Fussball

Eintracht Frankfurt - FC Arsenal 0:3: Hinten fahrig, vorne glücklos - bittere SGE-Pleite gegen Gunners

SID
Eintracht Frankfurt empfing zum Europa-League-Auftakt den FC Arsenal.

Nach dem Schlusspfiff ließen die Spieler von Eintracht Frankfurt enttäuscht die Köpfe hängen, doch die Fans des Fußball-Bundesligisten bauten ihre abgekämpften Helden sofort lautstark wieder auf. Den bitteren 0:3 (0:1)-Fehlstart gegen den FC Arsenal zum Auftakt der Europa League konnten die Hessen dadurch zumindest ein bisschen besser verkraften.

"Unsere Fans haben ein gutes Gespür dafür, was die Mannschaft geleistet hat. Das ist sensationell. Das prägt auch Eintracht Frankfurt", sagte Sportvorstand Fredi Bobic bei DAZN: "Es ist nicht so, dass wir vom Platz geschossen worden sind. Wir hatten unsere Möglichkeiten, deshalb ist das Ergebnis etwas komisch."

Weil die Hessen ihre Chancen aber nicht nutzten, stand am Ende die höchste Heimniederlage im Europapokal. Joe Willock (38.), Bukayo Saka (85.) und Pierre-Emerick Aubameyang (87.) trafen für den 13-maligen englischen Meister, der es in der Vorsaison bis in das Endspiel geschafft hatte. Die beiden letzten Treffer fielen nach Kontern - und Frankfurt war zu diesem Zeitpunkt nach einer Gelb-Roten Karte gegen Dominik Kohr (79.) bereits in Unterzahl.

Fans feiern Eintracht trotz 0:3 - Dost: "Das ist Gänsehaut"

Als "lächerlich" bezeichnete Stürmer Bas Dost den Platzverweis, er gab aber auch zu, dass Arsenal "am Ende verdient gewonnen hat. Es geht weiter. Wir müssen positiv bleiben", sagte der Niederländer. Den lautstarken Fans dankte Dost und versprach: "Das ist Gänsehaut, wir werden das zurückgeben."

Dass die Eintracht, die im Vorjahr bis ins Halbfinale gestürmt war, die Europa League ernst nimmt, machte sich bereits bei der Aufstellung bemerkbar. Während Frankfurt mit der bestmöglichen Elf antrat, saßen bei den Engländern einige Leistungsträger nur auf der Bank - oder blieben wie der 2014er-Weltmeister Mesut Özil sogar gleich auf der Insel.

Die beiden Favoriten auf den Einzug in die K.o.-Runde verzichteten auf anfängliche Abtastversuche, vor allem die Eintracht attackierte die Gunners immer wieder schon im Spielaufbau. Chancen von Djibril Sow (4.), Andre Silva (11.) oder Filip Kostic (18.) waren verdientermaßen die Folge - aufgrund der riskanten Herangehensweise aber auch vereinzelt Lücken in der Defensive.

Eintracht Frankfurt: Sow wird zum Sicherheitsrisiko

Eine halbe Stunde lang wurde das Geschehen von den Frankfurtern bestimmt, die in Sow aber auch eine Gefahrenquelle in den eigenen Reihen besaßen. Der Schweizer vertändelte nicht nur einmal in ungünstiger Position den Ball - und brachte Arsenal damit auch irgendwie zurück ins Spiel. Das wurde bestraft, als Frankfurts Kapitän David Abraham den Schuss von Willock unhaltbar abfälschte.

Die Pause brachte die Frankfurter wieder zu ihrem selbstbewussten Spiel zurück. Trainer Adi Hütter brachte nach gut einer Stunde den formstarken Stürmer Goncalo Paciencia, der sein Team in der Vergangenheit schon häufiger mit späten Toren gerettet hatte. Die erste Chance auf den Ausgleich nach der Einwechslung vergab aber Kostic (68.). Stattdessen trafen der 18-jährige Saka und Aubameyang zur Entscheidung.

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