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Fussball

DFB-Team: Louis van Gaal coachte die Niederlande trotz positiven Tests

Von SID/SPOX

Bondscoach Louis van Gaal unterhielt sich erst noch mit Hansi Flick und Co., ehe er nach dem Länderspiel gegen Deutschland mit Aussagen über seinen Corona-Status irritierte.

Auf einen Schlag löste Louis van Gaal im Bauch der Johan-Cruyff-Arena Unruhe aus. Als der niederländische Bondscoach fast beiläufig fallen ließ, dass er immer noch corona-positiv sei, tuschelten die anwesenden Journalisten plötzlich eifrig und schauten ungläubig.

"Ich bin noch positiv, das sind Resterscheinungen des Coronavirus", sagte van Gaal auf der Pressekonferenz nach dem 1:1 (0:1) gegen die Deutschen am Dienstagabend in Amsterdam. Höchst kurios, schließlich hatte der frühere Erfolgscoach von Bayern München zuvor noch angeregt mit Bundestrainer Hansi Flick, Thomas Müller und dem ARD-Experten Bastian Schweinsteiger geplaudert.

Flick nahm van Gaals Aussagen gelassen zur Kenntnis: "Ich bin mir sicher, dass er in Abstimmung mit der medizinischen Abteilung der niederländischen Nationalmannschaft verantwortungsvoll gehandelt hat und dass er kein Risiko für sich und andere eingegangen ist", sagte der 57-Jährige der Bild.

Eigentlich war es bei der Medienrunde um van Gaals Reise zur WM-Auslosung am Freitag (18.00 Uhr/ARD) in Katar gegangen - die aufgrund der im Wüstenstaat gültigen Regeln nun ausfallen muss. "Ich fahre nicht nach Katar. Das macht keinen Sinn", sagte er. Nach seiner Corona-Infektion in der Vorwoche könne er den für die Einreise notwendigen negativen PCR-Test noch nicht erbringen. Ansteckend ist aber er offenbar nicht mehr.

"Ich bin am Montag getestet worden", sagte van Gaal: "Dann kriegst du am nächsten Tag meistens das Ergebnis. Die Ärzte sagen, dass es bei einem PCR-Test viel länger hängen bleibt als bei einem Antigen-Test." Letztere waren bei dem 70-Jährigen wieder negativ, in der vergangenen Woche war er einige Tage in Isolation gewesen. Ohnehin sind in den Niederlanden die meisten Corona-Maßnahmen ausgelaufen. Van Gaals Einsatz am Spielfeldrand gegen Deutschland entsprach also den Regeln.

Dennoch wird van Gaal nur aus der Ferne beobachten können, welche Gruppengegner sein Team für die WM (21. November bis 18. Dezember) zugelost bekommt. Sein Pressesprecher, so der Trainer, werde "Zoom und so" organisieren, "dass ich alles verfolgen und kommentieren kann". Die Niederländer befinden sich dabei jedoch, wie die Deutschen, nur in Topf zwei und können zumindest einen starken Gegner erwarten. Oder auf den gesetzten Gastgeber hoffen. "Ich denke, unser Gegner aus Topf eins wird Katar sein", prophezeite van Gaal: "Ich habe das Glück immer auf meiner Seite."

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