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Fussball

Hecking: "Das reicht nicht für die Liga"

SID
Dieter Hecking war nach der Pleite im DFB-Pokal gegen Trier mächtig angefressen
© Getty

Erst ließen die enttäuschten Fans ihrem Frust freien Lauf und sorgten für Krawalle rund um den Mannschaftsbus, dann haute Trainer Dieter Hecking seine Profis verbal in die Pfanne.

[componment:Ad]"So geht es nicht weiter. Das reicht nicht für die Bundesliga. Es wird Zeit, dass jeder begreift, warum er bei Hannover 96 sein Geld verdient", sagte der wütende Coach nach dem blamablen 1:3 der Hannoverander in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten Eintracht Trier und kündigte seinen Spielern eine harte Trainingswoche ohne freien Tag an.

Die verschärften Übungseinheiten haben die Niedersachsen nach dem desolaten Auftritt beim von Ex-Nationalspieler Mario Basler trainerten Viertligisten auch bitter nötig, wenn sie beim Ligastart am Samstag bei Hertha BSC Berlin nicht unter die Räder kommen möchten.

Hecking: "Für einen Bundesligaklub unwürdig"

Vor allem die Leistung in der zweiten Halbzeit, in der Hannover von Trier dominiert wurde, frustrierte Hecking. "Dass wir nach dem 1:1 auseinanderfallen, ist für einen Bundesligisten unwürdig. Wenn wir das nicht abstellen, wird es eine hammerharte Saison für uns", sagte der Coach.

"Ich war schon mit der letzten Trainingswoche nicht einverstanden. Der eine oder andere muss seinen Hintern bewegen, sonst wird es sehr eng für uns", ergänzte der Trainer.

Hannover geht 1:0 in Führung

Bewegt haben sich die Bundesliga-Profis vor rund 6000 Zuschauern im Moselstadion in der Tat lediglich bis zur Führung durch Jan Rosenthal (40.). Danach übernahm Trier das Kommando und schaffte durch die Treffer von Martin Wagner (60.), Kapitän Josef Cinar (65.) und Sahr Senesie (90.+1) die Sensation.

Entsprechend bedient war Hannovers Sportdirektor Jörg Schmadtke, der wie Hecking kein gutes Haar an seinen Stars ließ. "Wenn sich Bundesliga-Profis so von Feierabend-Kickern abkochen lassen, muss man sich überlegen, ob man den falschen Job hat", sagte der Sportchef, der die indiskutable Leistung immerhin nicht direkt Klubchef Martin Kind erklären musste.

Martin Kind war nicht dabei

Hannovers Boss war aufgrund eines Termins gar nicht erst mit nach Trier gekommen. Verpasst hat Kind in Trier ohnehin nur die Feierlichkeiten des Außenseiters, der nach zwölf Jahren wieder einmal seinem legendären Ruf als Favoritenschreck gerecht wurde.

Trier weckte Erinnerungen an die DFB-Pokal-Saison 1997/1998. Damals hatte die drittklassige Eintracht nacheinander die Europapokalsieger Schalke 04 und Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb geworfen.

"Das war wichtig für den Verein. Es ist ein tolles Gefühl, mit einem Viertligisten in die nächste Runde zu kommen. Wir haben unser Soll bereits mehr als erfüllt. Jetzt wünschen wir uns in der nächsten Runde wieder einen Bundesligisten", meinte Basler und gab grünes Licht für die Pokal-Party: "Wenn ich jetzt nicht feier, dann weiß ich nicht, wann ich das noch mal machen soll."

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