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Fussball

FIFA weist Entschädigung für Australien zurück

Von Marco Nehmer
FFA-Vorsitzender Frank Lowy: "Australien hat in den Bewerbungsprozess viel investiert"
© getty

Der australische Fußballverband FFA erwägt eine Klage gegen die FIFA, um die Bewerbungskosten für die WM 2022 rückerstattet zu bekommen. Hintergrund ist die geplante Terminverschiebung in den Winter. Der Weltfußballverband denkt aber nicht daran, eine Entschädigung zu zahlen.

"Teil der Ausschreibungsunterlagen für alle Bewerber, einschließlich der FFA, war, zu akzeptieren, dass Modus und Termin für die Ausrichtung der FIFA Weltmeisterschaft und des FIFA Konföderationenpokals, obwohl zunächst für Juni/Juli angedacht, unter dem Vorbehalt der endgültigen Entscheidung durch das FIFA-Organisationskomitees stehen", ließ der Weltverband über einen Sprecher in diplomatisch ausgefeiltem Jargon mitteilen.

"Es gibt keinen Grund, über irgendwelche Kompensationen zu spekulieren", so der Sprecher weiter. Hintergrund ist, dass der australische Verband über Schadenersatzforderungen für die gescheiterte Bewerbung für die Ausrichtung des Weltturniers 2022 nachdenkt.

30 Millionen Euro Bewerbungskosten

"Australien hat in den Bewerbungsprozess viel investiert, die ganze Nation stand dahinter", erklärte der FFA-Vorsitzende Frank Lowy. Man habe sich für ein Turnier im üblichen Sommerzeitraum beworben. Dass die FIFA nun erwägt, die WM wegen der klimatischen Bedingungen in Katar in den Winter zu verlegen, führe den ganzen Modus ad absurdum. Man fordere eine Entschädigung "auf eine gerechte und faire Art und Weise". Etwa 30 Millionen Euro hat die FFA für die Kandidatur ausgegeben.

Am 3. Oktober wird die FIFA auf der Sitzung des Exekutivkomitees über die erstmalige Verlegung des Turniers in die Wintermonate beraten. Im Dezember 2010 hatte das Emirat den Zuschlag für die WM erhalten. Wegen der heißen Sommertemperaturen wurde schon bald die Verlegung in den Winter gefordert - vor allem von UEFA-Präsident Michel Platini. Zuletzt gab FIFA-Präsident Sepp Blatter seine Haltung nach und nach auf und präferiert nun ebenfalls eine Winter-WM.

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