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Fussball

Gerard Pique drängt in Audio-Leak auf Olympia-Teilnahme: "Du musst das tun, verdammt"

Von Alex Frieling
Gerard Piques geheime Gespräche landen in der Öffentlichkeit.

Gerad Pique dominiert wegen Audio Leaks die Schlagzeilen. Pikant: Er soll beim Verbandsboss auf ein Olympia-Ticket gedrängt haben.

Neues Kapitel in der Affäre um abgehörte Gespräche von Barcelona-Star Gerard Pique mit Spaniens Verbandsboss Luis Rubiales. Nachdem vor wenigen Tagen die eingefädelte Supercup-Verlegung nach Saudi-Arabien für Schlagzeilen gesorgt hatte, drängte Pique in neuen Audio Leaks, die El Confidencial veröffentlichte, bei Rubiales auf eine Nominierung für den spanischen Olympiakader 2020.

"Du musst das für mich tun, Rubi, du musst einen Platz im Kader der Olympischen Spiele für mich organisieren, verdammt", hört man Pique sagen. "Ich freue mich, dass wir die Olympischen Spiele spielen. Wir müssen es sehr geheim halten", so Pique, der von der Idee "begeistert" war.

Bereits damals machte sich Pique allerdings Sorgen, dass seine Vorhaben möglicherweise an die Öffentlichkeit gelangen könnten. Er sagte mit Blick auf Trainer Luis de la Fuente: "Mal sehen, wie wir es schaffen, dass es nirgendwo auftaucht. Ich denke, das muss bis zum Schluss zwischen uns dreien sehr geheim gehalten werden. Meinst du nicht?"

Weiter sagte der Abwehrspieler: "Wenn das durchsickert, oder was auch immer, wird es andere Spieler geben, die gehen wollen, und das wird auch für ihn (La Fuente) ein Problem sein. Also sag ihm vor allem, dass das zwischen uns dreien bleibt und immer wenn er reden will, gehe ich gleich nach Madrid und wir reden, okay?"

Gerard Pique schaffte es nicht in Spaniens Olympia-Kader

Trotz seiner eigenen Begeisterung für einen möglichen Trip nach Tokio wurde es für Pique aber nichts mit der Olympia-Teilnahme. Er war keiner der drei erlaubten Ü23-Spieler in La Fuentes Kader.

Auch auf die umstrittene Supercup-Verlegung nach Saudi-Arabien, bei der Piques Firma Kosmos ihre Finger im Spiel hatte, kam Pique zu sprechen und frohlockte: "Und herzlichen Glückwunsch, Mann. Ich denke, wir haben einen verdammten Vertrag mit den Saudis."

Der 35-jährige Verteidiger des FC Barcelona reagierte bereits am Montagabend auf Twitch auf die Veröffentlichungen, die in Spanien ein großes Echo hervorrufen. Pique sagte: "Alles, was wir getan haben, ist legal. Ich werde meinen Anteil an dem Interessenkonflikt offenlegen, ich möchte mein Gesicht zeigen, weil ich nichts zu verbergen habe. Ich bin stolz auf das, was wir bei Kosmos tun."

Gerard Pique: "Was wir getan haben, ist legal"

Und weiter: "Was neu ist, ist das Audio-Leak selbst, das illegal durchgesickert ist. Nicht die darin enthaltenen Informationen." Die Aussagen seien "aus dem Kontext gerissen" und er habe dem Verband Einnahmen in Millionenhöhe beschert.

Inzwischen reagierte auch Barca-Trainer Xavi auf Schlagzeilen um seinen Schützling. "Er ist kontaktfreudig und mag es, Aufmerksamkeit zu bekommen", sagte Xavi vor dem LaLiga-Duell gegen Real Sociedad: "Ich bin diplomatischer. Ich kenne ihn. Wenn er nicht konzentriert wäre, würde ich ihn warnen. Aber diese Aufmerksamkeit gibt ihm Treibstoff. Es ist Adrenalin für ihn. Es ist wie eine Droge, im wahrsten Sinne des Wortes. Er ist fokussiert."

Auch Piques Twitch-Session kurz nach der 0:1-Heimniederlage gegen Cadiz sah der Coach entspannt: "Es würde mich stören, wenn er nicht alles gegeben oder sich nicht an die Regeln gehalten hätte. Es ist Gerard und ich kenne ihn. Ich weiß, wie man mit ihm umgeht, und er braucht es. Es geht ihm gut, um an Wettbewerben teilzunehmen, er braucht diesen Stimulus."

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