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Fussball

DFB-Pokal: Bayer Leverkusen blamiert sich gegen Zweitligist Karlsruher SC

SID
Bayer Leverkusen hat gegen Karlsruhe verloren.

Bayer Leverkusen hat sich im Pokal blamiert. Gegen den Zweitligisten Karlsruher SC gab es eine 1:2-Heimpleite.

Entschuldigend hob Lukas Hradecky die Arme vor der Nordkurve. Es flogen vereinzelt Bierbecher, aber es gab neben Pfiffen auch aufmunternden Applaus, als sich der Torhüter von Bayer Leverkusen nach dem frühen K.o. im DFB-Pokal seine Wasserflasche holte.

Auch wegen eines dicken Patzers des Schlussmanns flog der Favorit durch ein 1:2 (0:1) gegen Zweitligist Karlsruher SC in der zweiten Runde aus dem Wettbewerb, die Werkself tanzt nur noch auf zwei von drei Hochzeiten.

"Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß. Das ist schwierig zu verarbeiten", sagte Bayer-Verteidiger Jonathan Tah: "Wir waren nicht effizient genug vorne."

Hradecky wollte Tah ausdrücklich keine Vorwürfe machen: "Er hat in genug Spielen gezeigt, dass er ein enorm wichtiger Spieler für uns ist. Fehler darf jeder machen."

Lucas Cueto schockt Leverkusen früh

Lucas Cueto (4.) schockte Bayer, das innerhalb von nur elf Tagen in eine erste sportliche Krise rutschte, vor 13.060 Zuschauern mit einem Abstauber früh. Jeremie Frimpong (54.) glich für Leverkusen aus. Nach einem Blackout von Kapitän Hradecky ließ Kyoung-rok Choi (63.) den KSC nach zuletzt fünf Pokal-Niederlagen gegen Erstligisten wieder jubeln.

Seoane rotierte gleich auf sechs Positionen, vor allem in der Offensive unfreiwillig. Die Stürmer Lucas Alario (muskuläre Probleme) und Patrik Schick (Bänderriss im Sprunggelenk) sowie Mittelfeldspieler Karim Bellarabi (Muskelfaserriss im Oberschenkel) fehlten verletzt nach dem 2:2 am Sonntag im Derby in Köln. Aufgrund der personellen Engpässe stand das erst 16 Jahre alte Talent Iker Bravo im Kader der Werkself.

Der unerklärlich schwachen zweiten Halbzeit in Köln, in der Leverkusen eine 2:0-Führung leichtfertig verspielt hatte, folgte prompt der nächste Nackenschlag für die Rheinländer. Hradecky ließ einen abgefälschten Kopfball von Philipp Hofmann nach vorne abprallen, Cueto netzte ein.

Pfiffe für Bayer Leverkusen

Leverkusen zeigte eine Reaktion und hatte den Ausgleich zweimal auf dem Fuß. Moussa Diaby (10.) und Amine Adli (12.) verzogen hauchzart völlig freistehend. Bayer drückte weiter gegen einen sehr tief gestaffelten KSC. Auch Nadiem Amiri legte eine Direktabnahme neben das Tor (19.).

Karlsruhe lauerte auf Konter, die sie immer wieder bekamen. Zur Beunruhigung der Bayer-Fans, die ihre Werkself in ideenlosen Momenten im Spielaufbau früh mit Pfiffen bedachten. Diese wären noch lauter geworden, wenn Hofmanns artistischer Seitfallzieher nicht von Edmond Tapsoba abgefälscht worden wäre (29.).

Nach der Pause verhinderte Hradecky mit seiner Parade gegen einen scharf getretenen Freistoß von Marvin Wanitzek das 0:2 (47.). Augenblicke später nahm Diaby den in der Halbzeit in der BayArena gespielten Song "Probier's mal mit Gemütlichkeit" zu wörtlich und ließ sich im Konter von KSC-Kapitän Jerome Gondorf völlig unnötig ablaufen.

Frimpong machte es nach schöner Rücklage des auffälligen Adli deutlich besser. Dann patzte Hradecky und spielte Choi bei einem missglückten Aufbaupass den Ball fahrlässig in die Füße. Leverkusen wollte in der Folge unbedingt die Verlängerung erzwingen, die größte Chance zum Ausgleich vergab Bravo (78.) eine Minute nach seiner Einwechslung.

Bayer Leverkusen - Karlsruher SC: Die Aufstellungen

Leverkusen: Hradecky - Frimpong, Tapsoba, Tah, Bakker (77. Sinkgraven) - Palacios (65. Wirtz) - Amiri (65. Demirbay), Andrich - Diaby, Adli - Paulinho (77. Bravo)

Karlsruhe: Gersbeck - Thiede, Gordon, Kobald, Heise - Breithaupt (82. Schleusener) - Choi, Gondorf - Cueto (66. Lorenz), Wanitzek - Hofmann (81. Batmaz)

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