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Fussball

Der kleine Pele und der Zauberdribbler

Von Daniel Börlein
Der Brasilianer Douglas Costa könnte einer der großen Stars der U-20-WM in Ägypten werden
© Imago

Am Freitag startet die U-20-WM in Ägypten. Mit dabei sind jede Menge hoffnungsvolle Nachwuchstalente. SPOX stellt fünf von ihnen vor.

Daniel Parejo (Spanien): Bojan Krkic fehlt den Iberern verletzungsbedingt. Drum soll es Parejo richten. Schon 2007 machte der 20-Jährige die spanische U 19 mit seinem Tor im Finale gegen Griechenland zum Europameister.

Weil es im Verein bei Real Madrid allerdings nicht klappen wollte, ging's über die Queens Park Rangers zum FC Getafe. Die Königlichen hat er dennoch nicht abgeschrieben: "Ich habe Real zwar verlassen, aber ich würde gerne dorthin zurückkehren."

Als Zehner hinter den Spitzen ist Parejo der kreative Kopf der Spanier und ein echtes Schlitzohr. Seine Stärken: Torgefährlichkeit, gute Standards und der finale Pass. Da sieht man auch gerne mal über seine mangelnde Spritzigkeit hinweg.

Andre Dede Ayew (Ghana): Er ist der kleine Pele. Allerdings nicht, weil er dem brasilianischen Superstar ähnlich sieht oder kickt wie er, sondern schlichtweg deshalb, weil er der Sohn von Ex-Löwen-Spieler Abedi Pele ist.

Durch seinen Vater wäre Ayew auch fast in der Bundesliga gelandet. Doch weder in Hoffenheim klappte es noch in Berlin, wo er im Sommer zur Probe trainierte. Derzeit ist der Mittelfeld-Allrounder von Olympique Marseille zum französischen Zweitligisten AC Arles ausgeliehen.

Im Klub glänzt Ayew allerdings weitaus weniger als für sein Heimatland. Für Ghanas A-Nationalmannschaft bringt er es mit erst 19 Jahren schon auf stolze 15 Einsätze und war im vergangenen Jahr auch beim Afrika-Cup dabei. In der U 20 ist der Linksfuß nun der große Hoffnungsträger, nachdem er die Mannschaft Anfang des Jahres schon zur Afrika-Meisterschaft führte.

Fabio Sciacca (Italien): Die Italiener haben Spieler aus Mailand und Genua dabei. Auch ein paar Römer stehen im Kader und immerhin ein Juve-Akteur - für die Spielgestaltung ist allerdings Sciacca zuständig, der Junge aus Catania.

Der 20-Jährige ist ein feiner Techniker, kann richtig gut mit der Kugel umgehen und ist ein echter Stratege. Mit Vorliebe kommt Sciacca aus der Tiefe, geht ab und an auch in die Spitze.

Mitte März gab der Rechtsfuß sein Debüt in der Serie A und stand in der Folge regelmäßig für Catania auf dem Platz. In dieser Saison fehlt Sciacca bislang allerdings noch der Rhythmus. Für Italiens U-20-Coach Francesco Rocca ist er dennoch eine unersetzbare Stütze.

Krisztian Nemeth (Ungarn): Die Gruppe mit Südafrika, Honduras und den Vereinigten Arabischen Emiraten scheint für die Ungarn machbar, vor allem weil man mit Nemeth einen Angreifer in den eigenen Reihen hat, der derzeit richtig gut drauf ist.

In den ersten vier Spielen für AEK Athen erzielte der 20-Jährige immerhin schon zwei Treffer und damit die Hälfte aller AEK-Tore in dieser Saison. Aus der Startformation der Athener ist die Leihgabe vom FC Liverpool nicht mehr wegzudenken.

Ähnlich gut wie in Griechenland läuft es für Nemeth immer, wenn er für sein Heimatland aufläuft. Seine Bilanz in den verschiedenen Nachwuchsteams der Ungarn liest sich beeindruckend: Elf Tore in neun U-17-Spielen, 14 Treffer in 15 Einsätzen für die U 19 und selbst für die U 21 war der 1,79m große Angreifer in zehn Partien schon 13 Mal erfolgreich.

Douglas Costa (Brasilien): Er ist wahrscheinlich der beste Dribbler dieser WM und unheimlich schnell. Sein linker Fuß ist eine echte Waffe und seine Freistöße eigentlich immer gefährlich. Kein Wunder also, dass unter anderem Juventus Turin, Real Madrid und Manchester United an ihm interessiert sind.

Dort sieht man in dem 18-Jährigen den legitimen Nachfolger von Cristiano Ronaldo. "Der Vergleich liegt nahe", sagt Giovane Elber, der Costa schon in zahlreichen Spielen beobachtet hat. "Er ist aber noch jung und muss lernen, dass er nicht alleine spielen kann. Er ist oft ziemlich ballverliebt."

Derzeit spielt Costa noch für Gremio Porto Alegre in der brasilianischen Liga. In seiner Heimat traut man ihm sogar zu, der Star dieser Weltmeisterschaft zu werden und die U 20 damit zum insgesamt fünften Titelgewinn zu führen.

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