Basketball

Basketball-WM: Dennis Schröder führt DBB zu wichtigem Sieg gegen den Senegal

Dennis Schröder erzielte im dritten Viertel 18 Punkte.

Im ersten Spiel der Platzierungsrunde hat sich die DBB-Auswahl gegen den Senegal durchgesetzt. In Shanghai führten die Afrikaner noch zur Pause aufgrund eines deutschen Fehlerfestivals, dann drehte Dennis Schröder gewaltig auf, Deutschland gewann mit 89:78.

Der nächste Schritt in Richtung Olympia-Qualifikation ist gemacht - und das lag vor allem an Dennis Schröder, der vor 14.300 Zuschauern im Oriental Sports Center im dritten Viertel die Kontrolle übernahm, 18 seiner 24 Punkte (8/11 FG, dazu 12 Assists) erzielte und Deutschland einen wichtigen Sieg sicherte. Daniel Theis (14), Maxi Kleber (12), Robin Benzing (11) und Joe Voigtmann (14, 9 Rebounds) scorten ebenfalls zweistellig.

Auch im vierten Spiel bei dieser WM vertraute Bundestrainer Henrik Rödl auf die gleiche Starting Five aus Schröder, Akpinar, Zipser, Kleber und Theis. Der Senegal machte zwar die ersten fünf Punkte, doch die Deutschen scorten beständig und nach einem Theis-Dunk nahmen die Afrikaner die erste Auszeit (14:9).

Danach gab es aber einen Bruch im Spiel, der DBB tat sich mit diesem athletischen Gegner sehr schwer, man blieb die letzten 4:36 Minuten ohne Punkte, trotzdem führte die Rödl-Truppe mit 14:11. Anschließend platzte kurzzeitig der Knoten, doch es schlichen sich nun Ballverluste ein und der Senegal blieb dran. Schön war es aber nicht, was beide Teams zeigten, der Senegal traf aber ein bisschen mehr und führte zur Pause mit 37:36.

Immerhin gab es nach dem Wechsel mehr Dampf. Schröder brachte sein Team mit fünf Punkten am Stück wieder in Führung. Trotzdem hatte der Senegal immer eine Antwort. Erst ein unsportliches Foul von Muhammed Faye verschaffte den Deutschen mit einem Fünfpunktspiel ein wenig Luft. Auch Schröder riss das Spiel weiter an sich, auch ein Heat-Check-Dreier fiel. Senegal war aber noch nicht geschlagen, 66:60.

Schröder blieb auf dem Feld und der Vorsprung wurde konserviert. Die Deutschen schaukelten es aber letztlich heim, die Führung war stets zweistellig, so auch nach 40 Minuten. Deutschland siegt mit 89:78 und kann nun am Montag gegen Kanada (14 Uhr) mit einem Sieg die Teilnahme am olympischen Qualifikationsturnier klar machen.

DBB vs. Senegal: Die wichtigsten Statistiken (BOXSCORE)

  • Auf und ab geht es mit der Dreierquote des deutschen Teams. Nach der Vorrunde stand die DBB-Auswahl bei 45 Prozent Erfolgsquote - trotz der 3/19 gegen die Dominikanische Republik. Gegen den Senegal brauchte es auch wieder acht Versuche, nachdem man ein Viertel ohne Treffer geblieben war.
  • Was die Deutschen vor allem in der ersten Halbzeit gut machten, war die Rebound-Arbeit. Die Afrikaner griffen das Brett meist mit gleich zwei Spielern an, trotz reichte dies nur zu einem offensiven Board in der ersten Halbzeit. Das DBB-Team auf der anderen Seite verzeichnete gleich 6 Offensiv-Rebounds.
  • Deutschland verpasste es, sich im zweiten Viertel abzusetzen, stattdessen ging man mit einem Rückstand in die Pause. Schnell führte man mit acht Punkte, es folgte aber ein Fehlerfestival. In gut fünf Minuten unterliefen dem Team gleich 6 Ballverluste, im ersten Viertel war es nur einer. Zur Pause waren es satte 10 Turnover.
  • Senegal war vor dem Spiel das schlechteste Team von der Dreierlinie, doch diesmal fielen auch die schweren Dinger. Die Afrikaner nahmen zwar nur wenige Versuche, aber dafür trafen sie hochprozentig (8/16 Dreier). So hielt der Senegal das Spiel lange offen.

Deutschland vs. Senegal: Die Stimmen zum Spiel

Dennis Schröder (DBB): "Ich habe einfach mein Spiel gemacht. In der zweiten Halbzeit waren wir aggressiv, sind zum Korb gezogen, haben Rebounds geholt. Wenn man gewinnt, ist alles super, wenn man verliert, dann nicht. So ist das eben."

Der Top des Spiels

Dennis Schröder. Es sah nicht gut um das deutsche Team aus zur Pause, also nahm Schröder das Spiel in die Hand und erzielte im dritten Viertel starke 18 Punkte (5/6 FG) und 3 Assists. Der Senegal hatte darauf keine Antwort. Auch erwähnenswert: In der Defense wirkte Schröder bissiger als in den Spielen zuvor.

Der Flop des Spiels

Muhammed Faye. Während des Turniers war der Flügelspieler noch der beste Scorer der Senegalesen, doch diesmal fiel der Mann von Crvena Zvezda nur mit zwei unsportlichen Fouls auf, weswegen er schon im dritten Viertel zum Duschen musste. Sein Arbeitsnachweis: 19 Minuten, 2 Punkte (0/2 FG), 1 Rebound.

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