Basketball

Basketball Supercup: Auftakt geglückt - DBB-Team fährt deutlichen Sieg gegen Ungarn ein

Dennis Schröder führte die deutsche Mannschaft zum Sieg im ersten Spiel beim Supercup.
© imago images

Die deutsche Mannschaft hat einen erfolgreichen Auftakt beim Supercup 2019 hingelegt. Mit 83:62 gewann das DBB-Team den ersten Test gegen Ungarn und zeigte in Halbzeit eins eine dominante Vorstellung.

Bundestrainer Henrik Rödl musste dabei auf zwei Stützen seines Teams verzichten: Neben dem umgeknickten Robin Benzing stand auch Maxi Kleber (erkältet) nicht zur Verfügung. Es starteten so Dennis Schröder, Andreas Obst, Paul Zipser, Daniel Theis und Johannes Voigtmann, auf der Gegenseite begannen Benedek Varadi, Darrin Govens, Marko Filipovity, Levente Juhos und Akos Keller.

Die Deutschen dominierten vom Start weg. Die ersten 15 Punkte des Spiels gingen alle ans DBB-Team, erst nach 6:12 Minuten traf Ungarn erstmals. Vor den Augen von Thunder-Coach Billy Donovan sowie Bulls-Coach Jim Boylen führten Schröder und Theis ihr Team mit jeweils 6 Punkten zu einer 23:4-Führung nach einem Viertel, die nicht mehr viele Fragen offen ließ. Im zweiten Viertel kam Ungarn zwar offensiv besser ins Spiel, den Gegner stoppen konnte die Gäste jedoch nicht. Es ging mit 46:25 für Deutschland in die Pause.

Dennis Schröder führt DBB-Team zum Sieg

Zum dritten Viertel schickte Rödl mit Schröder, Ismet Akpinar, Niels Giffey, Theis und Danilo Barthel dann eine ganz andere "Starting Five" auf den Court, überhaupt gab es kaum eine Kombination, die in dieser Partie nicht zumindest zeitweise getestet wurde. In dieser Phase kam das deutsche Team dann allerdings sehr ins Stocken. Einige Minuten gab es gar keine Punkte, nach einem Dreier von Keller waren die Ungarn kurz vor dem Viertelende dann auf einmal auf 11 dran. Nach einem Zipser-Dreier ging es mit 58:44 ins letzte Viertel.

Dort ließ man dann jedoch nicht mehr viel anbrennen. Moritz Wagner hatte noch einige schöne Aktionen, kurz vor dem Ende setzte dann ein Alley-Oop von Schröder auf Theis das Ausrufezeichen hinter einen ungefährdeten Sieg. Für Schröder war es Assist Nr. 7, dazu kamen 19 Punkte. Theis (11) war der einzige andere Deutsche mit zweistelliger Punktzahl. Bei den Ungarn war Keller mit 12 der Topscorer.

Im ersten Spiel des Abends hatte Tschechien mit 96:86 gegen Polen gewonnen, Topscorer war dabei Vojtech Hruban mit 26 Punkten. NBA-Profi Tomas Satoransky von den Chicago Bulls kam auf 12 Punkte und 11 Assists. Am Samstag spielt um 17.30 Uhr zunächst Ungarn gegen Polen, um 20 Uhr trifft dann die deutsche Mannschaft auf Tschechien.

Stimmen zum Spiel:

Henrik Rödl (Bundestrainer): "Wir haben eine sehr vernünftige erste Halbzeit gespielt. Im dritten Viertel war die Spannung ein bisschen runter, das darf nicht passieren. Dennis hat überragend geworfen. Es ist gut zu sehen, in welcher Verfassung er ist."

Maodo Lo: "Wir waren sehr aggressiv in der Defensive. Das überträgt sich dann auch auf die Offensive."

Die wichtigsten Statistiken

Deutschland vs. Ungarn 83:62 (BOXSCORE)

  • Durch viele, schnelle Wechsel stockte der Spielfluss offensiv zwar teilweise etwas, defensiv überzeugt das deutsche Team aber fast durchgehend mit hoher Intensität und Aggressivität. Die physischen Vorteile wurden gut ausgenutzt und fast immer konnte großer Druck auf die ungarischen Ballhandler ausgeübt werden, sodass schon zur Pause 12 Ballverluste forciert wurden. Deutschland machte allein dadurch 15 Punkte.
  • Das DBB-Team wiederum ging mit dem Ball in Halbzeit eins sehr sorgsam um und leistete sich nur vier Ballverluste. Im dritten Viertel ging der Fokus dann aber verloren und diese Anzahl verdoppelte sich schon nach sieben Minuten, insgesamt kamen in diesem Viertel neun Turnover zustande. Am Ende waren es 17 Ballverluste und 21 aufseiten der Gäste, sicherlich zu viel aus Sicht beider Coaches.
  • Vor allem dank Schröder starteten die Deutschen auch von der Dreierlinie sehr gut, 7/14 Versuchen fanden in der ersten Hälfte ihr Ziel. Die Ungarn versuchten es noch häufiger von draußen, waren aber nicht so treffsicher (5/17). In der zweiten Hälfte wendete sich auch dieses Blatt ein wenig, es fielen kaum noch weitere Dreier rein und vor allem deshalb sah die Offense der Deutschen nach der Pause wesentlich schwächer aus. Am Ende: 10/25 bei Deutschland, 10/32 bei Ungarn.

Der Star des Spiels: Dennis Schröder

In seinem ersten Spiel der Vorbereitung übernahm der Point Guard sofort wie gehabt die Kontrolle über das Spielgeschehen und zeigte vor allem in der ersten Hälfte einige spektakuläre Aktionen. Wenn der Dreier dann noch so sicher fällt, ist Schröder ohnehin nicht zu halten. In wenigen Situationen merkte man ihm einen gewissen Rost noch an, trotzdem war es insgesamt ein starker Auftritt von Deutschlands Star.

Der Flop des Spiels: Marko Filipovity

Der Forward hatte gegen die physisch meist überlegenen deutschen Bigs keinen guten Stand und sah defensiv einige Male schlecht aus. Offensiv fand er gar nicht statt (2 Punkte in 19 Minuten). Dazu sei aber gesagt: Mit Ausnahme von Keller tat sich fast das gesamte ungarische Team sehr schwer gegen die gute DBB-Defense.

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