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Fussball

1. FC Union Berlin - Sport-Club Freiburg 1:1: Union verpasst Heimsieg gegen Freiburg

Von SPOX
Union Berlin und der SC Freiburg trennen sich 1:1.

Sportlich bot das 1:1 (die Highlights im Video) von Union Berlin gegen den SC Freiburg kaum Höhepunkte. Dafür standen die "schweigenden" Union-Fans im Mittelpunkt.

Der Lärm von den Rängen war auch weit nach dem Schlusspfiff noch nicht verhallt. Auf der Ehrenrunde der Spieler um Max Kruse feierten viele der rund 4500 Fans von Union Berlin ihre Mannschaft, die sich beim 1:1 (1:1) gegen den SC Freiburg nicht für lange Überlegenheit belohnt hatte.

"Die Fans haben das Beste aus der Situation gemacht. Das Klatschen war jedenfalls laut genug, daran hat es nicht gelegen", sagte Unions Torhüter Andreas Luthe bei Sky. Berlins Torschütze Robert Andrich fügte scherzend an: "Das reine Klatschen kennt man so noch nicht, es ist ja sonst immer Gesang dabei. Aber in Zeiten von Corona lernen wir immer wieder etwas Neues kennen."

Vincenzo Grifo (34.) hatte die Gäste schmeichelhaft in Führung gebracht. Andrich (36.) gelang der schnelle und "brutal wichtige" Ausgleich für Union. Beide Teams bleiben mit sechs Punkten aus fünf Spielen im Mittelfeld der Tabelle. "Ich bin schon unzufrieden. Zu Hause mit so vielen Chancen will ich das Spiel gewinnen", sagte Luthe.

Union Berlin vs. SC Freiburg: Grifo bestraft nachlässige Berliner

Für die Zuschauer im Stadion an der Alten Försterei galt im Rahmen der Berliner Infektionsschutzverordnung eine strikte Maskenpflicht. Fangesänge und Sprechchöre waren untersagt - eine Maßgabe, an die sich die Anhänger ebenfalls hielten. Die Zuschauer beschränkten sich - abgesehen vom Torjubel und vereinzelten Buhrufen - auf kräftige nonverbale Unterstützung. Dabei zeigten sie sich kreativ: Mit Klatschen, Rasseln, Tröten und sogar Topfdeckeln wurde es immer wieder laut.

Ob davon beflügelt oder nicht - Union erwischte den deutlich besseren Start. Die Berliner kombinierten gut, Freiburg lief dem Ball meist nur hinterher und wurde defensiv früh gefordert. Joel Pohjanpalo (4./8.) prüfte SC-Torhüter Florian Müller, der dabei auch auf die Hilfe von Kapitän Christian Günter angewiesen war.

Union blieb auch nach der guten Anfangsphase überlegen. Der SC fand kein Mittel gegen die kompakte Defensive der Berliner, die ihrerseits offensiv immer wieder über die Außen vorstießen, die Torchancen aber nicht nutzten.

Die Nachlässigkeiten beim Abschluss bestrafte Freiburg. Grifo schloss die erste gelungene Offensivaktion mustergültig zur glücklichen Führung ab. Union zeigte die passende Reaktion, hatte dabei aber auch Glück: Andrichs Versuch aus rund 25 Metern fälschte Freiburgs Dominique Heintz ab. Nach den Toren wurde das Spiel offener, der SC spielte besser mit, machte aus vielversprechenden Kontern aber zu wenig.

Nach dem Seitenwechsel hielt dieser Trend an. Die Gäste hatten deutlich mehr Spielanteile als in der ersten Halbzeit. Die Offensive um den enttäuschenden Nils Petersen sorgte dennoch selten für Gefahr. Auch Berlin tat sich zunehmend schwer, das Niveau des Spiels flachte ab.

Union - Freiburg: Die Aufstellungen

Union Berlin: Luthe - Trimmel (80. Ryerson), Friedrich, Knoche, Lenz - Andrich, Gentner (71. Griesbeck) - Becker (71. Endo), Kruse, Ingvartsen (59. Bülter) - Pohjanpalo (71. Awoniyi)

SC Freiburg: Müller - Schmid, Lienhart, Heintz, Günter - Santamaria (61. Tempelmann), Höfler - Sallai (77. Kwon), Grifo (77. Jeon) - Höler, Petersen (87. Demirovic)

Union Berlin - SC Freiburg: Die Reaktionen der Trainer

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Ich habe es als tolles Spiel gesehen, das gilt für beide Mannschaften. Kompliment an unsere Fans, das war eine tolle Stimmung. Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Wir haben einen hohen Aufwand betrieben. Mit dem Resultat dürfen wir nicht zufrieden sein."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Ich war überhaupt nicht zufrieden mit den ersten 25, 30 Minuten. Wir waren nicht ballsicher, haben die Mitspieler nicht gefunden und hatten zu einfache Fehler. Wir haben Union damit in die Karten gespielt. Danach wurde es ausgeglichener. Fußballerisch können wir besser spielen. Wenn jemand hätte gewinnen sollen, dann wäre es eher Union gewesen."

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