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Fussball

Klassiker als Standortbestimmung

Von Marco Heibel
Die U-21-Mannschaft von England will ihr Auftaktmatch gegen Italien unbedingt gewinnen
© getty

Angeführt von den A-Nationalspielern Mattia Destro und Marco Verratti startet Italien als einer der Favoriten in die U-21-Europameisterschaft in Israel. Zum Auftakt trifft die Squadra Azzurra im Bloomfield-Stadion von Tel Aviv (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) mit England gleich auf seinen vermeintlich härtesten Kontrahenten in der Gruppe A.

"Den Titel einfahren", so lautet die klare Zielsetzung von Italiens Kapitän und Abwehrchef Luca Caldirola von Brescia Calcio. Fünfmal ist Italien dieses Kunststück bislang geglückt. Zuletzt war man 2004 mit fünf Spielern erfolgreich, die zwei Jahre später in Deutschland Weltmeister werden konnten, darunter Daniele de Rossi und Alberto Gilardino.

Die neue Generation um international begehrte Toptalente wie Destro von AS Rom und Verratti von Paris St. Germain möchte an diese große Tradition anknüpfen. Dabei darf das Team von Devis Mangia gar nicht in Bestbesetzung antreten: Die Milan-Stars Stephan El Shaarawy und Mattia De Sciglio wurden von A-Nationaltrainer Cesare Prandelli zum Confederations Cup abkommandiert.

England-Spiel weist den Weg

Mangia möchte den beiden Stars aber nicht nachtrauern. Lieber hält er fest: "Wir haben genügend Qualität, um in Israel den Titel zu holen. Wir müssen aber vom Start weg voll konzentriert sein, weil alle Gegner in unserer Gruppe sehr stark sind." Sein Kapitän Caldirola weiß dabei um den Stellenwert des Auftaktmatches: "Das ist für mich unser wichtigstes Spiel. Es ist entscheidend, bestmöglich in ein Turnier zu starten."

Angreifer Lorenzo Insignie, der für Vizemeister SSC Napoli in der abgelaufenen Saison in 37 von 38 Serie-A-Spielen auf dem Platz stand, ergänzt: "Die Engländer sind physisch sehr stark und kassieren nur wenige Gegentore. Wir werden unser Bestes geben müssen." In der ansonsten souveränen Qualifikation kam Italien gegen die ähnlich veranlagten Iren in zwei Spielen nur zu einem Punkt. Ein Fingerzeig für Mittwoch?

Pearce spielt um seine Zukunft

Gegner England, das zweimal den Titel gewann (1982, 1984), qualifizierte sich mit neun Siegen aus zehn Spielen und startet als Mitfavorit in die Gruppe A. Die Vorbereitung verlief allerdings alles andere als ruhig, weil der englische Verband den auslaufenden Vertrag mit Trainer Stuart Pearce noch nicht verlängert hat. Der Turnierverlauf soll darüber entscheiden, ob der 51-Jährige bleiben darf. Die englische Presse spekulierte zuletzt allerdings, ob Pearce dann überhaupt noch bleiben will.

Pearce schwieg in den letzten Tagen zu diesem Thema. Dafür äußerte er sich mit Vorliebe über sein 20-jähriges Offensivjuwel Wilfried Zaha: "Er ist in Topform. Er hat die lange Saison für Crystal Palace toll verkraftet und hat die Mannschaft mit herausragenden Leistungen zurück in die Premier League gebracht." Dort wird Zaha aber nicht mehr für die Londoner spielen: Er wechselt für rund zwölf Millionen Euro zu Manchester United.

Hart getroffen hat die Three Lions allerdings die verletzungsbedingte Absage des Flügelstürmers Callum McManaman von FA-Cup-Sieger Wigan Athletic. Für ihn rückte Nathan Delfouneso von Aston Villa in letzter Minute in den Kader.

Abwehrspieler Tom Lees von Leeds United hält den Titel dennoch für absolut möglich: "Ich bin mir sicher, dass wir mental und physisch in der Lage sind, dieses Turnier zu gewinnen. Wir haben exzellente Stürmer und eine Abwehr, die auch zu Null spielen kann." An Ambitionen lassen es also beide Teams nicht vermissen.

Die Gruppe komplettieren Gastgeber Israel und Norwegen. Die beiden Erstplatzierten der Gruppe A erreichen das Halbfinale.

U-21-EM 2013 - Die Gruppe A im Überblick

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