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UEFA-Exko entscheidet über Reform: Financial Sustainability statt Financial Fair Play?

SID
UEFA, Logo

Das Exekutivkomitee der UEFA wird am Donnerstag in Nyon über eine Reform des Financial Fair Play (FFP) entscheiden. Demnach soll das umstrittene und oftmals unzureichend umgesetzte FFP durch neue Regularien zur Financial Sustainability ersetzt werden.

Laut übereinstimmenden Medienberichten dürften die Klubs damit künftig nicht mehr als 70 Prozent ihrer Einnahmen für Transfers, Gehälter und Beraterhonorare ausgeben, eine von vielen Seiten geforderte Gehaltsobergrenze wird es allerdings nicht geben.

Die von der Europäischen Klubvereinigung ECA mitentwickelten Richtlinien sollen in einem kontinuierlichen Prozess eingeführt werden. Zunächst dürften die Vereine wohl noch 90 Prozent ihrer Einnahmen in den Kader investieren. "Die neuen Regeln sollen sicherstellen, dass die Ausgaben besser zu kontrollieren sind, während gleichzeitig Investitionen gefördert werden", sagte der ECA-Vorsitzende und PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi: "Die neue Regeln müssen einfach, fair, transparent und durchsetzbar sein."

In der Vergangenheit erwies sich das FFP als anfällig, weil die Regeln umgangen werden konnten. Ernsthafte Strafen gab es bei Verstößen nur selten. Bayern-Boss Oliver Kahn sprach bei den neuen Richtlinien zur finanziellen Nachhaltigkeit von "einem Meilenstein". Er hoffe, dass damit eine "leichte Bremse bei den Gehältern und Ablösesummen" reinkommt. Als Strafe droht bei Verstößen dann beispielsweise eine Rückstufung von der Champions in die Europa League.

"In diesem Prozess mussten sehr viele unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden. Wichtig war und ist uns, dass es keine Freifahrtscheine für unseriöses Wirtschaften gibt. Vor dem Hintergrund müssen und können wir als Bundesliga mit dem erzielten Kompromiss leben", hatte Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer Leverkusen, auf SID-Anfrage gesagt.

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