Fussball

Boateng: Kapitänsamt "kein Muss"

SID
Jerome Boateng besteht nicht auf das Kapitänsamt

Seit dem Rücktritt von Bastian Schweinsteiger aus der Nationalmannschaft wird über dessen Nachfolger diskutiert. Ein heißer Kandidat ist Jerome Boateng - der gibt sich aber zurückhaltend.

"Wir sind alle sehr gespannt, ich bin sehr entspannt. Wir haben eine tolle Mannschaft, und wir haben tolle Führungsspieler. Der Trainer wird am besten wissen, wen er da benennt", erklärte Boateng gegenüber der Sport Bild.

Gleichzeitig wisse er aber um die Signalwirkung, sollte er als erster dunkelhäutiger Spieler zu Deutschlands Kapitän ernannt werden: "Das ist klar, das hätte es - das würde jeder sehen. Es hat aber nichts unbedingt mit Politik zu tun, sondern es ist eine Entscheidung für uns als Mannschaft in erster Linie sportlich. Und da gibt es mehrere Kandidaten."

Allzu viel werde sich aber ohnehin nicht ändern, sollte er künftig die prestigeträchtige Binde überstreifen: "Wir werden weiterhin viele Spieler haben, die eine Führungsrolle haben."

Matthäus wünscht sich Neuer

Ehrenspielführer Uwe Seeler und Bernard Dietz wünschen sich Jerome Boateng als neuen Kapitän. "Boateng hat sich im Laufe der letzten Jahre toll entwickelt, er besitzt alle Qualitäten für das Kapitänsamt", sagte Seeler der Bild. Dietz, Spielführer der Europameistermannschaft von 1980, betonte: "Er ist gereift und hat die Power dafür."

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht derweil Manuel Neuer als besten Kapitänsnachfolger an: "Er hat die Persönlichkeit, das Auftreten und das Ansehen in der Mannschaft, um ein richtig guter Kapitän zu sein."

Bundestrainer Joachim Löw hat seine Entscheidung bereits getroffen, Schweinsteigers Nachfolger soll aber erst am Donnerstag öffentlich gemacht werden.

Jerome Boateng im Steckbrief

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