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Fussball

FC Bayern München sichert Lucas Hernandez vor Gericht Unterstützung zu - Hainer mit Seitenhieb auf Kritiker

Von Ulli Ludwig, Kerry Hau, Jonas Rütten

Der FC Bayern München hat Lucas Hernandez für dessen nahenden Gerichtsprozess in Spanien in Person von Präsident Herbert Hainer seine vollste Unterstützung zugesichert. Der 67-Jährige hatte außerdem noch einen kleinen Seitenhieb auf die Kader-Kritiker zu Beginn der Saison parat.

"Das sind zunächst mal private Dinge, die ich nicht bewerten will", sagte Hainer am Rande der Eröffnungsfeier des neuen Clubheims 1900 am Bayern-Campus. Auf Nachfrage, ob der Rekordmeister denn hinter dem französischen Defensivspieler stehe, sagte Hainer: "Ja selbstverständlich!"

Laut eines SPOX und Goal vorliegenden Gerichtsbeschlusses des Madrider Strafgerichts 32 vom 14. September 2021 liegt bei Hernandez ein "Verstoß gegen ein Urteil oder eine einstweilige Verfügung" vor.

Bei besagtem Urteil, gegen das Hernandez verstoßen haben soll, handelt es sich vermutlich um ein Kontakt- und Annäherungsverbot (Artikel 48 Penal Code) gegenüber seiner damaligen Freundin und heutigen Frau Amelia de la Ossa Lorente.

Deshalb müsse Hernandez "um 11 Uhr am 19. Oktober 2021 vor diesem Gericht erscheinen, damit er sich innerhalb von zehn Tagen freiwillig in eine Justizvollzugsanstalt seiner Wahl begibt". Die Haftstrafe soll sechs Monate betragen.

Bayern-Star für sechs Monate in Haft? "Kein Mensch sagt das!"

"Das ist eine Vermutung. Kein Mensch sagt das. Er fliegt jetzt nächste Woche da runter, dann wird es verhandelt und dann sehen wir weiter", erklärte Hainer bezüglich einer drohenden Haftstrafe für den 25-Jährigen.

Während sich Hainer im Fall Hernandez zunächst zurückhaltend äußerte, hob er die guten Leistungen der Bayern-Mannschaft in der frühen Phase der Saison hervor und hatte diesbezüglich auch einen Seitenhieb auf die Kritiker an der Kaderqualität im Vorfeld der Saison übrig.

"Wenn ich in die Gegenwart schaue, bin ich unheimlich zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft. Wenn ich daran denke, dass der ein oder andere von Ihnen den FC Bayern niedergeschrieben hat, weil der Kader zu dünn sei und die Qualität nicht gut genug ist, muss ich mit Blick auf die ersten Spiele mal sagen, dass doch sehr vieles richtig gemacht wurde", sagte Hainer.

In den ersten elf Pflichtspielen der Saison haben die Bayern unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann bislang lediglich zweimal Punkte liegen lassen: beim Saisonauftakt gegen Borussia Mönchengladbach (1:1) und kurz vor der Länderspielpause gegen Eintracht Frankfurt (1:2).

Dementsprechend attestierte Hainer Nagelsmann, "einen unheimlich guten Job" zu machen. "Der ist mit einer Freude und einem Eifer dabei, das ist eine richtige Aufbruchstimmung, die er erzeugt. Wenn ich mir die ersten Spiele anschaue, muss ich sagen: 'Chapeau!'", schwärmte der 67-Jährige.

Lewandowski frustriert wegen Haaland-Gerüchten? Hainer dementiert

Der Bayern-Präsident räumte außerdem am Abend noch mit einem Gerücht auf, demzufolge Top-Stürmer Robert Lewandowski von den Gerüchten um ein angebliches Interesse der Bayern an BVB-Stürmer Erling Haaland frustriert und verärgert sei.

"Das kann ich überhaupt nicht sagen", stellte Hainer klar: "Als ich mit ihm vor einer Woche bei der Verleihung des Goldenen Schuhs zusammen war und länger mit ihm gesprochen habe, habe ich überhaupt nichts gemerkt davon und er weiß außerdem, wie sehr wir ihn wertschätzen. Er ist der weltbeste Stürmer und wir sind unheimlich glücklich, dass wir ihn haben."

 

 

 

 

 

 

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