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Fussball

Deutschland - Rumänien 2:1: Krampf statt Spektakel - DFB-Elf müht sich zum Sieg in der WM-Qualifikation

Joshua Kimmich und Leon Goretzka jubeln nach dem 2:1 gegen Rumänien.

Mit Ach und Krach hat die deutsche Nationalmannschaft ihren Erfolgslauf unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick fortgesetzt. Vor 25.000 Zuschauern im Hamburger Volksparkstadion behauptete sich die DFB-Elf mit 2:1 (0:1) gegen Rumänien und machte einen weiteren Schritt in Richtung WM 2022.

Serge Gnabry (52.) sowie Thomas Müller (81.) erzielten am Freitagabend die Tore für das Flick-Team, nachdem Ianis Hagi die Rumänen überraschend in Führung gebracht hatte (8.). Es war der vierte Sieg im vierten Spiel unter Flick, erstmals gab es dabei ein Gegentor.

"Ich fand, dass wir ein sehr engagiertes Spiel gemacht haben", erklärte Müller anschließend bei RTL, der seinen Siegtreffer mit "Ich habe ihn gut reingedrückt. War geil", kommentierte. Ein Sonderlob gab es für die Fans in Hamburg, die das Team trotz Rückstand zur Pause unterstützt hatten: "Wir haben das auf dem Platz sehr genossen." Joshua Kimmich sah es ähnlich: "Unterm Strich hat es sich schon ganz geil angefühlt, auch wenn es kein 6:0 war."

"Das ein oder andere war nicht so präzise wie wir uns das vorgestellt haben", musste Flick zugeben, "aber am Ende haben wir verdient das Spiel gewonnen." Beim Gegentor bemängelte er, dass "ein Sechser defensiver bleiben" müsste. "Man muss aber auch sagen, dass Hagi das hervorragend gemacht hat. So ein Gegentor gehört auch zur Entwicklung der Mannschaft dazu."

In der WM-Qualifikationsgruppe J liegt Deutschland mit nunmehr 18 Zählern weiter auf Platz eins. Zwei Siege aus den letzten drei Spielen gegen Nordmazedonien (12 Punkte), Liechtenstein (1) und Armenien (12) würden definitiv reichen, um das Ticket für Katar zu lösen.

Am Montag (11. Oktober, 20.45 Uhr) tritt der Weltmeister von 2014 im nordmazedonischen Skopje an. Das Hinspiel im März hatte der Underdog überraschend mit 2:1 für sich entschieden.

Deutschland - Rumänien: Die Analyse

Flick nahm gegenüber den September-Länderspielen kaum Veränderungen an seiner Startelf vor. Ter Stegen rutschte für den an Adduktorenproblemen leidenden Neuer ins Team, während Reus den Vorzug vor Müller erhielt.

"Frische Brise" - so lautete die Choreo vor dem vierten Spiel unter Flick. Zu Beginn gab es jedoch erst einmal eine kalte Dusche: Die Rumänen, angepeitscht von zahlreichen Fans im Gästeblock, begannen sehr aggressiv und mutig. Hagi brachte den Außenseiter mit einer starken Einzelaktion, bei der sich Rüdiger und Kehrer jedoch zu leicht abkochen ließen, in Führung. Ein Tor, das perfekt in den Matchplan von Coach Radoi - tief zu stehen und bei Ballgewinn Zielspieler Puscas einzubinden - passte.

Die Hausherren hatten dadurch Mühe und Not, zu ihrem Spiel zu finden. In Durchgang eins haperte es aber mehr an der Entscheidungsfindung und der letzten Konsequenz im Abschluss als an dem Herausspielen von Torchancen. Ein Umstand, der sich erst durch Gnabrys perfekt platzierten Schuss aus der zweiten Reihe änderte (52.).

Bis zum erlösenden Siegtreffer durch den eingewechselten Müller nach Kopfball-Verlängerung von Goretzka (81.) vergingen jedoch noch einige Minuten des wilden Anrennens, in denen oft der letzte Pass fehlte. Unter dem Strich war es ein mühsamer, in Anbetracht des läuferischen Aufwands der Gastgeber aber verdienter Arbeitssieg.

Deutschland - Rumänien: Die Aufstellungen

Deutschland: Ter Stegen - Hofmann (85. Klostermann), Süle, Rüdiger, Kehrer - Kimmich, Goretzka - Gnabry, Reus (67. Havertz), Sane (89. Adeyemi) - Werner (67. Müller)

Rumänien: Nita - Ratiu, Rus, Chiriches, Burca (50. Manea), Tosca - Hagi (60. Maxim), Stanciu (82. Albu), Marin, Mihaila (60. Ivan) - Puscas (82. Mitrita)

Deutschland - Rumänien: Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Hagi (8.), 1:1 Gnabry (52.), 2:1 Müller (81.)

Der Star des Spiels: Serge Gnabry (Deutschland)

Traf in seinem 30. Länderspiel zum 20. Mal. War auch sonst an vielen Offensivaktionen beteiligt und arbeitete gut mit nach hinten. Bekam dafür viel Szenenapplaus.

Der Flop des Spiels: Timo Werner (Deutschland)

Sehr unglücklicher Auftritt des Chelsea-Stürmers. Hatte wenig Bindung zum Spiel und traf mit Ball meist die falschen Entscheidungen. Nach 67 Minuten völlig zurecht ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Cüneyt Cakir (Türkei)

Stand früh im Mittelpunkt, als er nach einem leichten Rempler gegen Werner im rumänischen Strafraum auf Elfmeter für Deutschland entschied, es sich nach gründlichem VAR-Check aber korrekterweise noch einmal anders überlegte (6.). Lag in dem bisweilen sehr körperbetont geführten Spiel auch ansonsten meist richtig und zückte dann Gelb, wenn es nötig war.

WM-Qualifikation: Der Spielplan des DFB-Teams

DatumAnpfiffGegnerSpielort
11. Oktober20.45 UhrNordmazedonienSkopje
11. November20.45 UhrLiechtensteinWolfsburg
14. November18.00 UhrArmeniennoch offen
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