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Fussball

Corona-Beschränkungen: Eintracht zieht vor Gericht

SID
Eintracht Frankfurt zieht angeblich eine Klage in Erwägung.

Bundesligist Eintracht Frankfurt klagt gegen die Reduzierung der Zuschauerzahl von 10.000 auf 5000 im Testspiel gegen AS St. Etienne am kommenden Samstag. Das gab der Justiziar des Klubs, Philipp Reschke, laut kicker am Montag bekannt. Das hessische Ministerium für Soziales und Integration will aufgrund der steigenden Inzidenzzahlen nur 5000 Fans zulassen.

Die Eintracht wird wohl eine einstweilige Verfügung beantragen, um die ursprünglich geplante Zahl ausschöpfen zu können. Die Frankfurter stört, dass das Ministerium keine Unterscheidung zwischen vollständig Geimpften und Genesenen sowie Nicht-Geimpften macht.

In der Erklärung des Ministeriums heißt es: "Wird die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten, liegt die Höchstgrenze bei 5000 Zuschauenden. Bei der Auslegung der Leitlinien hat sich gezeigt, dass es folgender Klarstellung bedarf: Bei den 5.000 handelt es sich um die maximale Zahl Zuschauender. Eine Ausweitung im Sinne von '5.000 + Geimpfte und Genesene' ist nicht vorgesehen." Laut RKI lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag für Frankfurt bei 36,7.

"Insgesamt nicht begründbar"

Die Kopplung eines Inzidenzwerts an die Zulassung einer bestimmten Anzahl von Zuschauern "halten wir insgesamt für nicht begründbar, sachlich und rechtlich nicht gerechtfertigt", sagte Reschke. Die Zuschauerzulassung ausschließlich anhand von Inzidenzwerten zu regeln, sei "sachlich falsch und rechtlich nicht haltbar".

Natürlich wolle niemand "fahrlässig mit der Gesundheit der Zuschauer umgehen", die Vorzeichen seien nun aber andere als noch vor einem Jahr. "Massentests waren damals noch eine kühne organisatorische Idee, von Testcentern an jeder Straßenecke konnte man nur träumen", so der Justiziar.

Die ursprüngliche Genehmigung für eine Zuschauerzulassung sah vor, dass mindestens 50 Prozent, also 5000 Personen, geimpft oder genesen sein mussten.

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