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Fussball

1. FC Köln löst mit Sieg gegen Greuther Fürth Euphorie aus - Steffen Baumgart: "Jetzt kommen wir alle mal runter"

SID
Steffen Baumgart und der 1. FC Köln gewinnen zum Auftakt des 7. Spieltags der Bundesliga mit 3:1 gegen Greuther Fürth.

Der 1. FC Köln muss hart arbeiten, gewinnt aber auch gegen Fürth - und geht unter Steffen Baumgart einen weiteren kleinen Schritt seiner Entwicklung.

Was in der Bundesliga klappt, könnte doch auch in der großen Politik funktionieren. Das dachten sich ein paar Fans des 1. FC Köln und packten ihre launige Idee in bierselige Gesänge: Steffen Baumgart wird Bundeskanzler. Der Trainer schaute etwas zerknautscht - und konterte diesen Witz mit einem Rat an die gesamte Fangemeinde.

"Jetzt kommen wir alle mal ein bisschen runter", sagte Baumgart, er sei sehr zufrieden nach dem 3:1 (0:1) gegen die SpVgg Greuther Fürth, "aber wir wissen auch, wo wir herkommen." Vor vier Monaten wäre der Klub beinahe abgestiegen, "wir haben noch einen langen Weg vor uns."

Allerdings fällt es Baumgart zunehmend schwer, die aufkommende Hochstimmung unter dem Dom zu bremsen. Zwölf Punkte aus sieben Spielen hat Köln gesammelt, das ist der beste Saisonstart seit fünf Jahren. Damals qualifizierte sich der FC unter Peter Stöger am Ende für die Europa League, und nun scheint er sich zumindest vorerst in ähnlichen Tabellenregionen festzusetzen.

Baumgart will niemandem in Köln die Euphorie verbieten, das wiederholt er immer wieder. Eher gilt es wohl, Zufriedenheit zu vermeiden - denn die ist der natürliche Feind seiner Spielidee: Fußball als Kampfsport, Ball und Gegner sollen 90 Minuten gejagt werden, auch wenn es weh tut und die Kraft schwindet.

Baumgart sieht noch Potenzial für Verbesserung bei Skhiri

Wie eifrig Baumgart das Haar in der Suppe suchte, wurde deutlich, als er auf Ellyes Skhiri angesprochen wurde. Alles schwärmte gerade vom Sechser, der mal wieder laufstärkster Spieler an diesem Freitagabend war und den FC nebenbei mit zwei Toren (55./89.) zum Sieg geschossen hatte.

Baumgart stellte fest, dass auch der Tunesier "ein Spieler ist, der noch am Anfang steht" und viel lernen könne: "Er läuft viel, manchmal aber zu viel, auch Wege, die er gar nicht gehen muss."

Auch der Trainer sah allerdings, dass seine Mannschaft auf dem noch kurzen gemeinsamen Weg eine weitere, neue Aufgabe gemeistert hatte: Gegen den sieglosen Aufsteiger, der mit weiterhin einem Punkt Letzter bleibt, war der FC erstmals klarer Favorit gewesen - fand dann aber fast eine Halbzeit lang nicht zu seinem Spiel.

Fürth führte verdient durch Marco Meyerhöfer (7.) und hätte auch mit einem 2:0 in die Pause gehen können. Wichtig war Baumgart dann, "dass wir uns davon nicht haben beeindrucken lassen, wir haben weiter unseren Plan verfolgt." Die zweite Halbzeit war dann viel besser, Sebastian Andersson (50.) und Skhiri drehten das Spiel.

Es geht nun in die Länderspielpause, in diese wird Baumgarts 100. Tag als Trainer des 1. FC Köln fallen. Und seine erste Bilanz fällt dann doch positiv aus. "Insgesamt sehen Sie mich lächeln." Sagte Baumgart ohne zu lächeln. Nur die Sache mit dem Kanzleramt, die könne "noch ein bisschen warten".

Bundesliga: Die Tabelle vor den Samstagsspielen

PlatzTeamSp.ToreDiffPkt.
1.Bayern München623:51816
2.Bayer Leverkusen616:7913
3.VfL Wolfsburg68:5313
4.Borussia Dortmund617:12512
5.SC Freiburg69:4512
6.1. FC Köln713:9412
7.1. FSV Mainz 0566:3310
8.1. FC Union Berlin68:809
9.TSG Hoffenheim611:838
10.RB Leipzig612:757
11.Borussia M'gladbach66:9-37
12.Hertha BSC67:18-116
13.VfB Stuttgart69:12-35
14.Eintracht Frankfurt66:9-35
15.FC Augsburg62:11-95
16.Arminia Bielefeld63:6-34
17.VfL Bochum64:13-94
18.SpVgg Greuther Fürth75:19-141
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