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Fussball

Favre wird nicht Gladbach-Trainer - neuer Coach "so schnell wie möglich"

Von SPOX/SID
LUCIEN FAVRE: Für den Schweizer wäre es eine Rückkehr zur Hertha, er trainierte den Verein schon einmal von 2007 bis 2009. Seit seinem Abschied vom BVB ist Favre vereinslos, könnte sofort loslegen. Allerdings ...

Lucien Favre hat abgesagt, die Trainersuche geht weiter: Sportdirektor Roland Virkus hat auf der Mitgliederversammlung von Borussia Mönchengladbach für lange Gesichter gesorgt. Viele Fans hatten auf eine Rückkehr von Hoffnungsträger Favre gehofft - doch dazu wird es nicht kommen.

"Lucien Favre hat uns gesagt, dass er nicht mehr in Deutschland arbeiten möchte. Wir haben alles getan in den letzten beiden Wochen. Aber ich muss ganz klar sagen: Ich glaube nicht, dass er in den nächsten beiden Jahren Trainer bei Borussia wird", sagte Virkus vor 1391 stimmberechtigten Mitgliedern im Borussia-Park.

Favre trainierte die Fohlen bereits von 2011 bis 2015 und galt in den vergangenen Wochen als Topfavorit auf die Nachfolge von Adi Hütter. Die Bild hatte berichtet, dass dem 64-jährigen Schweizer ein unterschriftsreifer Zweijahresvertrag vorlag. Nun folgte die Kehrtwende.

Virkus bat die Mitglieder daher bei der Suche nach einem neuen Trainer um Geduld. "Sie können sicher sein, dass wir das so schnell wie möglich erledigen wollen. Aber: Da wir in den letzten drei Jahren keine guten Entscheidungen getroffen haben, was den Trainer angeht, ist es immens wichtig, dass wir eine gute Entscheidung treffen", sagte er.

Virkus wollte seine Worte ausdrücklich nicht als Kritik an seinem Vorgänger Max Eberl verstanden wissen. Die Borussia hatte in den vergangenen Jahren mit dem nach Dortmund abgewanderten Marco Rose sowie dem glücklosen Hütter wenig Erfolg.

Gladbach-Trainer? Virkus: "Gespräche mit mehreren Kandidaten"

"Wir haben ein klares Anforderungsprofil erstellt und sind in diversen Gesprächen mit mehreren Kandidaten, mit dem Ziel, endlich den passenden Trainer zu haben", sagte Virkus: "Mehr kann ich Ihnen dazu nicht sagen. Aber Sie können mir vertrauen, dass wir da eine gute Entscheidung treffen werden." Viele Mitglieder verließen daraufhin vorzeitig die Versammlung.

Virkus stimmte die Gladbach-Fans zudem auf eine schwierige Saison ein - auch, weil die Borussia im Geschäftsjahr 2021 ein Minus von 14,6 Millionen Euro gemacht hat. "Es wird sicher eine schwierige Saison werden. In Schalke 04 und Werder Bremen sind einige Schwergewichte wieder dazugekommen. Wir müssen so ehrlich sein, dass es ein Übergangsjahr wird. Wir brauchen Zeit, um uns dann mit Anlauf wieder größeren Zielen zu stellen", sagte Virkus.

Lang anhaltenden Applaus gab es, als Präsident Rolf Königs an Eberl erinnerte, der im Januar nach 23 Jahren im Verein erschöpft zurückgetreten war. "Den Applaus hat er verdient", sagte Königs: "Max Eberl hat in 13 Jahren als sportlicher Manager eine gute Arbeit für uns gemacht. Was er für uns gemacht hat, vergessen wir nicht. Am Tag seines Rücktritt waren wir traurig."

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