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Fussball

Korruption: Ermittlungen gegen Sandu

SID
Der beschuldigte Mircea Sandu (l.) mit UEFA-Präsident Michel Platini (r.)
© sid

Die rumänische Antikorruptionsbehörde hat im Korruptionsskandal um die EM 2012 Ermittlungen gegen den Präsidenten des nationalen Fußballverbandes FRF, Mircea Sandu, aufgenommen.

Die Korruptionsaffäre um die Vergabe der Europameisterschaft 2012 an Polen und die Ukraine weitet sich aus, nun greifen sogar staatliche Organe ein:

Am Freitag bestätigte die rumänische Antikorruptionsbehörde DNA Ermittlungen gegen den Präsidenten des nationalen Fußballverbandes FRF, Mircea Sandu. Sandu steht offenbar unter Verdacht, seine Stimme bei der Vergabe für zwei Millionen Euro verkauft zu haben.

"Wir ermitteln aufgrund von Korruptionsvorwürfen gegen Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees, die die zwei Austragungsländer bevorzugt haben könnten", hieß es in einem Statement der DNA. Sandu wies jedoch alle Vorwürfe zurück und will nun wie die UEFA den ehemaligen Schatzmeister des zypriotischen Fußballverbands, Spyros Marangos, verklagen.

"Ich kann nicht angeklagt werden"

"Es gibt keinen Beweis dafür, dass irgendein UEFA-Funktionär Bestechungsgelder kassiert hat. Ich kann nicht angeklagt werden, weil es keinen Grund und keine Beweise gibt.

Der Zyprer hat niemals irgendwelche Namen oder Beweise genannt, die zeigen, dass Korruption stattgefunden hat", sagte Sandu.

Marangos hatte UEFA-Funktionären Bestechlichkeit vorgeworfen und die Verlegung der EM 2012 nach Italien gefordert. Daraufhin hatte die UEFA die Justiz eingeschaltet und Marangos mit einem Ultimatum aufgefordert, endlich handfeste Beweise zu liefern. Marangos weigert sich derzeit aber, mit der UEFA zu kooperieren.

Marangos hat angeblich Beweise

Marangos liegen angeblich Beweise vor, die einen Verkauf des EM-Turniers 2012 an die Ukraine und Polen durch Exekutivmitglieder der UEFA belegen sollen.

Marangos behauptet, er habe mehrere Zeugen dafür, wie in einer zyprischen Anwaltskanzlei Korruptionsgeschäfte abgewickelt worden seien, die fünf hohe UEFA-Funktionäre betroffen und eine Gesamtsumme von elf Millionen Euro umfasst hätten.

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