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Handball

HBL-Boss Schwenker exklusiv zu den Abgängen von Sagosen und Co.: "Jeder Spieler ist ersetzbar"

Sander Sagosen verlässt den THW Kiel.

Uwe Schwenker, Präsident der Handball-Bundesliga, sieht in den Abgängen von Sander Sagosen, Magnus Röd und Magnus Gullerud kein Problem für die Liga. Er kann die Entscheidung der Spieler nachvollziehen.

"Sorge, dass die Handball-Bundesliga an Attraktivität verliert, habe ich in keinster Weise", sagte Schwenker im Gespräch mit SPOX und zeigte Verständnis für das Trio, das wohl nach Norwegen zurückkehren wird: "Dass die Spieler zurück in ihre Heimat wollen, ist für mich absolut nachvollziehbar."

Damit vertritt Schwenker eine andere Meinung als sein Geschäftsführer Frank Bohmann, der sich vor allem bezüglich der Qualität der norwegischen Liga skeptisch gezeigt hatte. Dem SID sagte Bohmann über Sagosen: "Damit er in der norwegischen Liga glücklich sein wird, braucht es noch zehn Jahre - wenn sie es gut machen."

Schwenker hält dagegen: "Dass Breite und Qualität in Norwegen nicht auf dem Niveau der Bundesliga sind, ist klar. Hier muss man aber abwägen zwischen der sportlichen Herausforderung und der absolut vorhandenen Heimatverbundenheit der Spieler. Diese Gewichtung ist sehr individuell und so kann ich den Wunsch der Spieler, zurückzukehren, absolut nachvollziehen - insbesondere bei Sander Sagosen, der aus der Region Trondheim kommt und zudem familiäre Bande zu Kolstad hat."

Für die Spieler spreche zudem, dass sie von Anfang an mit offenen Karten gespielt hätten: "Bei allem was ich mitbekommen haben, waren sowohl Sagosen als auch Röd und Gullerud hinter den Kulissen immer offen und transparent."

HBL-Boss Schwenker: "Jeder Spieler ist ersetzbar"

Dennoch verliert insbesondere der THW Kiel, Ex-Klub von Schwenker, ein nicht nur sportliches Aushängeschild. Doch auch das sieht Schwenker gelassen: "Ich bin der Meinung, der THW wird den Abgang von Sander Sagosen kompensieren können, auch durch die Mannschaft. Am Ende des Tages ist jeder Spieler ersetzbar." Der 62-Jährige weiter: "Der THW ist eine national wie international starke Marke. Da wird es genügend Alternativen geben, auch durch die weiterhin hohe Attraktivität der Bundesliga."

HBL-Boss Schwenker kann dem Ganzen sogar etwas Positives abgewinnen: "Vor einigen Jahren gab es eine ähnliche Bewegung von französischen Spielern in ihre Heimat. Das hat zu einer Stärkung der internationalen Wettbewerbe geführt, weil die Klubs in Frankreich an Qualität hinzugewonnen haben. Das gleiche verspreche ich mir von den aktuellen Wechseln."

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