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Fussball

BVB - Hans-Joachim Watzke: Aussprache mit Haaland - Kurswechsel im Zwayer-Zoff

Von Felix Götz/SID
Hans-Joachim Watzke hat von einer Aussprache mit Erling Haaland erzählt.

Hans-Joachim Watzke hat von einer Aussprache mit Stürmerstar Erling Haaland berichtet. Außerdem kündigte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund an, im Zoff mit Schiedsrichter Felix Zwayer auf den Unparteiischen zugehen zu wollen.

"Natürlich haben wir uns ausgetauscht. Wir sind gut miteinander", sagte Watzke vor der Partie der Dortmunder bei der TSG Hoffenheim zu Sky über das Verhältnis des BVB zu Haaland: "Erling hatte das Gefühl, dass in den Medien stand, dass wir ihm ein Ultimatum gesetzt haben, was wir aber nicht gemacht haben. Es ist manchmal vielleicht auch schwer zu erkennen, ob es eine Spekulation der Medien ist oder vom Verein kommt."

Der norwegische Angreifer, der vor Ablauf seines Vertrages 2024 den Verein bereits in diesem Sommer für eine Ablöse von 75 Millionen Euro verlassen darf, hatte sich kürzlich über die Forderungen der Bosse beschwert, bis März eine Entscheidung über seine Zukunft zu fällen.

"Wir haben das klar geklärt. Es gibt zwischen uns überhaupt kein Zerwürfnis", so Watzke: "Irgendwann werden wir miteinander sprechen. Wir haben ein paar grundsätzliche Ideen, die wir gern Erling und seinen Beratern mitteilen wollen. Das werden wir in den nächsten Wochen machen, wir haben keinen Zeitdruck. Wir werden sehen, ob diese Ideen fruchten oder nicht."

Watzke: Kurswechsel in Sachen Zwayer

Watzke kündigte außerdem einen Kurswechsel in Sachen Zwayer an: "In der Tat hätten wir schon längst sprechen sollen. Ich denke, dass wir direkt zum Hörer greifen. Ich habe kein Problem damit, den ersten Schritt zu gehen."

Der 62-Jährige betonte allerdings erneut: "Was uns sauer aufgestoßen ist, war, dass er den Dialog über die Medien angehen wollte."

Zwayer hatte im Dezember in der Bild seinen Wunsch nach einem Gespräch mit Jude Bellingham geäußert. Der BVB-Youngster hatte den Schiri nach der 2:3-Pleite der Dortmunder gegen den FC Bayern heftig kritisiert ("Du gibst einem Schiedsrichter, der schon vorher mal Spiele verschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?") und bekam dafür eine Geldstrafe über 40.000 Euro aufgebrummt.

"Wenn der Herr Zwayer dem Michael Zorc und mir heute ein Schreiben schickt und ein Gespräch anregt, kann man ja darüber diskutieren", hatte Watzke damals bei Amazon Prime gesagt: "Wenn ich aber eine Stunde später das Gleiche schon in den Medien lese mit den Original-Zitaten, dann muss ich ganz ehrlich sagen: Ich führe keine vertraulichen Gespräche mit irgendjemandem, wo ich es eine Stunde später schon alles im Boulevard stehen habe."

"Ich sehe da keine großen Realisationschancen", antwortete Watzke damals auf die Frage, ob es zu einer Aussprache mit Zwayer kommen könnte. Nun hat sich der BVB-Boss offensichtlich umentschieden.

Morddrohungen gegen Zwayer

Womöglich ist Watzkes Umdenken auch eine Reaktion auf die Morddrohungen, die Zwayer und seine Familie in der Folgezeit erhalten haben. Aktuell legt der Schiedsrichter eine Pause ein und weiß nach eigenen Angaben noch nicht, ob er überhaupt wieder zurückkehrt.

"Ich kann mich aktuell der Verantwortung, ein Bundesligaspiel zu leiten, nicht stellen", erklärte Zwayer bei Sky: "Ich habe vor mir einen Raum, der hat zwei Türen. Der eine Weg führt mich zurück auf den Fußballplatz - und der andere führt mich in ein ganz tolles, erfülltes Privatleben ohne diese Öffentlichkeit, ohne diesen Druck, ohne diesen Stress. Ich erarbeite mir gerade den Weg. Ich werde völlig frei von zeitlichem, inhaltlichem und finanziellem Druck entscheiden können."

Noch scheint völlig offen, ob Zwayer nach seiner selbstverordneten Auszeit auf den Platz zurückkehren wird.

"Rational müsste ich sagen, damit möchte ich nichts mehr zu tun haben. So leicht ist das aber auch nicht", sagte Zwayer der Welt am Sonntag: "Dafür ist das ein Teil meines Lebens. Trotzdem stehe ich an einem Punkt, an dem ich mich frage: Ist es mir das noch wert?"

Bereits beim Pokal-Aus der Dortmunder beim FC St. Pauli unter der Woche hatte sich Zorc zu den Morddrohungen geäußert: "Ich finde das ekelhaft und in keinster Weise zu tolerieren oder zu rechtfertigen."

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