Fussball

VfB Stuttgart verlängert mit Pellegrino Matarazzo

SID
Der VfB Stuttgart hat nach dem verkorksten Restart ein Zeichen gesetzt und den Vertrag mit Trainer Pellegrino Matarazzo vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

Der VfB Stuttgart setzt vor dem Topspiel der 2. Liga gegen den Hamburger SV (Do., 20.30 Uhr im LIVETICKER) ein Zeichen und verlängert mit Trainer Pellegrino Matarazzo. Dennoch stehen die Schwaben unter Druck.

Erst die Jobgarantie, dann sogar die überraschende Vertragsverlängerung: Einen Tag vor dem Topspiel in der 2. Liga hat der angeschlagene VfB Stuttgart seinen Trainer Pellegrino Matarazzo noch einmal gestützt. Die Schwaben statteten den 42-Jährigen trotz des völlig verkorksten Restarts mit einem neuen Arbeitspapier aus. Pellegrino darf bis 2022 bleiben - notfalls auch als Zweitligacoach.

Der Schritt vor dem Kracher zwischen dem schwächelnden Tabellendritten und dem -zweiten aus Hamburg am Donnerstag (20.30 Uhr) sei "seit mehreren Wochen geplant" gewesen, sagte Vorstandschef Thomas Hitzlsperger. Der VfB wolle "Kontinuität leben", Matarazzo passe "perfekt" zum Verein. Der Coach, der ursprünglich bis 2021 gebunden war, bringe "alle fachlichen und persönlichen Fähigkeiten" für eine lange Zusammenarbeit mit.

Mislintat: "Er denkt, lebt, arbeitet Fußball"

Sportdirektor Sven Mislintat sekundierte: "Seit seiner Ankunft im Januar denkt, lebt, arbeitet Rino Fußball." Matarazzo identifiziere sich mit seiner Aufgabe und dem VfB so sehr, dass die Verlängerung "nur logisch und konsequent" sei - und zwar "unabhängig von kurzfristigen Resultaten".

Damit spielte Mislintat auf die bitteren Pleiten nach der Wiederaufnahme der Saison beim SV Wehen Wiesbaden (1:2) und Holstein Kiel (2:3) an. Es waren die Niederlagen Nummer drei und vier für Matarazzo bei ebenso vielen Siegen in zehn Pflichtspielen als Nachfolger des glücklosen Tim Walter, den er zum Jahreswechsel beerbt hatte. Der Coach versprach, er werde "alles dafür tun, um unsere Ziele zu erreichen".

Das kann nur die umgehende Rückkehr des fünfmaligen deutschen Meisters ins Oberhaus sein. Hitzlsperger und Mislintat hatten nach vier Spielen ohne Sieg bereits am Montag betont, dass Matarazzo unabhängig vom Aufstieg auch in der kommenden Saison Trainer bleibe. Daran werde sich laut Mislintat auch bei weiteren Pleiten gegen den HSV und in Dresden "tausendprozentig" nichts ändern.

Hitzlsperger: "Wir müssen liefern"

Hitzlsperger nahm vielmehr die Profis um Führungsspieler Mario Gomez in die Pflicht: "Wir können nicht nur denken, dass wir ein guter Klub sind, wir müssen liefern." Gegen den großen Rivalen aus Hamburg wäre ein guter Zeitpunkt.

Noch beträgt der Rückstand nur einen mageren Zähler, weil auch Hamburg nicht über zwei Unentschieden nach der Coronapause hinausgekommen ist. Doch anders als der VfB wähnen sich die Hanseaten halbwegs im Soll. "Wir sind noch nicht am Ziel, aber der Kurs stimmt", sagte Trainer Dieter Hecking entspannt. Seine Vorgabe für das Duell der beiden Traditionsklubs: "Wir wollen als Zweiter die Heimreise antreten."

Das wollen und müssen die angeschlagenen Stuttgarter, die auf den gesperrten Spielmacher Daniel Didavi verzichten müssen, nach vier sieglosen Spielen mit aller Macht verhindern. "Da geht es um alles", sagte Matarazzo bestimmt. "Wir haben einiges gutzumachen", fügte Verteidiger Pascal Stenzel an.

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