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Fussball

Nach Kritik: Ex-Bundesliga-Schiri Gräfe weist Fröhlich-Vorwurf zurück

SID

Der frühere Bundesliga-Referee Manuel Gräfe hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass seine wiederholte Kritik an der Schiedsrichter-Chefetage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eigennützige Gründe hat.

"Die Sache mit der persönlichen Abrechnung ist ein Märchen. Es ist der plumpe Versuch, Kritik zu verharmlosen, um sich nicht mit ihr auseinandersetzen zu müssen", sagte Gräfe am Sonntag im "Doppelpass" bei Sport1: "Viele Spieler, Trainer und Fans sehen Woche für Woche, dass es nicht gut läuft. Aber man will lieber weiter mauscheln. Es ist arrogant und überheblich, diese Kritik so abzubügeln."

Gräfe diagnostizierte große Probleme im deutschen Schiedsrichterwesen: "Viele in den Vereinen, Spieler und Trainer, fühlen seit langem, dass es nicht gut läuft. Im Moment ist es ein Kilo Salz, das da in der Suppe ist. Hauptproblem ist, dass man sich damit nicht auseinandersetzen will. Man will ja weiter mauscheln, es wird verharmlost und bagatellisiert. (...) Wir doktern an Symptomen herum, aber nicht an der Ursache. Den Deckmantel des Schweigens darüber zu hüllen, macht die Sache nicht besser. Es ist personell und strukturell an die Wand gefahren worden."

Auch mit dem Videobeweis hatte er seine Probleme: "Der VAR funktioniert nach fünf Jahren noch immer nicht. Es schadet mittlerweile der Bundesliga und nervt."

Der Doppelpass jeden Sonntag ab 11 Uhr LIVE auf Sport1.

Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hatte zuletzt erklärt, dass er kein Verständnis für Gräfes Kritik hat. "Weniger konstruktiv schätzen wir die Form ein, wie ein ehemaliger Schiedsrichter die aktuelle Diskussion nutzt, um sich mit seiner persönlichen Meinung öffentlich einzuschalten", hatte Fröhlich gesagt.

Gräfe war nach der vergangenen Saison wegen Erreichen der Altersgrenze aus dem Kreis der Bundesliga-Schiedsrichter ausgeschieden. Er klagte wegen Altersdiskriminierung und ist seitdem einer der schärfsten Kritiker des Verbandes.

Bei Sport1 erneute Gräfe seine harsche Kritik an der Schiedsrichter-Führung um Fröhlich.

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