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Fussball

Joker Petersen knipst den HSV weg

Freiburg und Hamburg lieferten sich ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen

Der Hamburger SV hat am 4. Spieltag der Bundesliga die nächste Niederlage gegen einen Aufsteiger kassiert. In Freiburg verlor das Team von Trainer Bruno Labbadia mit 0:1 (0:0).

Vor 24.000 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion sorgte Nils Petersen 54 Sekunden nach seiner Einwechslung für den Siegtreffer (70.).

Dem HSV wurde damit mal wieder ein Joker des Gegners zum Verhängnis. Acht der neun Gegentore kassierten die Hamburger durch Einwechselspieler des Gegners.

Für Freiburg war es saisonübergreifend der achte Heimsieg in Folge - Vereinsrekord.

Die Reaktionen:

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Es war ein schwieriges Spiel, besonders im Spielaufbau. Da muss man dann Risiko gehen, das haben wir in der zweiten Halbzeit verändert. Sehr gut bei uns war, dass wir nach den Erlebnissen in Berlin und Köln trotz des Drucks sehr leidenschaftlich gearbeitet haben. Mit jeder Minute haben wir immer mehr Zweikämpfe gewonnen. Wir waren heute die Glücklicheren, haben das Spiel aber nicht unverdient gewonnen."

Bruno Labbadia (Trainer Hamburg): "In der ersten Halbzeit sind wir so aufgetreten, wie wir uns das vorgestellt haben - mit sehr engen Räumen und vielen Ballgewinnen. Wir haben dann aber falsche Entscheidungen getroffen. Wir haben das Pech gehabt, dass der Ball vom Innenpfosten wieder raus springt. Aber prinzipiell ist aus unseren Ballgewinnen zu wenig rausgekommen."

Alle Reaktionen zum 4. Spieltag

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei Freiburg gibt es im Vergleich zum 0:3 in Köln eine Änderung. Söyüncü nimmt nach seiner schwachen Leistung beim FC zunächst auf der Bank Platz. Für ihn beginnt Abrashi.

Labbadia verändert seine Startelf nach dem 0:4 gegen Leipzig auf zwei Positionen. Waldschmidt und Ekdal spielen für Holtby (auf der Bank) und Kostic (verletzt, nicht im Kader).

37.: Höfler springt am Mittelkreis unter einem langen Ball durch und Wood hat freie Bahn. Bedrängt von Günter spitzelt Wood den Ball aus 13 Metern an den rechten Innenpfosten. Der Abpraller ist für Müller nicht zu erreichen.

70., 1:0, Petersen: Grifo zieht aus 25 Metern von halblinks ab. Adler kann den strammen Schuss nicht festhalten, Petersen ist da und staubt 54 Sekunden nach seiner Einwechslung aus zwei Metern ab.

75: Jung mit einer Flanke aus dem rechten Halbfeld. Gregoritsch setzt den Kopfball aus zehn Metern knapp am linken Pfosten vorbei.

Fazit: Umkämpfte Partie ohne große Höhepunkte. Freiburg investierte insgesamt mehr und bekam beim Treffer Hilfe des HSV.

Der Star des Spiels: Vincenzo Grifo. War der Motor der Freiburger Offensive. Hatte bei fast allen gefährlichen Aktionen seine Füße im Spiel. Verteilte die Bälle, ging ins Dribbling und schloss selbst ab. Bereitete so auch den Treffer vor.

Der Flop des Spiels: Rene Adler. Musste lange nicht entscheidend eingreifen, machte dann bei seiner ersten echten Prüfung aber den spielentscheidenden Fehler.

Der Schiedsrichter: Markus Schmidt. Ordentliche Leistung mit wenigen Wacklern in der Zweikampfbewertung. Frantz nach Foul an Wood kurz vor der Halbzeit nicht mit Gelb-Rot vom Platz zu stellen, war die richtige Entscheidung.

Das fiel auf:

  • Die Verunsicherung des HSV war spürbar. Die Hamburger waren in erster Linie darum bemüht, keine Fehler zu machen und nicht zu sehr ins Risiko zu gehen. Da Freiburg gut und früh presste, blieb den Hamburgern oft nur der lange Ball. Den konnten die Hamburger aber kaum festmachen.
  • Freiburg mit guten Aktionen in der Balleroberung und beim Kampf um die zweiten Bälle. Im kontrollierten Spielaufbau wurde die Vierer- zu einer Dreierkette, weil Günter auf links sehr hoch schob. Überhaupt war das Freiburger Spiel sehr linkslastig, weil Günter und auch Grifo die gefährlichsten Spieler waren. Richtig gefährlich wurde aber auch der SCF nicht, weil Hamburg defensiv gut arbeitete und den Freiburgern im letzten Drittel das nötige Tempo, das Überraschungsmoment und der Zug zum Tor fehlten.
  • Der HSV nach dem Rückstand zwar bemüht, aber ohne Struktur und überschaubarer Intensität. Die eingewechselten Halilovic und Lasogga fanden überhaupt keinen Zugang zum Spiel. Freiburg konnte die harmlosen Angriffsversuche der Hamburger relativ leicht verteidigen. Am Ende brachte der HSV keinen Schuss aufs Tor zustande.

Freiburg - Hamburg: Die Statistik zum Spiel

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