Fussball

Bayern-Präsident Herbert Hainer kritisiert Hopp-Feinde: "Anonym, namenlos, feige"

Von SPOX
Herbert Hainer hat sich mit einem Brief zu Wort gemeldet.

Nach den Vorkommnissen beim Skandalspiel zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern hat sich FCB-Präsident Herbert Hainer mit einem öffentlichen Brief an die Bayern-Familie gewandt.

Hainers Erklärung im Wortlaut

"Liebe Mitglieder, liebe Fans,

Wir alle beim FC Bayern sind auch heute noch fassungslos über die gestrigen Vorfälle in Hoffenheim. Wir schämen uns für das Verhalten einiger weniger sogenannter ‚Fans' in der Kurve des FC Bayern während des Spiels. Dietmar Hopp wurde von ein paar Chaoten per Spruchband aufs Übelste beleidigt. Er wurde diffamiert, aus der Distanz, anonym, namenlos, feige. Die Geschehnisse gestern waren ein absoluter Tiefpunkt.

Dafür möchte ich mich im Namen des gesamten FC Bayern bei Dietmar Hopp noch einmal in aller Form entschuldigen!

Wir haben gerade den 120. Geburtstag des FC Bayern gefeiert. 120 Jahre, die geprägt waren von Werten wie Verantwortung, Toleranz und Respekt. Wir werden diese Werte des FC Bayern auch weiterhin hochhalten. Wir lassen nicht zu, dass unser Verein von einigen Wenigen beschädigt wird. Von Personen, denen es nicht um den Fußball und den FC Bayern geht, sondern um ihre Selbstdarstellung auf einer Bühne, die ihnen nicht gehört.

Es ist höchste Zeit, jetzt entschlossen zu handeln. Rassismus, Ausgrenzung, Beleidigungen und Diskriminierungen jeglicher Art und egal gegen wen, damit muss nun Schluss sein. Dieser Meinung ist auch die überragende Mehrheit der Fans des FC Bayern.

Sie drücken auf allen denkbaren Online-Plattformen, auf Social Media und in zahlreichen Emails an uns ihr Unverständnis und ihre Entrüstung aus. Unsere Fans stehen zusammen, der Fußball steht zusammen gegen Hass, gegen Intoleranz, gegen Diffamierungen.

Auch die beeindruckende Aktion der Spieler der TSG Hoffenheim und unserer Mannschaft gestern, als sie nach der zweiten Unterbrechung auf den Platz zurückkehrten und sich nur noch den Ball gegenseitig zugespielt haben, hat großen Zuspruch bekommen. Es war ein starkes Zeichen. Fußball muss für Miteinander statt Gegeneinander stehen, Solidarität ist das richtige Zeichen gegen Ausgrenzung und Anfeindung.

Wir werden in den nächsten Tagen mit den Gremien des FC Bayern München zusammenkommen und gemeinsam beraten. Wir werden alle Optionen prüfen, mit denen wir verhindern können, dass sich so eine unwürdige Aktion wie gestern in Hoffenheim wiederholt.

Wir werden außerdem alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um gegen diejenigen konsequent vorzugehen, die den FC Bayern und den gesamten deutschen Fußball in Misskredit gebracht und unsere Werte mit Füßen getreten haben. Wir wissen um unsere Verantwortung für den FC Bayern. Daher steht für uns schon heute fest: so darf es nicht weitergehen!

Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern"

 

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