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Fussball

Marco Friedl will sich zu Union Berlin streiken – Werder Bremen droht mit Strafe

Von Stefan Zieglmayer
Marco Friedl will sich zu Union Berlin streiken.

Nach Filip Kostic von Eintracht Frankfurt streikt auch Marco Friedl bei Werder Bremen. Der Österreicher will offenbar seinen Wechsel Union Berlin erzwingen. Dem Verteidiger droht nun eine Strafe - und der Verbleib in Bremen.

Am Abschlusstraining vor dem Bremer Heimspiel gegen Hansa Rostock hatte Friedl noch teilgenommen. Nach dem Training am Samstagmittag unterrichtete er dann den Verein, dass er sich "nicht in der Lage" fühle, gegen Rostock zu spielen.

"Was zu dieser Entscheidung geführt hat, ist etwas spekulativ. Gestern im Abschlusstraining hat er noch komplett fokussiert und gut trainiert. Nachmittags haben wir dann den Anruf bekommen", erklärte Werder-Sportchef Frank Baumann am Sonntag vor dem Spiel gegen Rostock bei Sky. "Wir sind in der Vorbereitung auf ein Spiel gestört worden. Deshalb sind wir über diese Entscheidung sehr, sehr enttäuscht."

Der Hintergrund: Friedl liegt übereinstimmenden Medienberichten zufolge ein Angebot von Bundesligist Union Berlin vor. Es hakt jedoch noch an der Einigung beider Vereine. Nach Bild-Informationen verlangt Werder sechs Millionen Euro.

Von einer Einigung zwischen Werder Bremen und Union Berlin ist augenscheinlich aber nicht auszugehen. "Ich gehe davon aus, dass er auch am Mittwoch noch Spieler von Werder Bremen ist. Wir haben zwar Gespräche mit einem anderen Klub geführt, aber wir sind noch sehr weit entfernt", sagte Baumann am Samstag.

Werder zeige sich zwar weiter gesprächsbereit, besteht aber auf seine Forderungen. Für Friedls "Absage" für das Duell mit Rostock kündigte Baumann "eine signifikante Strafe" an. Friedl stehe in der Pflicht, seiner "Verpflichtung als Arbeitnehmer nachzukommen".

Bremen-Trainer Anfang zeigt sich enttäuscht

Inwiefern eine weitere Zusammenarbeit zwischen Friedl und Werder noch funktionieren kann, ist unklar. Trainer Markus Anfang zeigte sich ähnlich wie Baumann vor dem Rostock-Spiel maßlos enttäuscht.

"Es geht immer noch um Fußball. Jeder Fan freut sich, am Wochenende Fußballspiele zu sehen. Jeder Fußballer freut sich, zu spielen. Dieser Spaß geht mir ein bisschen verloren bei der Sache. Das finde ich halt schade", sagte Anfang: "Marco ist auch ein Kerl, der gerne Fußball spielt und dem sollte er auch nachgehen. Es geht darum, dass er seine Karriere vorantreiben kann, WEIL er Fußball spielt. Daher halte ich seine Entscheidung für den falschen Ansatz."

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