Gruppe von Zuschauern gerast.

Angeblich sollen sich die Zuschauer außerhalb der von den Veranstaltern ausgewisenen Zuschauerzonen aufgehalten haben. Die Zuschauerin ist das 57. Todesopfer seit der ersten Auflage der berüchtigten Rallye im Jahr 1978. Im vergangenen Jahr starben der französische Motorradfahrer Pascal Terry und zwei Peruaner in einem Transportfahrzeug.

Vorjahressieger verpasst Etappensieg

Vorjahressieger Giniel de Viliers hat mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz auf dem ersten Teilstück der Rallye Dakar den Etappensieg verpasst. Der Südafrikaner, der 2009 den ersten VW-Sieg der Dakar-Geschichte gefeiert hatte, kam auf der ersten Etappe über 251 Wertungskilometer von Colon nach Cordoba auf den fünften Platz.

De Villiers und von Zitzewitz hatten mit ihrer Zeit von 2:15:46 Stunden 4:31 Minuten Rückstand auf den Tagessieger Joan Roma (Spanien/BWM).

VW: "Alles läuft nach Plan"

Als bester VW-Pilot kam der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz (Spanien) auf Position zwei ins Ziel. Sein Markenkollege Nasser Al-Attiyah aus Katar und sein deutscher Co-Pilot Timo Gottschalk belegten mit 3:29 Minuten Rückstand den vierten Rang.

"Die Rallye hat für Volkswagen sehr gut angefangen. Alles läuft nach Plan. Wir haben gerade einmal vier Prozent der Rallye hinter uns und entsprechend viel liegt noch vor uns", sagte VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen: "Erst am Montag beginnen die schwierigen Abschnitte der Rallye. Erst dann können wir anfangen, ernsthaft über die Strategie nachzudenken."

David Casteu führt bei den Motorradfahrern

Bei den Motorradfahrern hatte der Vorjahresvierte David Casteu (Sherco) auf dem ersten Teilabschnitt die Nase vorn. Der Franzose lag nach 1:50,42 Stunden aber lediglich drei Sekunden vor dem Vorjahreszweiten Cyril Despres (Frankreich/KTM) und zwölf Sekunden vor dem spanischen Dakar-Gewinner von 2009, Marc Coma (KTM).

Die zweite Etappe verläuft am Sonntag über 687 Kilometer von Cordoba nach La Rioja. Dabei kommen 355 Kilometer in die Wertung.

Die Rallye Dakar findet zum zweiten Mal in Südamerika statt und führt seit Samstag auf 14 Etappen über mehr als 9000 Kilometer durch Argentinien und Chile. Dabei wird auch die Atacama durchfahren, die als trockenste Wüste der Welt gilt.

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