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Schwimmen

Stoltenfeldt muss die Rekordjagd abbrechen

SID
Bei 50 Metern gibt es kaum Spielraum. Joachim Stoltenfeldt muss an jedem Detail arbeiten
© Getty

Eine Schulterverletzung stoppt die Jagd nach dem Deutschen Rokord über 50 Meter Freistil von Extemsportler Joachim Stoltenfeldt.

Mehr als zehn Monate lang hatte der Heilbronner Extremsportler Joachim Stoltenfeldt seinen gesamten Tagesablauf komplett darauf ausgerichtet, sich vom Ausdauerspezialisten zum Sprinter zu machen und den Deutschen Rekord über 50 Meter Freistil zu brechen.

Nun stoppte eine Schulterverletzung den 36-jährigen Heilbronner jäh und zwang ihn, sein Rekordprojekt vorzeitig abzubrechen.

Teilabriss der Sehne oberhalb der Schulter

Ein Teilabriss der Sehne des Musculus Supraspinatus oberhalb der Schulter machte eine effektive Kraulbewegung unmöglich.

Eine Trainingspause von drei Wochen könnte zwar das akute Problem einigermaßen beheben - allerdings würde eine Wiederaufnahme des Trainings auch dann sehr wahrscheinlich zum kompletten Abriss der Sehne führen und Joachim für den Rest seines Lebens beinträchtigen.

Zudem war Joachims Schultergelenk durch Kalkablagerungen zusätzlich beeinträchtigt, die aus der langjährigen Arbeit als Konditionstrainer herrührten. Somit gab es keine Alternative zum sofortigen Abbruch des Rekordprojektes.

Der Rekordversuch sollte am 28. September 2009 stattfinden

Mehr als 10 Kilogramm Muskelmasse hatte Stoltenfeldt in den vergangenen Monaten aufgebaut, um fast 12 Sekunden hatte er seine Zeit auf der 50 Meter-Bahn auf zuletzt knapp über 24,5 Sekunden verbessert.

Mit der Verpflichtung von Dr. Christian Deutsch als neuem Coach für die Endphase des Projektes sowie mit einem regelkonformen superschnellen Wetsuit wollte Joachim sich bis zum tatsächlichen Rekordversuch auf eine Zeit verbessern, die in Reichweite des bestehenden Deutschen Rekordes von 21,86 Sekunden auf der Langbahn liegt.

Der offizielle Rekordversuch sollte am 28. September 2009 im Schenkenseebad in Schwäbisch Hall unternommen werden.

Stoltenfeldt: "Ich kann es noch immer nicht fassen"

Joachim "Jason" Stoltenfeldt selbst war nach der niederschmetternden Diagnose am Boden zerstört. "Ich kann es noch immer nicht fassen und akzeptieren", so Stoltenfeldt, der sich nach eigenen Angaben wie ein mit Adrenalin vollgepumpter Stier fühlte, der mit den Hufen scharrt aber nicht losgelassen wird.

Eine große Erleichterung sei es da, dass sein Sponsor "PartyBets.net" ihm schnell die vollste Unterstützung zugesagt habe.

Dies sei sein letztes Projekt als aktiver Sportler gewesen, gab Stoltenfeldt bekannt. Zukünftig werde er sich wieder seiner Funktion als Trainer für andere Athleten widmen.

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