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Fussball

FC Barcelona: Nach Schmach gegen Frankfurt - Barca-Ultras kündigen Boykott an

Von Jochen Tittmar

Die Ultras des FC Barcelona haben für das Heimspiel am Montagabend gegen den FC Cadiz einen Boykott der Partie angekündigt. Grund dafür sind die Geschehnisse beim Europa-League-Aus gegen Eintracht Frankfurt, als rund 30.000 SGE-Fans im Camp Nou waren.

Die Ultra-Gruppierung "Grada d'Animacio", die normalerweise hinter dem Tor stehend ihre Mannschaft anfeuert, verkündete in einem Schreiben, aus Protest gegen die Ereignisse am Donnerstag gegen Frankfurt nicht ins Stadion zu kommen. Die Partie gegen Cadiz wird am Montag um 21 Uhr angepfiffen.

Schon gegen die Eintracht kam es ersten Unmutsbekundungen, als die Fans in den ersten zehn Minuten nach der Pause den Bereich hinter dem Tor verwaisen ließen.

Rund 30.000 Frankfurter Fans hatten die katalanische Stadt schon vor dem Anpfiff in einen Ausnahmezustand versetzt. Im Stadion sorgten Zehntausende Eintracht-Anhänger unter den insgesamt 79.468 Zuschauern für sagenhafte Stimmung, zahlreiche Fans der Hessen hatten auch Tickets außerhalb des Gästeblocks gekauft.

"Wir überprüfen, was da passiert ist", sagte Barca-Coach Xavi nach der Partie. "Ich habe mit 70.000 oder 80.000 Barca-Fans gerechnet, aber das war nicht der Fall. Wir möchten wissen, was geschehen ist. Wenn wir zu Hause spielen, kann das nicht passieren", sagte Xavi.

Auch Barcas Präsident Joan Laporta zeigte sich empört. "Ich bin besorgt, denn das, was passiert ist, war eine Schande, die sich nicht wiederholen darf", sagte er und kündigte eine Aufarbeitung an: "Wir werden Maßnahmen ergreifen, denn das ist beschämend."

In Zukunft, so Laporta, sollen die Tickets personalisiert werden. Eine Analyse hätte ergeben, dass 37.746 Tickets an Dauerkarteninhaber, 34.440 an die Öffentlichkeit und nur 5000 an Eintracht-Fans verkauft worden seien, sagte er beim katalanischen TV-Sender TV3. Er wolle nun überprüfen, wieso deutlich mehr Tickets an Frankfurter gingen als geplant. Die Personalisierung der Tickets treffe zwar alle Fans, "aber wir wollen nicht, dass so etwas in diesem Stadion noch einmal passiert".

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