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Handball

Handball-EM - Erkenntnisse zum DHB-Team: Der blanke Horror ist nicht nur Corona

Alfred Gislason muss am Freitag mit dem DHB-Team gegen Norwegen ran.

Spätestens nach der Niederlage im ersten Hauptrundenspiel bei der Handball-EM ist klar: Deutschland ist mit einem Spanien-Fluch belegt. Die Corona-Lage sorgt derweil für völlig verrückte Szenen. Und: Der nächste Gegner Norwegen ist nicht furchteinflößend. Die Erkenntnisse zum DHB-Team.

1. Spanien ist für Deutschland der blanke Horror

Geht es gegen Spanien, schlottern Deutschlands Handballern und den Fans zurecht die Knie. Die aktuell komplizierte Ausgangslage, auf die wir an dieser Stelle später zu sprechen kommen, einmal außen vor gelassen.

Fakt ist: Seit dem 24:17-Sieg im EM-Finale 2016 in Krakau hat das DHB-Team kein wirklich wichtiges Spiel mehr gegen den zweimaligen Welt- und Europameister gewonnen.

Bei der EM 2018 in Varazdin setzte es im letzten Hauptrundenspiel eine 27:31-Niederlage, wodurch das Halbfinale verpasst wurde. Bei der EM 2020 in Trondheim wurde das entscheidende Vorrundenspiel mit 26:33 gegen Spanien in den Sand gesetzt. Mit null Punkten ging es in die Hauptrunde, der Traum vom Halbfinale platzte frühzeitig.

Bei der WM 2021 in Ägypten kassierte die DHB-Auswahl direkt im ersten Hauptrundenspiel eine 28:32-Pleite - erneut das Ende aller Halbfinal-Träume. Und bei den Olympischen Spielen in Tokio unterlag Deutschland den Iberern in der Vorrunde mit 27:28.

Lediglich bei der Heim-WM 2019 gelang im letzten Hauptrundenspiel ein 31:30-Sieg. Spanien war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits ausgeschieden, die DHB-Auswahl schon für die Runde der letzten Vier qualifiziert.

Besonders bitter: Fast immer genügte den abgezockten Spaniern in den vergangenen Jahren eine Phase von wenigen Minuten, um das Spiel komplett kippen zu lassen. Diesmal waren es insgesamt 15 Minuten zum Ende der ersten und zum Beginn der zweiten Halbzeit, in denen Deutschland kein einziges Tor gelang.

"Plötzlich greift die Abwehr der Spanier. Und dann siehst du, wie bei unseren Jungs das Selbstvertrauen runtergeht. Dann bist du gegen Spanien verloren", sagte Torhüter Jogi Bitter: "Das ist einfach seit Jahren das Problem gegen Spanien, das kennen wir."

Dabei war Deutschlands Albtraum Nummer 1, Rückraumspieler und Abwehr-Fuchs Alex Dujshebaev, aufgrund einer Schulterverletzung diesmal gar nicht dabei. Das rief Deutschlands Albtraum Nummer 2, Torhüter Gonzalo Perez de Vargas, auf den Plan. Der 31-Jährige vom FC Barcelona, der bereits bei der WM 2021 seinen Kasten gegen das DHB-Team komplett vernagelt hatte, glänzte mit 16 Paraden und einer Quote von 41 Prozent.

Die Gesamtbilanz unterstreicht den deutschen Spanien-Fluch: In 40 Partien gab es 27 Siege für Spanien, 11 für Deutschland und 2 Unentschieden.

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