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Fussball

SC Freiburgs Einspruch gegen den Wechselfehler: Schiri Manuel Gräfe macht Hoffnung

Von Tim Ursinus
Der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe hat dem SC Freiburg Hoffnungen gemacht.

Der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe hat dem SC Freiburg Hoffnungen auf einen Sieg am grünen Tisch gemacht. Die Breisgauer hatten nach dem Wechselfehler des FC Bayern Einspruch gegen die Spielwertung (4:1) eingelegt.

Gräfe berief sich dabei auf Regel 3, Absatz 3 (Auswechselvorgang) der DFB-Fußballregeln 2021/2022 und sagte gegenüber der Bild: "Darin ist festgelegt, dass ein Wechsel vollzogen ist, wenn der Spieler das Feld betritt, aber dafür gibt es mehrere Bedingungen. Eine ist die Zustimmung des Schiedsrichters, eine weitere, dass der Spieler das Feld verlassen muss. Also war der Wechsel von Sabitzer Coman im Wechselslot mit Süle de facto noch nicht abgeschlossen."

Gräfe weiter: "Die Auswechslung wurde formal erst in der nächsten Spielunterbrechung vollzogen und das wäre dann gegebenenfalls ein vierter Wechselslot der Bayern, der gegen die Durchführungsbestimmungen verstoßen würde."

Für den ehemaligen FIFA-Schiedsrichter sei auch das vor einigen Monaten getroffene Urteil gegen den VfL Wolfsburg im DFB-Pokal mit in die Wertung einzubeziehen. Die Wölfe hatten eine Einwechslung zu viel vorgenommen und waren deshalb nachträglich aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

"Für diese sind seit dem Grundsatzurteil gegen Wolfsburg - ein Spielerwechsel zu viel - die Vereine verantwortlich", sagte Gräfe: "Das würde bedeuten: 2:0-Sieg und drei Punkte für Freiburg!"

FC Bayern: Nagelsmann sauer auf SC Freiburg

Der 48-Jährige brachte aber auch eine weitere Option ins Spiel. "Das Sportgericht zählt den Wechsel formal noch - obwohl nicht korrekt vollzogen - zum Süle-Wechsel-Slot hinzu. Bayern würde dann sehr wahrscheinlich den 4:1-Sieg behalten."

Der deutsche Rekordmeister hatte am Wochenende beim 4:1-Sieg gegen den SC Freiburg rund 15 Sekunden mit zwölf anstatt der erlaubten elf Spieler auf dem Rasen gestanden. Am Montag teilten die Freiburger mit, sich für eine juristische Prüfung entschieden zu haben.

Bei den Münchnern stieß die Entscheidung durchaus auf Unmut. "Aus persönlicher Sicht kann ich es nicht verstehen, dass Freiburg das gemacht hat", sagte Trainer Julian Nagelsmann auf einer Pressekonferenz am Dienstag und schob nach: "In den 18 Sekunden hätten sie glaube ich kein Tor gemacht. Ich persönlich hätte es nicht gemacht, weil du einen Fehler eines Dritten ausnutzt, um zu Punkten zu kommen. Ich weiß nicht, ob du dir im November bei der Jahreshauptversammlung mit den Sponsoren auf die Schultern klopfen kannst, solltest du international spielen aufgrund dieser drei Punkte, die du sportlich de facto nicht gewonnen hast. Ich wäre da nicht so glücklich darüber."

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