Mehrsport

Franziska van Almsick will mehr Aufmerksamkeit für den Sport und kritisiert Angela Merkel

SID
Franziska van Almsick fordert Veränderungen im Sport.
© getty

Die zweimalige Schwimm-Weltmeisterin Franziska van Almsick wünscht sich vor den Olympischen Spielen 2020 in Tokio eine höhere Wertschätzung für den Sport.

"Wir haben den Sport in den letzten Jahren in eine Ecke geschoben, wo er nicht hingehört", sagte die 41-Jährige der Bild: "2016 bei den Olympischen Spielen war unsere Bundeskanzlerin nicht in der Lage, unseren deutschen Athleten auf dem Weg nach Rio de Janeiro viel Glück zu wünschen."

Die gebürtige Berlinerin, die insgesamt viermal Silber und sechsmal Bronze bei Olympia holte, lässt die Ausnahmestellung des Fußballs nur bedingt als Ausrede gelten und fordert Neuerungen in den übrigen Sportarten: "Es ist am Ende der Konsument, der entscheidet. Da können wir alle meckern, aber wenn alle zum Fußball rennen, ist das eben DIE Sportart. Aber: Wir müssen im Sport etwas verändern."

Van Almsick erfreut über Schwimmer

Van Almsick blickt optimistisch auf die kommenden Sommerspiele. "Vor einem halben Jahr war ich gar nicht so sicher, ob ich mich auf Tokio freue. Weil ich dachte, der Nachwuchs in vielen Sportarten ist schon ganz schön mau. Wenn man dann aber guckt, was so abgeht auf Jugend-EM und -WM oder zuletzt bei der Schwimm-WM - es waren noch nicht alle fit, aber die Schwimmer haben mich echt positiv überrascht", sagte sie.

Bei der Schwimm-WM in diesem Jahr im südkoreanischen Gwangju hatte Deutschland acht Medaillen gewonnen, unter anderem dreimal Gold. Überragender Athlet war Florian Wellbrock, der sich sowohl über 10 km Freistil im Freiwasser als auch über 1500 m im Becken den Titel sicherte. Außerdem holte die Mixed-Freiwasser-Staffel um Wellbrocks Freundin Sarah Köhler Gold.

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