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Fussball

Sebastien Thill von Sheriff Tiraspol nach Sieg bei Real Madrid: "Es war der Wahnsinn"

Von Marc Mechenoua
Sebastien Thill (l.) hat mit Sheriff Tiraspol bei Real Madrid gewonnen.

Das 2:1 von Sheriff Tiraspol bei Real Madrid ist eine der größten Überraschungen der vergangenen Jahre in der Champions League. Doch der sensationelle Auswärtserfolg der Moldawier wäre beinahe durch einen aus Sicht von Sebastien Thill, dem Sheriff-Torschützen zum Endstand, zweifelhaften Elfmeter verhindert worden.

"Madrid kann froh sein, dass es den Elfer bekommen hat", meinte Thill zu SPOX und Goal.

Real hatte nach einem Foul an Vinicius Junior einen Strafstoß zugesprochen bekommen, den Karim Benzema in der 65. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 verwandelte. "Wenn das einer aus unserem Team gewesen wäre, hätte der Schiri nicht gepfiffen", war sich Thill sicher. "Nur weil es Real ist, pfeift er. Ich habe mir die Bilder nochmal angesehen, für mich ist es eine 50:50-Situation", fügte er hinzu.

Der Ausgleich warf die tapfer verteidigenden Gäste nicht aus der Bahn - sondern sie erzielten sogar in der 88. Minute in Person von Thill mit einem fulminanten Linksschuss den Siegtreffer.

"Da kann alles passieren: Entweder fliegt der Ball aus dem Stadion oder in den Winkel", lachte der Luxemburger über seinen Versuch mit vollem Risiko. "Es war der Wahnsinn! Ich war so glücklich, dass ich wild durch die Gegend gerannt bin", berichtete Thill von den Momenten, nachdem die Kugel an Real-Keeper Thibaut Courtois vorbei ins Netz geflogen war.

Thill: "Habe Hunderte von Nachrichten bekommen"

Für Thill selbst ging schon mit der erstmaligen Teilnahme seines Klubs an der Champions League ein Traum in Erfüllung. Ein Traum, den er seit längerer Zeit schon als Tattoo auf seiner Wade mit sich herumträgt.

Dass Sheriff nach dem 2:0 gegen Schachtjor Donezk zum Auftakt nun mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen sogar das Achtelfinale in den Blick nehmen kann, ist für Thill überwältigend. "Ich habe Hunderte von Nachrichten bekommen. Jede Minute, jede Sekunde klingelt es. Es hört einfach nicht auf", lachte Thill.

Die Euphorie, die nach dem Schlusspfiff in der Sheriff-Kabine herrschte, wollte er mit etwas Abstand bremsen. "Wir schauen jetzt von Spiel zu Spiel und sagen nicht, dass wir zehn oder elf Punkte zum Schluss haben wollen. Wir wissen, dass die restlichen vier Spiele sehr schwer werden", erklärte er.

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