Türkei entlässt Nationaltrainer Stefan Kuntz - Kuriosum um Japan

Von Nino Duit
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Stefan Kuntz ist nicht mehr Nationaltrainer der Türkei. Nach Informationen von SPOX und GOAL hat sich der türkische Fußballverband vom 60-Jährigen getrennt. Auch die türkische Nachrichtenagentur DHA berichtet.

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Kuntz trat den Posten im September 2021 an und stand in der Türkei eigentlich bis Ende Juni 2024 unter Vertrag. Die Qualifikation für die WM 2022 in Katar verpasste er. Nach einem mageren 1:1 gegen Armenien in der EM-Qualifikation hatte die Verbandsführung Kuntz noch das Vertrauen ausgesprochen, die 2:4-Pleite in einem Testspiel gegen Japan am Dienstag sorgte aber für ein Umdenken.

Kurios: Siege Japans resultierten somit innerhalb einer Länderspielphase für die Entlassung von zwei deutschen Trainern. Zuvor hatte sich der DFB nach einer 1:4-Pleite gegen Japan von Bundestrainer Hansi Flick getrennt. Kuntz, der die deutsche U21 zu zwei EM-Titeln führte, wird nun als möglicher Flick-Nachfolger gehandelt. Favorit ist aber weiterhin Julian Nagelsmann, im Gespräch sind außerdem noch Louis van Gaal und Oliver Glasner.

Kuntz muss die türkische Nationalmannschaft verlassen, obwohl sie sich mit Mit zehn Punkten aus fünf Partien auf EM-Kurs befindet. "Ich verstehe den Pessimismus in der Türkei im Moment nicht. Unsere Situation in der Gruppe ist immer noch sehr gut. Wir haben es selbst in der Hand, an der EM teilzunehmen, und wir werden am Turnier teilnehmen", sagte Kuntz zuletzt.

Ein Grund für die Entlassung ist das komplett zerrüttete Verhältnis zwischen Kuntz und der Mannschaft, sowohl seine Spielweise als auch seine Ansprache kamen bei den Spielern nicht an. Als möglicher Kuntz-Nachfolger werden in der Türkei Trabzonspors Meistermacher Abdullah Avci und der ehemalige Bundestrainer Joachim Löw gehandelt. Löw trainierte um die Jahrtausendwende in der Türkei Fenerbahce Istanbul und Adanaspor.

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