Basketball - WM-Quali: DBB-Team schlägt Serbien auch ohne Stars

SID
Robin Benzing überzeugte gegen Serbien und war Deutschlands bester Werfer.
© imago

Die deutschen Basketballer haben auch ohne ihre Stars in der Qualifikation für die WM 2019 in China ein Ausrufezeichen gesetzt und die Tabellenführung in Gruppe G gefestigt. Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl setzte sich am Freitagabend in Frankfurt nach einer kämpferisch starken Vorstellung mit 79:74 (40:41) gegen den Gruppenfavoriten Serbien durch und feierte den dritten Sieg im dritten Spiel.

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"Großer Respekt an meine Mannschaft. Das war eine schöne Mannschaftsleistung", sagte Rödl bei bei Telekom Sport: "Ein wichtiger Sieg, den müssen wir jetzt am Sonntag bestätigen. So macht das Coachen Spaß!" Kapitän Robin Benzing ergänzte: "Wir sind stark. Uns muss bewusst sein, dass wir einen Gegner wie Serbien schlagen können."

Beste Werfer der Auswahl des DBB waren Benzing (17 Punkte) und Isaiah Hartenstein (11). Rödls Bilanz bleibt damit auch nach der bislang schwersten Prüfung makellos. Der 48-Jährige hatte das Team zu Beginn der WM-Qualifikation übernommen. Bei den Serben, trainiert von Bayern-Coach Sasa Djordjevic, ragte Miroslav Raduljica (22) heraus.

Gegen Serbien, das bei den vergangenen drei großen Turnieren Europameisterschaft, Olympische Spiele und Weltmeisterschaft jeweils Zweiter geworden war, fehlten Deutschland unter anderem die NBA-Spieler Dennis Schröder (Atlanta Hawks), Daniel Theis (Boston Celtics), Paul Zipser (Chicago Bulls) und Maximilian Kleber (Dallas Mavericks). Auch die in der EuroLeague aktiven Profis waren nicht dabei. Dennoch überzeugte Deutschland mit einer geschlossen starken Mannschaftsleistung und kämpfte sich nach schwachem Beginn immer besser ins Spiel.

Nächster Gegner heißt Georgien

Trotzdem bleibt nicht viel Zeit, um den Erfolg gegen den Vize-Weltmeister zu genießen. Bereits am Sonntag (16.00 Uhr/Telekom Sport) geht es in Tiflis gegen Georgien weiter. Deutschland hatte das Hinspiel gegen Georgien 79:70 gewonnen und ist nach drei Spielen Erster vor Serbien. Georgien folgt als Dritter vor Österreich, das als einzige Mannschaft noch ohne Punkt ist.

Gegen die Serben war Deutschland die anfängliche Nervosität anzumerken. Das vornehmlich mit Spielern aus der zweiten Reihe besetzte Team begann schwach und lag schnell mit elf Punkten in Rückstand. Rödl reagierte und schwor sein Team ein. Und die Maßnahmen des Bundestrainers gingen auf. Deutschland kämpfte sich zurück ins Spiel und ging zu Beginn des zweiten Viertels erstmals in Führung (31:30).

Mit dem lautstarken Publikum in Frankfurt im Rücken bleib die DBB-Auswahl auch in der Folge bissig und immer aufmerksam. Die Defensive erzwang immer wieder Ballverluste und schaltete schnell um. Letztlich profitierte Deutschland aber auch von den zahlreichen Fehlern der Serben, die insbesondere von der Freiwurflinie Nerven zeigten. Ganz anders die Deutschen: Mit zwei verwandelten Freiwürfen in der Schlussminute sorgte Ismet Akpinar für die Entscheidung.

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