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Fussball

Trotz internationalem Bann: Russland will Fußball-EM 2028 oder 2032 ausrichten

Von Louis Loeser / SID
Trotz des internationalen Banns für den russischen Sport als Folge des Ukraine-Kriegs hat sich der russisches Fußballverband tatsächlich um die Ausrichtung der EM-Endrunden 2028 oder 2032 beworben.

Trotz des internationalen Banns für den russischen Sport als Folge des Ukraine-Kriegs hat sich der russisches Fußballverband tatsächlich um die Ausrichtung der EM-Endrunden 2028 oder 2032 beworben.

Das bestätigte die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Mittwochabend. "Das Exekutivkomitee hat entschieden, dass wir uns für die Ausrichtung der Europameisterschaft 2028 und der Euro 2032 bewerben", wird Sergey Anokhin aus dem RFU-Exekutivkomitee von der russischen Tageszeitung Sport Express zitiert.

Die Bewerbungsfrist für die beiden Turniere endete am Mittwoch. Für die EM 2028 haben sich dabei unter anderem die Verbände Irlands und Großbritanniens beworben. Über mögliche andere Kandidaten möchte die UEFA Anfang April informieren.

Die nächste Endrunde findet 2024 in Deutschland mit 24 Teilnehmern statt. Über eine Erweiterung des Startfelds auf 32 Mannschaften wird bereits spekuliert. Das wären dann weit über die Hälfte der 55 UEFA-Mitgliedsverbände.

Russische Teams von FIFA- und UEFA-Wettbewerben ausgeschlossen

Bereits im vergangenen Sommer hatte Russlands ehemaliger WM-Organisationschef Alexey Sorokin eine Bewerbung in den Raum gestellt. "Es fällt mir schwer, für die Kollegen des Russischen Fußballverbands zu sprechen. Aber ich denke, das wäre sehr logisch. Eine eigenständige Bewerbung wäre angesichts unserer Infrastrukturbereitschaft und unserer Erfahrung angemessen", sagte der 49-Jährige im Juni der Tageszeitung Sport Express.

Die Absicht, 2028 oder 2032 ein EM-Turnier auszurichten, kommt im aktuellen Kontext dennoch überraschend. Nach Russlands Invasion in der Ukraine wurden russische Mannschaften Ende des vergangenen Monats von der UEFA und der FIFA von sämtlichen Wettbewerben ausgeschlossen. Die Sperre betrifft auch die Weltmeisterschaft im kommenden November in Katar.

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