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Fussball

TSG Hoffenheim - FC Bayern München 1:1: Chancenwucher! Bayern patzt in Hoffenheim

Von Johannes Ohr
Die Bayern nach dem 1:1 in Sinsheim: Julian Nagelsmann, Robert Lewandowski und Eric Maxim Choupo-Moting (v.l.).

Der FC Bayern München hat am 26. Spieltag der Bundesliga zum zweiten Mal in Folge Unentschieden gespielt. Nach dem 1:1 in der Vorwoche gegen Bayer Leverkusen trennten sich die Münchener auch von der TSG Hoffenheim mit einem 1:1 (1:1).

Für die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann traf Robert Lewandowski (45+3.) in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zum Ausgleich. Der Pole erzielte bereits sein 17. Auswärtstor, was zuvor nur Jupp Heynckes (1973/74) und Timo Werner (2019/20) ein einer Spielzeit gelungen war.

Christoph Baumgartner hatte Hoffenheim vor 26.500 Zuchauern mit 1:0 in Führung gebracht. "Wir haben ein paar mehr Chancen gehabt. Am Ende war es natürlich ein bisschen enttäuschend, dass wir nicht mit drei Punkten nach Hause fahren", sagte Kapitän Manuel Neuer bei Sky: "Das Glück war einfach nicht so auf unserer Seite."

Nagelsmann sah einige positive Aspekte. "Ich bin ein Freund davon, immer attraktive Fußballspiele zu sehen. Für Fans war es ein sehr gutes Spiel. Ich bin auch über weite Strecken zufrieden mit der Leistung. Wir hatten starke erste 20 Minuten, dort hatten wir viele gute Balleroberungen und gute Angriffe", erklärte er und schob nach: "Das Risikomanagement war gut, wir hatten eine gute Kontrolle - auch, wenn es am Ende ein offenes Spiel war."

Deshalb sei die Leistung seiner Mannschaft auch ein "Schritt in die richtige Richtung" gewesen, so Nagelsmann: "Auch, wenn es skurriler Weise nur ein Punkt geworden ist."

Die TSG ist hingegen mit dem Punkt zufrieden. "Es gab Chancen auf beiden Seiten, das war ein absolutes Highlight für die Bundesliga. Im Endeffekt sind wir froh, einen Punkt mitgenommen zu haben", sagte David Raum.

TSG Hoffenheim - Bayern München: Die Analyse

Temporeiche, unterhaltsame erste Hälfte mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Hoffenheim extrem aggressiv in den Zweikämpfen, verwickelte Bayern im Spielaufbau in viele intensive Duelle. Nach Ballgewinn spielte der Gastgeber sofort in die Tiefe. Wie beim Führungstreffer durch Baumgartner ging dabei fast alles über die linke Seite und David Raum. Bayern, nach dem 7:1 in der Champions League ohne Änderung und wieder in einem 3-5-2-System formiert, tat sich schwer, Hoffenheims Konter zu verteidigen. Kramaric ließ sich aus dem Sturm immer wieder fallen, entwickelte sich im Ballbesitz zu einer zusätzlichen Gefahr.

Offensiv sah es beim Rekordmeister besser aus. Kimmich und Musiala bauten das Spiel im Zentrum auf, suchten immer wieder den direkten Weg zu Lewandowski in die Spitze. Der ließ sofort nach außen prallen - über die Hereingaben von Coman und Gnabry wurde es nach diesem Muster einige Male brandgefährlich. Bayern im ersten Durchgang mit mehr Ballbesitz und auch nach Standards mit guten Chancen - Lewandowski sorgte per Kopf nach einer Ecke für den verdienten Ausgleich.

Nach der Pause blieb Bayern am Drücker, hatte den Gegner jetzt besser in Griff. Die Münchener erspielten sich direkt nach Wiederanpfiff Chance um Chance, scheiterten aber entweder an einer Abseitsstellung (insgesamt zählten deshalb drei Bayern-Treffer nicht!) oder an Torhüter Baumann. Hoffenheim zog sich zunehmend tiefer zurück, konterte nur noch gelegentlich. Bayern gab weiter Gas - brachte die Kugel aber trotz bester Chancen (Müller) und vieler Fehler Hoffenheims nicht mehr über die Linie. Am Ende hatte die Mannschaft von Trainer Nagelsmann sogar noch Glück, dass Neuer gegen Kramaric einen Rückstand vereitelte.

TSG Hoffenheim - Bayern München: Die Aufstelllungen

Hoffenheim: Baumann - Posch, Grillitsch, Vogt - Kadarabek (74. Akpoguma), Samassekou (61. Geiger), Raum - Baumgartner (74. Bruun Larsen), Stiller - Rutter (46. Bebou), Kramaric.

Bayern: Neuer - Pavard, Süle, Hernandez - Kimmich, Musiala (81. Sabitzer) - Gnabry, Müller (81. Choupo-Moting), Sane, Coman - Lewandowski.

Die Daten des Spiels TSG Hoffenheim gegen FC Bayern München

  • Tore: 1:0 Baumgartner (32.), 1:1 Lewandowski (45.+3).

Der Star des Spiels: Thomas Müller (FC Bayern)

Ständiger Gefahrenherd! Hatte das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am glänzenden Baumann (15.). Überwand diesen zwar zweimal, jubelte aufgrund von Abseitsstellungen aber jeweils nur kurz. Ihm fehlte schlichtweg das Glück.

Der Flop des Spiels: Lucas Hernandez (FC Bayern)

Weiter auf Formsuche. Offenbarte Unsicherheiten im Passspiel und der Entscheidungsfindung. In Zweikämpfen entweder zu hart oder viel zu zaghaft. So auch bei Bruun Larsen vor Neuers Glanzparade (79.).

Der Schiedsrichter: Robert Schröder

Erkannte dem FC Bayern gleich drei Treffer wegen einer Abseitsstellung ab - drei Mal zu Recht. Eine souveräne Schiedsrichter-Leistung, bei der es nichts zu beanstanden gab.

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