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Fussball

Lionel Messi vor Abschied beim FC Barcelona: Das hat es mit der Klausel in seinem Vertrag auf sich

Von SPOX
Lionel Messi will den FC Barcelona verlassen.

Am Dienstag hat Lionel Messi dem FC Barcelona per Fax mitgeteilt, dass er den Verein im Sommer verlassen und von seiner Ausstiegsklausel im Vertrag Gebrauch machen möchte. Doch was hat es mit dieser Klausel auf sich? Ist ein ablösefreier Wechsel in dieser Transferperiode möglich? Wir erklären es Euch.

Messis Anwälte hatten nach AFP-Informationen, die durch eine Quelle des 26-maligen spanisches Meisters bestätigt worden, Barcelona mitgeteilt, dass der Argentinier den bis 2021 laufenden Vertrag mit den Katalanen sofort einseitig kündigen möchte.

Diese Klausel soll sich Messi bei seiner letzten Vertragsverlängerung 2017 zugesichert haben lassen. Grund: So könne er jedes Jahr im Sommer selbst über seine Zukunft entscheiden.

Eine solche Klausel sei zwar in dem Vertrag verankert, aber bereits am 10. Juni abgelaufen, wie die Quelle AFP mitteilte. Deshalb sei der Klub der Ansicht, dass der Vertrag noch bis Sommer 2021 gültig und Messis Ablösesumme bei einem vorzeitigen Wechsel auf die festgeschriebenen 700 Millionen Euro fixiert ist.

Auch Barcelonas Ex-Präsident Joan Gaspart teilte im Radio-Interview mit der Marca die Ansicht, dass Messis Vertrag ohne Wenn und Aber bis kommenden Sommer gültig sei. "Er wird erst 2021 gehen. Ich habe den Vertrag gesehen und es ist sehr klar. Die Klausel endete im Juni und es gibt kein Zurück. Ich fände es besser, wenn er nächstes Jahr für Null Euro geht, als dieses Jahr für weniger als 700 Millionen Euro", sagte Gaspart. "Es gibt eine Klausel in Höhe von 700 Millionen und die Verträge werden unterzeichnet, um sie zu erfüllen", fügte er an.

Er verstehe zwar den Druck, der von außen auf die Verantwortlichen ausgeübt werde. Dennoch forderte er diese auf, bei anstehenden Verhandlungen stark zu bleiben. "Wenn ich der Präsident von Barca wäre, würde ich keinen Euro entgegenkommen. Wenn Messi für weniger als das geht, was in der Klausel verankert ist, wird es erniedrigender sein als das 2:8", führte der 75-Jährige aus.

Messi-Klausel: Atypische Umstände aufgrund der Coronakrise?

Allerdings könnten die veränderten Umstände durch die Coronakrise einen Einfluss auf die am 10. Juni geendete Klausel haben. Die Marca schreibt Messi Chancen aufgrund des "atypischen Charakters dieser Saison" zu.

Der Kern der Argumentation zielt darauf ab, dass die Klausel normalerweise bis zum 10. Juni hätte aktiviert werden müssen, 20 Tage vor dem offiziellen Ende der Saison 2019/20 und in den Wochen nach Beendigung aller Wettbewerbe (das CL-Finale findet regulär Ende Mai/Anfang Juni statt).

Durch den verschobenen Terminkalender lief die Klausel nun aber mitten in der noch laufenden Saison ab und erfüllt damit eben nicht den Gedanken der Entscheidungsfindung nach Saisonende.

Die Marca führte zudem an, dass vom FC Barcelona und der FIFA unterschriebene Dokumente existierten, die klarstellen, dass eine Saison erst endet, wenn die letzte Partie gespielt sei.

Der FC Barcelona in der Saison 2019/20

Spiele51
Siege32
Unentschieden10
Niederlagen9
Tore110
Gegentore57
Titel0
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